17. September 2015, 16:04 Uhr

Ausgesprochen Henni

(htr) Hendrik "Henni" Nachtsheim über magische Zahlen, einen irren Einstand und das kommende Spiel gegen Hamburg.
17. September 2015, 16:04 Uhr

Hallo Herr Nachtsheim, die 6 und die 2. Sind das ab sofort magische Zahlen für Sie? Bei der 6 aber bitte nicht an was anderes denken!

Henni: Wenn ich jedes Mal beim Betrachten der Nummer 6 an das denken würde, was Sie meinen, wäre das schwierig. In meiner Nachbarschaft gibt es zum Beispiel in jeder Straße ein Haus mit der Nummer 6, beim Rewe gibt es die sechs nummerierte Kassen usw. Ja selbst die Ziehung der Lottozahlen würde dann ja zum erotischen Erlebnis. Nein, keine Angst, ich denke weder an so was, noch werde ich irgendwas mystifizieren. Es war einfach ein beeindruckendes Fußball-Spiel!

Und was sagen Sie zur 3?

Henni: Haben Sie heute Ihren Zahlentag? Was meinen Sie denn?

Alexander Meier kommt, trifft dreimal und schießt sich sofort wieder in die Herzen der Fans. Diese Rückkehr ist doch unglaublich. Findet man da noch Worte?

Henni: Normalerweise ist Wortfindung jetzt kein echtes Problem für mich, aber ich gebe zu, dass ich da schon sprachlos war! Ich dachte, so was gäbe es nur in pathetischen Ami-Sportfilmen … aber das gab es am Samstag tatsächlich!

Irre irgendwie auch, dass Meier und der fünffache Real-Torschütze Cristiano Ronaldo die Schlagzeilen am Wochenende geschrieben haben. Wäre das nicht auch ein Traumduo im Sturm für die Eintracht?

Henni: Nein, im Gegensatz zu Ronaldo sind Seferovic und Castaignos Teamplayer … das passt super!

Irgendwie irre, fünf Monate weg und dann so ein Einstand. Haben Sie Ähnliches schon mal mit Badesalz auf der Bühne erlebt. Das Publikum regt sich 50 Minuten lang überhaupt nicht, und dann brandet plötzlich tosender Beifall auf.

Henni: Zum Glück nie!

Wenn ich mich richtig erinnere, sind Sie kein ausgewiesener Freund der Kölner. Gibt es morgen bei Ihnen Geißbockbraten zum Essen?

Henni: Den gab es bereits am Sonntagmittag, und dazu ein leckeres Kölsch!

Die Darmstädter allerdings, die liegen Ihnen auch ein wenig am Herzen. Was sagen Sie zu drei Unentschieden und dann das 1:0 in Leverkusen?

Henni: Ich gönne es ihnen absolut, der Verein ist tatsächlich das gallischste aller gallischen Dörfer, die ich je in der Bundesliga gesehen habe. Ich traue ihnen zu, auch in der Rückrunde nicht in Abstiegsgefahr zu geraten!

Und nächsten Samstag kommen die Bayern, was wünschen Sie sich für die Südhessen?

Henni: Es wäre gut, wenn es irgendeine Form von gerechter »Wiedergutmachung« für den Dusel-Elfer der Bayern gegen Augsburg gäbe. Schön wäre zum Beispiel beim Stand von 1:0 für Darmstadt, wenn kurz vor Schluss ein Schuss von Thomas Müller unmittelbar vor der Torlinie im Bart von Marco Sailer hängen bleibt und der Schiri dann das Spiel abpfeift.

Die Eintracht hat in Hamburg anzutreten, beim Fastabsteiger. Den putzen wir weg, das 3:0 in Gladbach war bestimmt nur – wie sagt man so schön im Neudeutschen – eine Momentaufnahme.

Henni: Wegputzen dürfte schwierig werden, die haben ja mal eine ganz breite Brust im Moment. Aber auch wenn ich Bruno Labadia eigentlich allein schon dafür mag, dass er mit »Man sollte die Sache nicht hochsterilisieren!« ein historisches Highlight hessischer Sprachkultur geschaffen hat, ist mir der HSV derzeit nicht sympathisch. Das war schon mal anders, aber die letzten Jahre hat sich der Verein oft komisch dargestellt. Von daher wäre mir ein Sieg dort doppelt recht!

Was sagen Sie dazu, dass Gladbach erst in die Champions League stürmt und nun am Tabellenende steht? Ist das nicht auch irre?

Henni: Nein, es zeigt einfach nur die Unberechenbarkeit dieses Sports und dass nicht alles immer so kommt, wie es die meisten vorherzusehen geglaubt haben!

Ich finde das trotzdem irre. Alles ist irre. Wie kommentierte Meier seine drei Tore: »Man probiert, einfach gut zu spielen.« Ist das nicht irre?

Henni: Das ist doch ein ganz normaler und typischer Alex-Meier-Satz. Also wenn hier gerade was bzw. jemand irre ist…

Ja?

Henni: Ach, schon gut! Ich muss jetzt los!


Irre!

 

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