01. Dezember 2019, 21:48 Uhr

An Überraschung geschnuppert

01. Dezember 2019, 21:48 Uhr
Svenja Lüling (Dutenhofen/Münchholzh.) versucht, die Hüttenbergerin Hannah Schmidt (l.) am Wurf zu hindern. Die HSG gewinnt mit nur einem Tor Vorsprung beim Schlusslicht. Foto: Vogler

Landesliga-Schlusslicht TV Hüttenberg II verlor am Wochenende gegen Spitzenreiter HSG Dutenhofen/Münchholzhausen unglücklich mit einem Tor Differenz. Mit 23:22 hatten die Handballerinnen aus den Wetzlarer Stadtteilen die Nase vorn. Die TSG Leihgestern konnte gegen den TSV Griedel deutlich mit 41:23 gewinnen. Dank einer Leistungssteigerung im zweiten Abschnitt behielt die HSG Wettenberg II mit 39:23 die Oberhand über die HSG Sindlingen/Zeilsheim.

TV Hüttenberg II - HSG Dutenhofen/Münchholzhausen 22:23 (11:12): Am Ende war es nur ein Tor mehr für die Gäste, zur Halbzeit lag der TVH ebenfalls mit einem Treffer im Rückstand. Diese beiden Spielstände spiegeln nicht den Verlauf der Partie wider. Die Hüttenbergerinnen führten fast das gesamte Spiel über und hätten sicherlich einen Punkt verdient gehabt, wenn nicht sogar beide Zähler. In der zehnten Minute lagen die Gastgeberinnen mit 7:4 in Führung. Nach 20 Minuten war der Abstand beim 10:7 immer noch unverändert. Durch eine kleine Schwächephase des TVH konnten die Gäste bis zur Halbzeit ihrerseits den 12:11-Vorsprung herstellen.

Hüttenberg zeigte sich nach der Pause gut erholt und ging wieder in Führung. In der 40. Minute lag die Heimmannschaft erneut mit 17:15 vorne. Karina Schmidt hatte in der 44. Minute die Möglichkeit, vom Sieben-Meter-Punkt eine Vier-Tore-Führung für den TVH zu erzielen, konnte diese Chance aber nicht nutzen. Im Anschluss stellten die Gäste die Abwehr auf einen 5:1-Deckung um, und das erwies sich als cleverer Schachzug. Hüttenberg verlor im Angriff den Faden, und Dutenhofen/Münchholzhausen konnte in der 52. Minute zum 21:21 ausgleichen. Die Gäste erzielten dann zwei Tore am Stück und lagen drei Minuten vor Schluss mit 23:21 in Führung. Hüttenberg spielte die Rechtsaußen-Position geschickt frei, der Ball landetet aber am Pfosten. Das letzte Tor des Tages erzielte Lisa Klaus zum 22:23-Endstand.

Hüttenberg II: Schaffer; Walter (2), Klaus (2), Stroh (1), Couper, Wallenfels (2), Herzberger (1), Schepp (2), Hannah Schmidt, Rüpprich (5), Martin, Müller, Michel, Karina Schmidt (7).

Dutenhofen/Münchholzhausen: Pafla, Naß; Klein (3), Miriam Schmidt (8/1), Okpara, Bender (1), Sina Schmidt (1), Neul, Neumann (1), Kreiling (1), Lüling, Schäfer (3), Hels (2), Müller (3).

Im Stenogramm: Schiedsrichter: Pickhardt/Schäfer. - Zeitstrafen: 6:6 Minuten. - Siebenmeter: 2/4:1/2.

HSG Wettenberg II - HSG Sindlingen/Zeilsheim 39:23 (17:15): Nach zuvor vier Spielen mit nur einem Punkt hatte Wettenberg gegen den Mitaufsteiger in der ersten Hälfte noch so seine Probleme, das Trainerduo Schmitz/Schneider war nach dem Spiel aber stolz auf die starke Teamleistung im zweiten Durchgang. Vor der Partie sprachen die Trainer von einem Pflichtsieg, nach dem Spiel sagte Ralf Schmitz: »Wir haben in der ersten Halbzeit viel zu viele Tore kassiert und zu wenig Zugriff gehabt. Die zweite Hälfte spricht für sich, da haben wir aus einer stabilen Deckung leichte Tore in Form von Gegenstößen geworfen, so wie wir uns das vorgenommen hatten. Ein besonderes Lob gilt Luisa Rückel, die eine unfassbare Energieleistung aufs Spielfeld gebracht hat.«

Denkbar schlecht startete die Oberliga-Reserve und musste nach vier Minuten bereits einen 2:5-Rückstand hinnehmen. Es blieb weiter torreich, nach gut zehn Minuten hatten beide Teams bereits jeweils zehn Tore erzielt. Die Gastgeberinnen hatten in der Deckung keinen guten Abstand zu den Gegenspielerinnen, die dadurch immer wieder freie Wurfchancen herausspielen konnten. Mit einem 17:15 wechselten die beiden Mannschaften die Seiten.

Die Wettenbergerinnen kamen deutlich verbessert aus der Kabine. Lediglich bis zum 19:17 konnten die Gäste Schritt halten, ehe die Heim-Sieben aufdrehte und den Vorsprung Tor um Tor erweiterte. Eine gute Abwehr und ein gelungenes Tempospiel sorgten beim 27:17 (45.) für die erste Zehn-Tore-Führung, am Ende sprang ein Sieg mit einer Differenz von 16 Treffern heraus.

