19. Oktober 2018, 12:00 Uhr

Handball

Arno Jung sitzt in Wettenberg auf Hüttenberger Bank

Am Freitag ist in der Handball-Oberliga der TV Hüttenberg II zum Derby bei der HSG Wettenberg zu Gast – mit Interimstrainer Arno Jung auf der Bank, der auf einen Schub bei seinem Team hofft.
19. Oktober 2018, 12:00 Uhr
Interimstrainer Arno Jung gastiert mit seinem TV Hüttenberg II heute Abend zum Derby bei der HSG Wettenberg. (Archivfoto: ras)

Nach dem fünften Spieltag in der Handball-Oberliga hat es bereits den ersten Trainerwechsel gegeben: Johannes Wohlrab hat seinen Rücktritt als Trainer der U23-Mannschaft des TV Hüttenberg erklärt (die AZ berichtete). »Ich habe keine Möglichkeit mehr gesehen, dem Team noch neue Impulse zu liefern«, stellte er fest und hofft nun, dass dies seinem Nachfolger gelingen wird. Im Spiel am Freitagabend bei der HSG Wettenberg wird zunächst einmal Arno Jung auf der Trainerbank Platz nehmen. »Mittel- und langfristig ist das keine Lösung«, stellte der Sportliche Leiter des Zweitbundesligisten fest. Nun werde man fieberhaft nach einem Nachfolger für Wohlrab suchen. Während der Hüttenberger Zweitliga-Nachwuchs endlich etwas Zählbares einfahren möchte, haben die Wettenberger die Chance, in die Spitzengruppe vorzurücken. Gleiches gilt für die HSG Pohlheim, die wie Wettenberg 6:4 Punkte auf dem Konto hat und nun die TSG Münster erwartet. Die Handballer aus dem Kelkheimer Stadtteil, Fastabsteiger der vergangenen Saison, liegen bei 8:2 Zählern auf Platz drei. Eine schwere Aufgabe für die Pohlheimer. Auch die HSG Kleenheim-Langgöns, die einzig ungeschlagene Mannschaft der Oberliga, genießt Heimrecht und kann am Sonntag die bisher gute Bilanz agegen die TSG Offenbach-Bürgel ausbauen.

HSG Wettenberg – TV Hüttenberg U23 (Freitag, 20 Uhr, Großsporthalle Launsbach): »Ein Derby mit besonderen Vorzeichen«, stellt Wettenbergs Trainer Axel Spandau fest. »Der Rücktritt des Hüttenberger Trainers Johannes Wohlrab kann zu unterschiedlichen Reaktionen führen, von Frustration bis Motivation.« Spandau kennt natürlich den Gegner und kündigt an: »Wir werden unsere Augen auf Torben Werner und Tim Lauer sowie Merlin Fuß im Rückraum richten.« Damit hat er die Spieler der Hüttenberger genannt, von denen seiner Meinung nach die meiste Gefahr ausgeht. Außerdem stellt er fest: »Die 3:2:1-Abwehr des TV Hüttenberg stellt wie immer eine kleine Besonderheit dar.« Sicherlich hat er mit seinem Team Lösungen erarbeitet, wie dieser Deckung beizukommen ist. Eines ist aber klar: »Wir wollen zu Hause unsere starken Leistungen fortsetzen«, sagt Spandau, der alle Spieler an Bord hat.

