Lokalsport

Auch in Linden nicht zu stoppen

Es war am Ende der erwartet klare Erfolg für den NSC Watzenborn-Steinberg in der Tischtennis-Hessenliga beim TV Großen-Linden. 9:2 setzten sich die Pohlheimer im Derby durch. Auch im Topspiel in Besse behielten die Mannen um Jan Hartmann die Oberhand. Die Lindener punkteten ihrerseits beim 9:6 gegen Lieblos doppelt.
25. November 2019, 21:28 Uhr
Richard Albrecht
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Florian Müller (NSC Watzenborn-Steinberg) wehrt im Spiel gegen den TV Großen-Linden vier Satzbälle ab, ehe er den neunten Punkt für die Pohlheimer einfährt. Foto: ras

Es war am Ende der erwartet klare Erfolg für den NSC Watzenborn-Steinberg in der Tischtennis-Hessenliga beim TV Großen-Linden. 9:2 setzten sich die Pohlheimer im Derby durch. Auch im Topspiel in Besse behielten die Mannen um Jan Hartmann die Oberhand. Die Lindener punkteten ihrerseits beim 9:6 gegen Lieblos doppelt.

TV Großen-Linden - NSC Watzenborn-Steinberg 2:9: Die Rollen waren beim Duell des Aufsteigers gegen den Absteiger klar verteilt. Für beide Teams stand das entscheidende Match des Wochenendes erst am Folgetag an, doch kein Akteur nahm das Spiel auf die leichte Schulter. Zunächst baute der NSC seine Doppelbilanz aus auf 20:1-Siege, Fabian Moritz/Dennis Grötzsch und Florian Müller/Stefan Harnisch setzten sich gegen Andrius Preidzius/Philipp Horvath bzw. Roland Fritsch/Dirk Schneider jeweils in drei Sätzen durch. Dann wurde es für Jan Hartmann/Jakob Armbrüster eng, doch nach 0:2-Satzrückstand drehten sie noch ihre Partie gegen Carsten Jung/Uwe Schreiber. Im ersten Paarkreuz machten Preidzius und Fritsch den Gästen das Leben schwer, mussten sich aber nach jeweils vier Sätzen gegen Müller und Moritz geschlagen geben, ehe etwas überraschend Jung gegen Hartmann für den ersten Punktgewinn der Gastgeber sorgte. Nach Schneiders 0:3 gegen Harnisch behauptete sich TV-Akteur Schreiber in fünf Sätzen gegen Grötzsch. Armbrüster rang Horvath in vier Sätzen nieder, Moritz ließ im Spitzeneinzel Preidzius keine Chance, und Müller musste gegen Fritsch in Durchgang eins vier Satzbälle abwehren, ehe er in drei Sätzen den Schlusspunkt setzte.

»Einige von uns sind angeschlagen an die Platte gegangen, doch wir wollten uns wehren und haben uns gut verkauft und mehr Gegenwehr geboten als manch andere Teams«, war Lindens Kapitän Schreiber mit dem Auftritt seines Teams zufrieden. »Dieses Derby hatte eine besondere Atmosphäre, zuletzt hatten wir gegen Linden immer mit der ›Zweiten‹ gespielt. Aber sie können alle gut und ›dreckig‹ spielen«, zollte NSC-Sprecher Hartmann dem Gegner Respekt.

TSV Besse - NSC Watzenborn-Steinberg 5:9: Ins Topspiel ging der NSC erstmals in Bestbesetzung mit Florian Müller und Torsten Kirchherr an die Platte. Da auch Besse seine beste Sechs aufbot, entwickelte sich vor rund 50 Zuschauern ein spannender Kampf um die Tabellenspitze. Kichherr mit Fabian Moritz sowie Müller mit Stefan Harnisch (beide 3:1) legten vor, Jan Hartmann/Jakob Armbrüster mussten sich erstmals geschlagen geben. Müller bezwang Besses Nummer eins nach Abwehr von fünf Matchbällen mit 14:12 im fünften Satz, Moritz setzte sich in drei Sätzen durch, doch zwei Niederlagen im mittleren Paarkreuz sowie das 1:3 von Armbrüster sorgten für den 4:4-Zwischenstand. Kirchherr sorgte mit seinem 3:0 dafür, dass die Gäste mit einer knappen Führung in den zweiten Einzeldurchgang gingen. Moritz und Müller holten mit Dreisatzsiegen ihre Punkte sieben und acht an diesem Wochenende, und nach dem 3:1 von Harnisch war die Vorentscheidung gefallen. Den Schlusspunkt setzte Kirchherr, der ebenso wie Moritz und Müller seine weiße Weste wahrte. »Die ›Alten‹ haben uns gerettet. Florian Müllers Sieg war extrem wichtig, und Torsten mit zwei Siegen, sonst hätte es leicht zum Entscheidungsdoppel kommen können«, freute sich Hartmann über den Erfolg, durch den der NSC nun alleine ungeschlagen in der Liga ist. Am Samstag folgt das nächste Topspiel in Watzenborn gegen den Tabellendritten aus Kassel.

TV Großen-Linden - TTC Lieblos 9:6: »Das war nervenaufreibend«, urteilte Uwe Schreiber über das zweite Heimspiel an diesem Wochenende, »ein paar Bälle anders, und es wäre leicht ein 8:8 geworden«. Für den gehandicapten Dirk Schneider stand diesmal Simon Frodl-Dietschmann im Aufgebot. Mit veränderter Doppelaufstellung sollte auch Doppel drei punkten, aber lediglich Andrius Preidzius/Uwe Schreiber gingen aus ihrem Match siegreich hervor. Spannend ging es in den Einzeln weiter. Preidzius sorgte nach 1:2-Satzrückstand noch für die Wende, und Roland Fritsch setzte sich im Entscheidungssatz nach 8:10 noch mit 15:13 durch. Schreiber und Horvath sorgten mit Dreisatzerfolgen für den 5:4-Zwischenstand. Im Spitzeneinzel brillierte Preidzius in drei Sätzen. Fritsch musste sich trotz Matchbällen in fünf Sätzen geschlagen geben. Jung und Horvath sorgten mit ihren Viersatzsiegen für das 8:6 und einen sicheren Punkt. Frodl-Dietschmann ging durch ein Wechselbad der Gefühle, blieb aber trotz 1:2-Satzrückstand sowie dem 4:9 im Entscheidungssatz nervenstark und machte den vierten Saisonsieg perfekt. »Das war eine enge Kiste mit heißen Matches«, war Schreiber erleichtert. »Jetzt haben wir eine ausgeglichene Bilanz, das tut gut.«

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