07. Februar 2020, 17:33 Uhr

»Akademie auf breitere Beine stellen«

07. Februar 2020, 17:33 Uhr
Patrick Unger (l.) und Sherman Lockhart lenken die Geschicke der Basketball-Akademie Gießen 46ers. FOTO: DRO

Die Basketball-Akademie (BBA) Gießen 46ers hat in dieser Woche zwei neue Nachwuchskoordinatoren vorgestellt: Sherman Lockhart (36), aktuell noch Trainer des Oberligisten Gießen Pointers II, und Patrick Unger (37), bis Saisonende Coach des Frauen-Bundesligisten BC Marburg, sind künftig für den 46ers-Nachwuchs verantwortlich (wir berichteten). Im Interview sprechen sie über ihre neue Aufgaben und ihre Pläne.

Sie sind bzw. waren beide zuletzt im Erwachsenen-Basketball tätig. Warum haben Sie sich für den Schritt in den Nachwuchsbereich entschieden?

LOCKHART: Zum einen ist es uns wichtig, hier in Mittelhessen den Nachwuchs durch die Erkenntnisse, die wir in den letzten Jahren gewonnen haben, zu fördern. Vor meiner Zeit bei den Pointers habe ich beim MTV Jugendarbeit geleistet und jetzt fällt es mir schwer, zu akzeptieren, dass wir in jeder Altersklasse nur eine Oberliga-Mannschaft haben. Ich möchte versuchen, die Akademie auf breitere Beine zu stellen.

UNGER: Bei mir sind die Beweggründe ähnlich. Ich habe trotz meiner Tätigkeit im Seniorenbereich mit den Jugendnationalmannschaften im weiblichen Bereich zusammengearbeitet. Zudem habe ich lange Zeit selbst hier in der Region aktiv Basketball gespielt. Meiner Meinung nach birgt die Region ein großes Potenzial. Da ich mich immer mehr auf Jugendliche und jüngere Spielerinnen und Spieler konzentriert habe, war dies nach Auslaufen des Vertrages in Marburg der logische Schritt für mich - nicht zuletzt, um noch einmal etwas Neues auszuprobieren.

Herr Lockhart, Sie haben bereits die Arbeit aufgenommen und im Sommer kommt Herr Unger hinzu. Wurde schon über die Rollenverteilung gesprochen?

LOCKHART: Vorerst muss ich mir erst mal einen Überblick verschaffen. Dazu müssen weitere Gespräche mit den Trainern geführt werden, um beidseitige Ansätze und Vorstellungen aufeinander abzustimmen. Im Anschluss können Fragestellungen wie ›Welche Mannschaften stellen wir?‹ angegangen werden.

Haben Sie sich schon untereinander abgestimmt und eine Rollenverteilung definiert?

UNGER: Nein, bisher noch nicht. Wir haben uns vorgenommen, zunächst die ersten Gespräche mit den Trainern abzuwarten, damit wir die wichtigsten Herausforderungen herausarbeiten können. Im Anschluss gliedern wir die Aufgaben in die verschiedenen Kompetenzbereiche und verteilen die Projekte gemäß den persönlichen Stärken. Es ist wichtig, zu betonen, dass wir den Ansatz als einen dynamischen Prozess verstehen. Es ist für uns nicht festgelegt, dass die Rollenverteilung für die nächsten Jahre fix ist - wir werden uns weiter intensiv austauschen, gegenseitig unterstützen und gegebenenfalls Anpassungen vornehmen.

Für was soll die BBA in Zukunft stehen - und wie drückt sich die Zusammenarbeit mit den 46ers aus?

UNGER: Die Gießen 46ers sind natürlich das ultimative Aushängeschild für das Projekt. Es sollte immer das Bestreben des Klubs, aber auch der Athleten der BBA sein, den Weg bis zur Erstliga-Mannschaft als Ziel zu haben. Wir möchten, dass sich die Jugendspieler an der leidenschaftlich-intensiven Spielweise der 46ers orientieren. Die BBA soll in erster Linie für eine gute Jugendausbildung stehen. Dafür brauchen wir eine eigene Identität - genau das ist es, was wir als Erstes mit den Trainern und Jugendlichen angehen werden.

Das Programm der BBA umfasst aktuell fünf Teams plus diverse Angebote wie Schulliga oder Camps. Welche Ziele haben Sie in näherer Zukunft?

LOCKHART: Wir wollen uns im unteren Bereich breiter aufstellen. Hier blicke ich u. a. in die Altersklasse der U10 und weitere Klassen - auch was die Suche nach Kooperationspartnern angeht. Hier müssen wir uns noch tiefere Gedanken um die weitere Ausarbeitung machen. Wir wollen in der Zukunft mehr Jugendliche haben, die wir an den Profibereich heranführen können.

UNGER: Genau - wir möchten die Breite fördern. Dies ist nicht nur für die BBA 46ers, sondern auch die Kooperationsvereine interessant. Gemäß dem Sprichwort möchten wir ›durch die Masse eine Spitze formen‹.

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