Wettenberg II: Stöhr, Reuschling; Jansche (1), Risse (7), Kati Fischermanns, Rückel (7), Lisa Fischermanns, Drommershausen (2), Till (7), Herbert (3), Simon (1), Rolshausen (1), Schneider (5), Weise (5/3).

Steno / SR: Caliskan/Rauch. - Zu.: 80. - Zeitstrafen: 2:8 Minuten. - Siebenmeter: 3/3:5/5.

TSG Leihgestern - TSV Griedel 41:23 (19:13): In der ersten Halbzeit hatte Leihgestern deutlich mehr Mühe als in der zweiten Hälfte, was klar am Zwischenstand von 19:13 zu erkennen war. »Wir haben ganz gut losgelegt, aber es jedoch verpasst, uns einen deutlicheren Vorsprung zu erspielen. Als wir dann die Abwehr auf eine 3:2:1-Deckung umgestellt haben, konnten wir immer wieder Bälle in der Abwehr erkämpfen und diese direkt in Tore aus der ersten und zweiten Welle umsetzen«, bilanzierte TSG-Trainerin Jonna Jensen.

In der ersten Hälfte hatte die 6:0-Abwehr nicht die nötige Aggressivität, um Griedel vor große Probleme zu stellen. So war der Zwischenstand von 11:11 nach 18 Minuten gar nicht nach dem Geschmack des Topteams. Die TSG stellte auf eine offensivere Variante um und gab damit dem Spiel die entscheidende Wende. In den verbleibenden zwölf Minuten im ersten Abschnitt konnte Leihgestern bereits vorentscheidend auf 19:13 davonziehen.

Die Geschichte der zweiten Halbzeit spiegelte die zweite Phase der ersten Halbzeit wider. Leihgestern verteidigte stark und nutzte die Ballgewinne immer wieder mit starkem Tempospiel zu Toren. Bereits in der 39. Minute war die Zehn-Tore-Führung erspielt, und die TSG drückte weiter aufs Tempo. Griedel wurde nahezu überrannt und konnte keine Gegenwehr mehr leisten.

Leihgestern: Stövesand, Krämer; Zieger (1), Steinhaus (8), Penning (6), Walter (4/1), Viebahn (5/3), Appel (3), Reeh (4), Schulz (2), Kunzig (5/1), Faber (3).

Griedel: Fröhlich, Scheffer; Wawrzinek, Wagner (6), Krombach (2), Dietz, Schmitt, Brück (2), Fina (3), Lobgesang, Heisiph, Frank (6/5), Dietz (1), Hickel (3).

Steno / SR: Bechthold/Lambmann. - Strafzeiten: 10:8 Minuten. - Siebenmeter: 5/6:5/6.

HSG Kleenheim-Langgöns II - HSG Eibelshausen/Ewersbach 21:21 (7:12): Nicht ganz klar war, ob die Gastgeberinnen aufgrund der Außenseiterrolle mit der Punkteteilung gegen ihren Gast zufrieden sein sollten oder ob man angesichts des Spielverlaufs eher von einem verlorenen Punkt sprechen müsse. »Für mich war es wegen dem sehr schwachen Start, bei dem wir die Dominanz des HSG-Rückraumes zu spüren bekamen, absolut ein gewonnener Punkt gegen einen der Liga-Favoriten«, freute sich Trainer Christian Manderla. Dabei zeigten die Gäste aus dem Lahn-Dill-Kreis zu Beginn ihre individuelle Qualität und gingen durch drei Treffer in Folge von Neira Midzic mit 4:0 in Führung (8.). Dabei hatten sie die Kleebachtalerinnen komplett auf dem falschen Fuß erwischt, wobei sich dieser anfängliche Fehltritt zu einem Disaster auszudehnen drohte. Bis zur 15. Minute hatten die Gäste folglich bis auf 8:1 erhöht und zeigten bis dahin eine Demonstration der Stärke. Anschließend zeigte Kleenheim-Langgöns aber seine Comeback-Qualität und lag in der 49. Minute durch einen Treffer von Franziska Dietz mit 17:16 in Führung. »Basis dafür war natürlich einerseits unsere tolle Leidenschaft, aber auch die hervorragende Defensivleistung von Celina Rüspeler und Su Kleinpell«, lobte Manderla. Nur 70 Sekunden vor dem Schlusspfiff waren die Gastgeberinnen noch immer mit zwei Treffern in Front, mussten danach aber unter anderem noch einen strittigen Pfiff sowie zwei Gegentore der Eibelshäuserinnen einstecken. Unterm Strich bleibt aber eine respektable Leistung der Drittligareserve.

Kleenheim-Langgöns II: Altenheimer, Dickhaut; Heidt, Barnusch (6), Dietz (3), Bretz (2), Schuch (2), Klug (3), Rüspeler (2), Kuschel (1), Marwald, vom Hagen (1), Kleinpell (1), Pietzner

Eibelshausen/E.: Pohlner, Jurcevic; Manderbach (3), Grau (1), Tirjan, Müller, Midzic (6), Ivetic (4), Müller (2), Schmidt, Eckhardt, Azinovic (1), Nikolovska (4/3)

Steno / SR: Niemann/Schetzkens (Wetzlar). - Z.: 36. - Zeitstrafen: 2:4. - Siebenmeter: 0/1:3/3.

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