TVH-Interimstrainer Arno Jung möchte in erster Linie, dass sich die Mannschaft besser präsentiert als bisher. »Wir müssen die Hüttenberger Tugenden wieder abrufen«, fordert er von seinen Spielern, »und die sind Leidenschaft, Aggressivität in der Abwehr und Ähnliches.« Dies habe zuletzt nicht existiert, befand der Sportliche Leiter des TVH. Allerdings muss Jung auch feststellen, dass die Mannschaft durch die Abgänge von Johannes Klein, Jonas Cremers und Max Panther zu Saisonbeginn wichtige Spieler verloren habe. Außerdem stehen in dieser Spielzeit mit Leon Friedl (Daumenverletzung), Malvin Werth (Kreuzbandriss) und zu allem Überfluss auch noch Sasa Cosic, der nach einem Leistenbruch in dieser Woche operiert wurde, weitere Akteure nicht zur Verfügung, mit Werth und Cosic fehlen gleich zwei Kreisläufer. Die Aufgabe in Wettenberg bezeichnet Jung als »leicht und schwer zugleich«. Leicht, weil der Druck auf den favorisierten Gastgebern laste; schwer, weil die Wettenberger über eine entsprechende Qualität verfügen. Jetzt verlangt Jung von seiner Mannschaft, dass sie die geforderten Emotionen freisetzt, um »das Signal wieder auf ›Go‹ und nicht auf ›Stopp‹ zu stellen«. Man darf also eine leidenschaftlich kämpfende Hüttenberger Mannschaft erwarten.

 

 

HSG Pohlheim – TSG Münster (Samstag, 20 Uhr, Sporthalle Holzheim): »Dass Münster mit 8:2 Punkten in die Saison startet, hatte niemand zuvor erwartet«, stellt Pohlheims Trainer Jans Dapper fest, will aber auch nicht ausschließen, dass die TSG in dem einem oder anderen Spiel einfach unterschätzt wurde. Das soll den Pohlheimern nicht passieren. »Die Stärke der TSG-Mannschaft ist ihre Ausgeglichenheit. Es hilft nicht, sich auf den einen oder anderen Spieler zu konzentrieren. Dann sind eben andere da«, weiß der HSG-Coach. »Münster hat mehrere Spieler aus der zweiten Mannschaft geholt, und die haben sich als Glücksgriff erwiesen.« Allerdings haben auch die Pohlheimer zuletzt überzeugt. So zum Beispiel am Sonntag in Melsungen, als die HSG die Gastgeber über weite Strecken dominiert hat und nach der herausgeworfenen Führung nie in Gefahr geraten ist, diese einzubüßen. In den Augen des Trainers hat Torhüter Jan Wüst eine überragende Partie gespielt. Gelingt dem Keeper das auch morgen Abend, dann kann das ein Schlüssel zum Erfolg sein. Mit einem Sieg würde die HSG Pohlheim zum Kontrahenten aufschließen und in die Spitzengruppe vorrücken. Bei diesem Ziel vor Augen dürfte die Mannschaft alles geben. Allerdings wird Lukas Happel nicht dabei sein können.

 

HSG Kleenheim-Langgöns – TSG Offenbach-Bürgel (Sonntag, 17 Uhr, Weidigsporthalle Oberkleen): Kleenheims Trainer Matthias Wendlandt weiß um die Schwere der Aufgabe am Sonntag: »Die TSG Offenbach-Bürgel spielt bisher eine super Saison. Der deutliche Sieg gegen Kirchzell zeigt das eindrucksvoll.« Der HSG-Coach weiß, dass die TSG »sehr schnell ist in der ersten und zweiten Welle«. Außerdem haben die Offenbacher in einigen Spielen eine ausgesprochen starke Deckung präsentiert. »Die Mannschaft ist körperlich stark«, berichtet Wendlandt und sieht in Rückraumspieler Nils Lenort und Lars Kretschmann, der unglaublich schnell im Gegenstoß ist und auch von der Außenposition immer wieder durch Einzelaktionen Tore macht, zwei Aktivposten. In personeller Hinsicht ist es bei der HSG Kleenheim-Langgöns derzeit nicht zum Besten bestellt. So sind Dennis Köhler und Björn Spieß erkrankt und bei David Straßheim wieder Knieprobleme aufgetreten. Bei allen drei ist der Einsatz fraglich. Nicht nur aus diesem Grund prophezeit Wendlandt: »Es wird ein sehr schweres Spiel.«

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