28. Oktober 2018, 21:55 Uhr

5,25 Treffer pro Spiel

28. Oktober 2018, 21:55 Uhr
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Von Roland Stamm
Sebastian Döring und seine SpVgg. Muecke sind Sebastian Kehl und dem TSV Burg/Nieder-Gemünden am Sonntag deutlich unterlegen. (Foto: Vogler)

In der Fußball-Kreisliga A Alsfeld war am 14. Spieltag Offensive angesagt. Nicht weniger als 42 Treffer erzielten die torhungrigen A-Liga-Kicker, wobei es in der Partie zwischen der SG Groß-Eichen/Atzenhain und dem SV Harbach beim 4:7 gleich elf Treffer zu bejubeln gab. Das Spitzenspiel zwischen der SG Schwalmtal und der FSG Ohmes/Ruhlkirchen endete dagegen »nur« mit einem 1:1; »leistungsgerecht«, wie SG-Pressesprecher Thomas Hildebrand berichtete. Durch dieses Remis und das gleichzeitige 4:0 bei der SG Romrod/Zell konnte die FSG Kirtorf ihren Vorsprung als Tabellenführer etwas ausbauen. Mit einem 4:0-Heimsieg über die Spvgg. Mücke – Tim Stöhr erzielte drei der vier Tore – rückte aber der TSV Burg-/Nieder-Gemünden wieder deutlich näher an die Spitzenplätze heran.

SG Treis/Allendorf II – FSG Ober-Ohmen/Ruppertenrod/Ulrichstein 5:2 (3:0): Nach einer Christian-Otterbein-Ecke netzte Christian Hausner zur SG-Führung ein (15.), die auch nach dem vergebenen Gäste-Strafstoß Johannes Bethkes – SG Torhüter Jannik Lich parierte – (24.) Bestand hatte. Fast im Gegenzug sorgte Daniel Stein mit einem sehenswerten Spannstoß für das 2:0 (25.). Und mit dem Halbzeitpfiff traf Nico Buß von der Strafraumgrenze zum 3:0 für die spielerisch und läuferisch überlegenen Gastgeber. Für die dann zunächst einmal stärkere FSG verkürzte Bethke auf 1:3 (46.) bzw. 2:3 (60.). Doch spätestens mit dem Freistoßtor zum 4:2 durch Buß fing sich die Heimelf wieder (68.) und kam durch den dritten Tagestreffer von Buß zum etwas zu hohen 5:2-Endstand (89.). Zuvor hatte es für die Gäste eine Gelb-Rote Karte (65.) und eine Rote Karte (81.) gegeben.

FSG Grünberg/Lehnheim/Stangenrod II – TV/VfR Groß-Felda 3:3 (2:1): »Es war ein Spiel der Traumtore«, wie FSG-Trainer Stephan Hahn begeistert berichtete. Nach zunächst gegenseitigem Abtasten schienen die Gäste besser im Spiel zu sein und gingen durch Steven Güttler, der ein FSG-Missverständnis ausnutzte, in Führung (25.). Nur zwei Minuten später sorgte Sascha Stephan auf der Gegenseite mit einem wuchtigen und abgefälschten Schuss für den Ausgleich. Nun war die Heimelf besser im Spiel und kam durch Tobias Gerneths sehenswertem Heber zur 2:1-Führung (38.). Während bei der Kreisoberligareserve nach der Pause »nichts mehr ging«, zog Matthew Michels aus 20 Meter ab und traf so zum 2:2 in den Winkel des FSG-Tores (50.). In der Folge verlief es ausgeglichen, bis Lukas Ewert mit einem 30-Meter-Traumtor in den Winkel für die erneute Führung der Gastgeber sorgte (76.). Doch Benny Becker gelang aus dem Gewühl heraus doch noch der letztlich verdiente Ausgleichstreffer (82.).

SG Schwalmtal – FSG Ohmes/Ruhlkirchen 1:1 (0:0): Im fairen, temporeichen und von Schiedsrichter Patrick Haustein (Buseck) fehlerfrei geführten Spitzenspiel sorgten die Gäste in der ersten Halbzeit für ein optisches Übergewicht, wobei SG-Spieler Timo Walper Pech bei einem Lattentreffer hatte (9.). Kurz nach der Pause erzielte FSG-Spielertrainer Sebastian Stöhr die 1:0-Führung, die zu diesem Zeitpunkt sicherlich nicht unverdient war. Doch spätestens mit Beginn der letzten halben Stunde bestimmte der Gastgeber die Partie und drängte mit Vehemenz auf den Ausgleichstreffer. Schließlich gelang der noch, als der überragende Walper zwei Gegenspieler ausspielte und mit Übersicht für Eric Schmidt auflegte, der so drei Minuten vor Schluss zum leistungsgerechten 1:1 einschob.

