24. April 2018, 16:00 Uhr

Fußball

Absteiger gesucht: Die Arithmetik und der Konjunktiv

Noch vier Wochen läuft die Fußball-Saison 2017/2018. Und wie jedes Jahr stellt sich die Frage nach der Zahl der Absteiger. So beginnt die Zeit der Rechenspiele.
24. April 2018, 16:00 Uhr
Einen Abstieg möchte kein Fußballer erleben. Doch auch in dieser Saison wird es bis hinunter zur A-Liga wieder Mannschaften geben, die absteigen. (Archivfoto: Friedrich)

Das Dilemma aus hessischer Sicht beginnt bereits in der dritten Liga. Allerdings ist in dieser Saison kein Verein dabei, der in Richtung Regionalliga Südwest absteigen würde. Das ist schon mal eine gute Nachricht. In der Südwest-Staffel allerdings ist die Zahl der Absteiger noch unklar. Fest steht, die drei Tabellenletzten steigen definitiv ab. Das gleicht sich mit den Meistern der Hessenliga, Oberliga Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz/Saar. Damit wäre man wieder bei 19 Mannschaften. Der vierte Aufsteiger wird in den Aufstiegsspielen mit den jeweiligen Tabellenzweiten der oben genannten Klassen ermittelt. Alles andere ist dann davon abhängig, wie die beiden Erstplatzierten in den Aufstiegsspielen zur 3. Liga abschneiden. Der 1. FC Saarbrücken hat sich dafür bereits qualifiziert, um den zweiten Platz streiten der SV Waldhof Mannheim, der SC Freiburg II und Kickers Offenbach. Steigen beide auf, dann bleibt es bei drei Absteigern, schafft es nur einer, dann erhöht sich die Zahl auf vier. Sollten beide Südwest-Vertreter aber den Kürzeren ziehen, dann trifft es fünf Vereine.

Und hier kommen aus hessischer Sicht der TSV Eintracht Stadtallendorf und der KSV Hessen Kassel ins Spiel, die noch um den Liga-Erhalt bangen, denn diese würden im Falle eines Abstiegs in die Hessenliga kommen. Sollten beide in der Regionalliga Südwest bleiben, dann steigen aus der Hessenliga inklusive des SC Borussia Fulda, der nach dieser Saison mit dem TSV Lehnerz zur SG Barockstadt fusioniert, drei Teams ab. Maßgebend ist hierbei die Richtzahl – und die beläuft sich für die Hessenliga auf 17. Wird diese Zahl überschritten, gibt es einen vermehrten Abstieg, wird sie unterschritten einen verminderten Abstieg. Die gute Nachricht dabei: Es steigt von den betroffenen Klubs (Fulda, SV Steinbach, RW Frankfurt) keiner in die Verbandsliga Mitte ab.

Was wiederum einen verringerten Abstieg aus der Verbandsliga Mitte zur Folge hat. Nach dem Rückzug des 1. FC Viktoria Kelsterbach (Neuanfang in der Kreisoberliga) würden aktuell nur noch der FSV Braunfels und die SG Oberliederbach den Weg in die jeweilige Gruppenliga antreten müssen. Auch hier gilt analog zur Hessenliga – die Richtzahl beläuft sich auf 17.

Auch in der Gruppenliga Gießen/Marburg gilt die Richtzahl 17. Maximal steigen fünf Mannschaften ab. Die beiden Erstplatzierten steigen in die Verbandsliga Mitte auf, das macht 15. Mit dem FSV Braunfels aus der Verbandsliga Mitte wäre man bei 16, mit den drei Aufsteigern aus der Kreisoberliga Süd, West und Nord kommt man auf 19, plus dem Aufsteiger aus der Relegationsrunde zur Gruppenliga mit den Tabellenzweiten der Kreisoberligen Süd, Nord und West – macht 20. Was bedeuten würde, das aktuell drei Mannschaften in den sauren Apfel des Abstiegs beißen müssten. Die Liga verlassen wird definitiv Eintracht Wetzlar. Vorletzter ist der TSV Röddenau, Drittletzter die Spvgg. Leusel.

Was passiert in Gießen?

Nun aber kommt der VfB 1900 Gießen ins Spiel. Nach dem Aus der Fußballabteilung im VfB 1900 Gießen wechseln die Kicker nach dieser Saison zum FC Gießen – der neue Verein des SC Teutonia Watzenborn-Steinberg und der Fußballer des VfB 1900. Für Gießens Kreisfußballwart Henry Mohr ist die Sachlage klar. Es handelt sich in der Causa VfB 1900 um einen freiwilligen Abstieg. Mohr bezieht sich dabei auf Paragraf 44, Absatz 4 der Spielordnung der Hessischen Fußball-Verbandes.

Unter der Voraussetzung, der FC Gießen würde mit einer dritten Mannschaft in der Kreisoberliga spielen, hätte dies auch Auswirkungen auf die Kreisoberliga Süd, deren Richtzahl sich ebenfalls auf 17 beläuft. Da möglicherweise kein Gruppenligist in die Süd-Staffel kommt, verringert sich auch hier die Zahl der Absteiger. Der Meister geht in die Gruppenliga, aus der Kreisliga A Gießen bzw. A Alsfeld/Gießen steigt der Meister auf. Macht zusammen 19. Damit würden die beiden Tabellenletzten absteigen, da der letzte freie Platz in der Relegationsrunde unter Beteiligung eines Kreisoberligisten ausgespielt wird. Absteiger wären aktuell der TSV Burg-Nieder-Gemünden und die SG Birklar. Und damit wären wir in den A-Ligen (Richtzahl 17). In der Staffel Gießen steigt der Meister auf, macht 17, aus der Kreisoberliga Süd kommt eine Mannschaft. Die zwei Meister aus den Gießener B-Ligen steigen auf, macht 20. Was zur Folge hat, dass hier drei Klubs nach unten müssten. Ebenso in der Kreisliga A Alsfeld/Gießen. Stand heute...

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