24. Januar 2020, 12:00 Uhr

Gießen 46ers

Aussprache bei den Gießen 46ers vor dem Spiel gegen die Riesen Ludwigsburg

Trainer und Mannschaft haben sich am Montag ausgesprochen - am Dienstag gab es eine nette Abwechslung beim Neujahrsempfang. Der Fokus der Gießen 46ers ist nun ganz und gar auf den Samstaggegner aus Ludwigsburg gerichtet.
24. Januar 2020, 12:00 Uhr
Korb attackieren, wie hier Brandon Thomas gegen den Bonner Alec Brown - das müssen die 46ers am Samstag gegen die formstarken Riesen aus Ludwigsburg praktizieren. FOTO: VOGLER

Gießen 46ers


Für ein paar Stunden mal vom Liga-Alltag abschalten. Der Neujahrsempfang der Gießen 46ers im Hofgut Dagobertshausen ließ am Dienstagabend keine Wünsche offen. Ein Highlight war der Film, der hinter die Kulissen der Spieler der 46ers, der Rackelos sowie der Mitarbeiter der Geschäftsstelle und das gesamte Umfeld der Gießen 46ers blickte und zum Schmunzeln animierte. Doch spätestens nach der Beendigung des gelungenen Abends war der Kampf um den Klassenerhalt in der BBL wieder allgegenwärtig. Und ausgerechnet am Samstag um 18 Uhr kommen die formstarken Riesen aus Ludwigburg in die Osthalle, die am vergangenen Wochenende dem großen FC Bayern München in der Bundesliga die erste Saisonniederlage beibrachten.

Die Lage: Nach vier Niederlagen in Folge und dem Abrutschen auf Rang 14 im 17er-Feld der Basketball-Bundesliga sind die Verantwortlichen in Alarmbereitschaft. Gut, dass der Abstand zum Tabellenletzten MBC Weißenfels weiterhin vier Punkte beträgt. Bekanntlich steigt in dieser Saison nur eine Mannschaft ab. Der Vorsprung zu Bonn hat sich durch die letztwöchige 85:88-Niederlage gegen die Rheinländer um Benjamin Lischka auf zwei Zähler reduziert, sechs Punkte hat auch BBL-Neuling Hamburg, der auf Rang 15 steht. Gießens Noch-Geschäftsführer Heiko Schelberg betonte im Interview mit dieser Zeitung, dass man in dieser schwierigen Zeit vonseiten des Clubs nicht die Nerven verlieren und noch enger zusammenrücken werde. Er nahm aber besonders die Protagonisten in die Pflicht. »Sie müssen alle mal ihre 100 Prozent abrufen«, sagte der Manager, der nach der Saison geht. Zufrieden mit der Trainingsleistung ist Coach Freyer. »Bisher haben wir eine gute Woche«, erklärte der 48-Jährige, der durch die Pleitenserie in der Kritik steht. Seine Spieler seien voller Hoffnung, dass das Trainierte im Spiel fruchte. Im Austausch mit der Mannschaft wurde besonders darauf hingewiesen, dass es nur mit Zusammenhalt gehe. »Jeder Spieler wird nur individuell besser, wenn er im Teamverbund funktioniert«, so Freyer, der anfügt: »Kommunikation, Loyalität und Vertrauen schafft Zusammenhalt - das musst du immer wieder erklären.«

Der Gegner: Die Riesen aus Ludwigsburg machen ihrem Namen zurzeit alle Ehre. Das Team von Cheftrainer John Patrick zeigte am letzten Sonntag eine beeindruckende Leistung beim 81:74-Heimsieg gegen die Bayern, die somit ihre erste Niederlage in der laufenden BBL-Saison erlitten. Patrick gab zu, dass die Münchner für sein Team zu einem günstigen Zeitpunkt in Ludwigsburg antraten, da ihnen aufgrund der Belastung in der Euroleague die Frische fehlte. Zu Hause sind die Riesen eine Macht - alle acht Spiele gewannen sie. Niederlagen gab es dagegen nur drei - in Oldenburg, Vechta und Bamberg. Patrick hat sich ein gut funktionierendes Team zusammengestellt, in dem jeder rebounden und scoren kann. Topbesetzt sind sie im Backcourt - typisch für Patrick, der für seinen Guardterror bekannt ist. Außerdem fackeln alle Spieler der Riesen nicht lange: Sie suchen im Eins-gegen-Eins oder mit einem Wurf den schnellen Abschluss, in der Verteidigung machen sie keine Kompromisse und gehen hart zur Sache.

Schlüsselspieler: Vorneweg Comboguard Markos Knight - 98 Kilogramm verteilt auf 1,88 m. »Eine Maschine«, wie es Freyer ausdrückt. Die pure Energie, starkes Durchsetzungsvermögen und exzellenter Rebounder. Dazu Ludwigsburgs Topscorer Khadeen Carrington, der im Schnitt 17,3 Punkte pro Spiel auflegt, und Shootingguard Nick Weiler-Babb (13,0 PpS).

Personelles: Trainer Freyer stehen alle Spieler zur Verfügung. »Auch Bjarne Kraushaar - er hat diese Woche gut trainiert und wird auch wieder spielen. Bei der Niederlage gegen Bonn kam der Backup-Spielmacher nicht zum Einsatz, obwohl er fit war. Bei beiden Mannschaften muss zudem aufgrund der Ausländerregelung ein Import aussetzen. Wen es diesmal bei den 46ers trifft, gegen Bonn musste Kendall Gray zwangspausieren, wollte Freyer davon abhängig machen, welchen Eindruck mögliche Kandidaten im Training hinterlassen.

Das sagt Trainer Freyer: »Ludwigsburg ist individuell sehr stark. Wir müssen im Eins-gegen-Eins gut verteidigen. Und wenn man geschlagen ist, musst das Team gut verteidigen und den Rebound kontrollieren.«

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