SG Groß-Eichen/Atzenhain – SV Harbach 4:7 (2:5): Die Heimelf legte mit der Führung durch Niklas Albach perfekt los (1.). Doch der SVH übernahm fortan das Kommando, hätte aber beinahe das 0:2 durch Moritz Herburg hinnehmen müssen (9.). Drei Minuten später kamen die Gäste durch den Kopfball des völlig freistehenden Patrick Möstl zum Ausgleich (9.) und demonstrierten in der Folge ein perfektes Umschaltspiel mit erfolgreichem Abschluss. So gelang Marcel Keil das 2:1 für die Gäste (26.), ehe Philipp Hessler zwei Minuten später auf 3:1 erhöhte. Im Nachschuss verkürzte Barham Hussein zwar auf 2:3 (35.), doch Fabian Döpfer (37.) und Basti Paul (39.) sorgten für den 5:2-Halbzeitstand. Als kurz nach der Pause das 6:2 erneut durch Döpfer fiel (50.), schien die Partie gelaufen. Doch die SG kam nach einer perfekten Hussein-Flanke durch Olcay Sirin auf 3:6 heran (63.). Derselbe Spieler sorgte kurz danach mit dem 4:6 für etwas mehr Spannung (78.). Fast hätte Basti Scholler bei einer Doppelchance für das 5:6 gesorgt (80.). Doch schließlich staubte Tim Simasek zum letztlich verdienten 7:4-Sieg ab (83.).

TSV Burg-/Nieder-Gemünden – Spvgg. Mücke 4:0 (2:0): Der TSV spielte aus einer kompakten Abwehr heraus, hatte aber Glück, als der freistehende Gästespieler Waldemar Schneider den Ball zu lasch über die Torlinie schieben wollte und TSV-Akteur Julian Klein auf der Torlinie retten konnte (5.). Ansonsten war es 25 Minuten lang ein verteiltes Spiel, bis der nun stärker werdenden Heimelf nach einem Foul an Jonas Repp ein Strafstoß zugesprochen wurde, den Tim Stöhr zur Führung verwertete (30.). Acht Minuten später traf der Ex-Mücker René Decher mit einem 20-Meter-Freistoß zum verdienten 2:0 in den Winkel des Gästetores. Die erste Viertelstunde des zweiten Abschnitts gehörte dann der Spielvereinigung, deren Spielertrainer Marcel Seipp sich eine Großchance bot (60.). Danach beruhigte sich die Partie wieder, der TSV gewann wieder ein Mehr an Zweikämpfen und kam durch den starken Stöhr nicht nur zum 3:0 (84.), sondern nach einem sehenswerten Solo durch denselben Spieler auch zum 4:0-Endstand (88.), der um ein Tor zu hoch ausfiel. Schiedsrichter Jochen Otto aus Bad Hersfeld hatte die Partie jederzeit perfekt im Griff.

FC Weickartshain – FSG Lumda/Geilshausen 2:5 (2:1): Schon in Minute eins zeigte sich der Weickartshainer Goalgetter Gani Muzlijaj ausgesprochen torgefährlich, auch wenn ihn Gästetorwart Marc Lindenstruth anschoss und der Ball zum 1:0 ins Tor abprallte. Die FSG ließ sich aber nicht beirren und glich durch Jonas Weck zum 1:1 aus (25.) und blieb darüber hinaus auch weiterhin gut in der Spur. Allerdings traf FCW-Spieler Nesim Karaca sechs Minuten vor dem Wechsel den Pfosten, bevor abermals Muzlijaj doch zur erneuten Führung der Heimelf einköpfte, nachdem ihn Julien Kretz mustergültig bedient hatte (40.). Das 2:2 ließ allerdings nicht lange auf sich warten, als nämlich Patrick Sagrauske traf (46.). Kurz danach verschärfte Max Bleifuss mit seiner verletzungsbedingten Auswechslung die personelle Situation auf Gastgeberseite. Die Folge war das Gäste-3:2 durch Marcel Kratz (52.), bevor Erik Bender mit einem 17-Meter-Freistoß in den Winkel für das 4:2 sorgte (55.). Erneut Kratz nutzte Unstimmigkeiten in der Weickartshainer Abwehr zum verdienten 5:2-Endstand (57.). Danach passierte nicht mehr allzu viel.

SG Romrod/Zell – FSG Kirtorf 0:4 (0:3): Der Spitzenreiter ließ in der Defensive nichts anbrennen, spielte pfeilschnell und schnörkellos nach vorne und beherrschte so die Partie 90 Minuten lang. Nach einer Viertelstunde traf Julian Naumann zum 1:0 für die FSG. Dann traf Goalgetter Erik Schmidt zum 2:0 (33.), ehe Dennis Markeli für den 3:0-Pausenstand sorgte (34.). Bei weiteren guten Torchancen verpassten die Gäste weitere Treffer, sieht man vom Treffer von Dominik Lanz zum 4:0-Endstand ab (84.).

FSG Queckborn/Lauter – SV Nieder-Ofleiden 0:1 (0:1): Die Gäste zeigten sich in der ersten Halbzeit deutlich stärker als ihr Gegner, erzeugten wesentlich mehr Druck und waren in den Aktionen aggressiver. Und so war es nach 20 Minuten bezeichnend, dass SVN-Spieler Christoph Weber einen FSG-Fehler im Spielaufbau nutzte, um alleine auf Torhüter Maximilian Dietrich zuzulaufen und den Ball zur Führung zu versenken. Erstmals gefährlich vorm gegnerischen Tor meldete sich die FSG fünf Minuten vor der Pause, als eine Freistoßflanke an den Pfosten des Gästetores verlängert wurde. Zwar konnte die Heimelf im zweiten Durchgang leistungsmäßig zulegen, doch zu gefährlichen Torszenen kam sie nicht. Und auch die Konter des ansonsten diszipliniert verteidigenden SVN verpufften meist. Ein Remis wäre sicherlich möglich gewesen, trotzdem ist der Gästesieg nicht unverdient.



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