28. Juli 2019, 21:26 Uhr

Ausfälle gut verkraftet

28. Juli 2019, 21:26 Uhr
Torschütze Robin Fürbeth (20) und Dante de Bona (21) drehen nach dem Waldgirmeser Ausgleich jubelnd ab. (Foto: fro)

Bei den Verantwortlichen des SC Waldgirmes gab es am Samstag nach dem 1:1 (0:0) gegen den Aufsteiger 1. Hanauer FC 93 zum Saisonstart der Fußball-Hessenliga strahlende Gesichter. »Das war die jüngste Hessenliga-Elf, die wir in Waldgirmes je auf das Feld geschickt haben. Die Jungs haben gezeigt, dass sie im Ernstfall parat stehen«, lobte der Sportliche Leiter des SC, Manfred Klas. Trainer Otmar Velte blies ins gleiche Horn: »Kompliment an die Truppe, die auf dem Platz gestanden hat. Die Situation war nicht einfach. Dennoch sind wir nach dem 0:1 gut zurückgekommen und haben tolle Aktionen nach vorne gezeigt«.

Dabei stand dem neuen SCW-Trainer beim Start in die neue Saison mit Barbaros Koyuncu, Lucas Hartmann, Robin Dankof, Marcel Siegel, Volkan Öztürk und Felix Hörr eine halbe Mannschaft nicht zur Verfügung. Die ins kalte Wasser geworfenen Youngster machten ihr Sache sehr gut. Die 350 Zuschauer sahen einen nervösen Beginn, bei dem beide Teams sich mit der gleichen Spielidee, das Zentrum stärken zu wollen, neutralisierten. Die Hausherren hatten ein optisches Übergewicht, doch Chancen von Mert Ciraci, der knapp verzog (3.), Karl Cost, der eine scharfe Freistoß-Hereingabe von Louis Stephan verpasste (15.), sowie Oliver Schmidt (23.) und Karl Cost (25.), die das Ziel nach Eckstößen von Robin Fürbeth knapp verfehlten, brachten nichts Zählbares ein. Auf der Gegenseite musste SC-Keeper Fabian Grutza bei einem Kopfball von Ljubisa Gavric sein ganzes Können präsentieren, um das Leder um den Pfosten zu lenken (29.). So ging man mit einem torlosen Unentschieden in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel hatten die Gäste den besseren Start, als FC-Torjäger Salvatore Bari im Anschluss an einen Eckstoß schnell zum 1:0 für den FC abstaubte (50.). »Das war ein dummes Tor, bei dem wir den Ball zunächst nicht aus der Gefahrenzone bekommen und beim folgenden Eckstoß die Kopfballverlängerung am kurzen Pfosten nicht verhindert haben«, ärgerte sich Velte. Seine Mannschaft steckte den Kopf aber nicht in den Sand, sondern zeigte umgehend eine positive Reaktion. Nach einem bereits abgefangen Rückpass von Max Schneider leistete sich Michael Fink einen Fehlpass im eigenen Strafraum, sodass Robin Fürbeth das Geschenk des Ex-Profis dankend annahm (57.). »Das 1:1 geht ganz klar auf meine Kappe. Es tut mir leid für meine Jungs, denn der schnelle Ausgleich hat uns wehgetan«, sagte der Gästetrainer, der in der vergangenen Saison noch das Trikot des FC Gießen getragen hatte.

Der Ausgleichstreffer stärkte tatsächlich das Selbstvertrauen der jungen SC-Elf, die nun weiter mutig nach vorne spielte. Trainer Velte hatte das entsprechende Signal von außen gegeben, indem er mit Dennis Hinz und Dennis Ahlberg mutig wechselte. »Diese Entscheidung hat mir gefallen, denn dadurch haben wir nochmals Geschwindigkeit auf den Platz bekommen«, lobte Klas die Trainerentscheidung. »Ich wollte das Spiel gewinnen und wir hatten ja hierzu durchaus die Gelegenheit«, sah sich Velte mit der taktischen Maßnahme bestätigt. So lag das 2:1 zum Beispiel in der Luft, als Julian Purcell den durchgebrochenen Dennis Ahlberg regelwidrig stoppte (Klas: »Das war ein klarer Elfer.«), die Pfeife von Schiedsrichter Joshua Herbert aber stumm blieb.

Tief durchatmen musste der SC-Anhang dagegen, als Kahraman Damar nach einem Doppelpass frei vor Grutza auftauchte, das Leder aber am Tor vorbeischob (75.). Auf der Gegenseite scheiterte Neuzugang Luis Stephan (Klas: »Er hat das Zeug dazu, Tolga Duran zu ersetzen.«) mit einem in den Torwinkel gezielten Freistoß an Armend Brao (81.). Dennis Hinz fand bei einem Schuss aufs kurze Eck ebenfalls im Gästekeeper seinen Meister (82.). In der Schlussphase zog sich Schiedsrichter Joshua Herbert, der auch bei einer harten Attacke gegen Torjäger Salvatore Bari nicht auf den Kreidepunkt gezeigt hatte, den Unmut der Hausherren zu. Die wollten bei einem Foul von Michael Fink an Max Schneider, in Folge dessen der SC-Mittelfeldakteur verletzt vom Platz musste, erneut ein strafwürdiges Foul im Strafraum gesehen haben (87.). »Der Schiedsrichter ist seiner Linie treu geblieben. Auch wir hatten dabei Glück. Daher bin ich mit dem Punkt zufrieden, denn nun haben wir in Baunatal und gegen Kassel zwei ganz schwere Spiele vor der Brust«, wollte Velte nicht nachkarten, sondern blickte bereits voraus.

Waldgirmes: Grutza; ter Jung (ab 59. Ahlberg), Schmidt, Cost, Cinemre, Golafra, Schneider (ab 87. Geller), Stephan, Ciraci, Fürbeth, Dante de Bona (ab 59. Hinz).

Hanau: Brao; Ries, Bulut, Gavric, Purcell, Fink, Ünal (ab 70. Gischewski), Muratoglu, Beljic, Damar (ab 85. Franz), Bari (ab 79. Arslan).

Stenogramm / Schiedsrichter: Herbert (Nüsttal) - Zuschauer: 350. - Tore: 0:1 (50.) Bari, 1:1 (57.) Fürbeth. - Gelbe Karten: Schmidt, Ciraci - Ünal.

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