Lokalsport

Affenlaute in Bundesliga: Solidarität mit Konga

Konstantin Konga erreichte eine Welle der Solidarität. Die Ligaspitze, mehrere Klubs und eine Reihe von Profis aus der Basketball-Bundesliga stellten sich nach dem Rassismus-Vorfall entschlossen und einmütig hinter den Kapitän der Riesen Ludwigsburg. »Es gibt dafür keinen Platz. Es passt überhaupt nicht zu uns«, sagte BBL-Chef Stefan Holz dem SID und betonte noch einmal die Weltoffenheit der gesamten Szene.
27. September 2019, 20:17 Uhr
SID

Konstantin Konga erreichte eine Welle der Solidarität. Die Ligaspitze, mehrere Klubs und eine Reihe von Profis aus der Basketball-Bundesliga stellten sich nach dem Rassismus-Vorfall entschlossen und einmütig hinter den Kapitän der Riesen Ludwigsburg. »Es gibt dafür keinen Platz. Es passt überhaupt nicht zu uns«, sagte BBL-Chef Stefan Holz dem SID und betonte noch einmal die Weltoffenheit der gesamten Szene.

Mit unüberhörbaren Affenlauten war Konga beim 89:87-Sieg seines Klubs am Mittwochabend beim MBC Weißenfels von einem Zuschauer beleidigt worden. Tags darauf setzte er sich in einem ausführlichen Statement bei Instagram zur Wehr. »Ich weiß, dass ich als weiße Person per Definition nicht von Rassismus betroffen sein kann«, schrieb er in dem Sozialen Netzwerk: »Ich möchte aber auf das hier in Deutschland bestehende Rassismus-Problem hinweisen.« Er sehe es als seine Pflicht an, schwarzen Sportlern solidarisch gegenüberzustehen und das Thema an die Öffentlichkeit zu tragen, ergänzte Konga, der früher Klein hieß. Bei seiner Hochzeit hatte er den Namen seiner Frau mit angolanischen Wurzeln angenommen.

Der Vorfall ereignete sich vor einem Einwurf Anfang des vierten Viertels. Der 28 Jahre alte Konga informierte sofort den Schiedsrichter, »da es nicht zu überhören war.« Der Technische Kommissar machte später eine Notiz im Spielberichtsbogen. Die BBL verhängte am Freitag eine »signifikante« Geldstrafe. Wie die Liga weiter mitteilte, habe der Zuschauer sein Fehlverhalten eingeräumt. Er habe darum gebeten, die Strafe selbst zu zahlen, sie kommt einer gemeinnützigen Organisation zugute.

Dabei dürfte berücksichtigt worden sein, dass der Verein prompt reagierte, der Täter wurde mit einem Hausverbot für den Rest des Jahres belegt.

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