22. Dezember 2019, 21:18 Uhr

32 Auswärtstore reichen dem TVH nicht

22. Dezember 2019, 21:18 Uhr

TV 05/07 Hüttenberg


Keine Punkte unter dem Weihnachtsbaum für den TV 05/07 Hüttenberg in der 2. Handball-Bundesliga - dafür gestiegene Abstiegsgefahr. Denn während die Mittelhessen nach der 32:34 (17:18)-Niederlage bei der SG BBM Bietigheim die Heimreise mit leeren Händen antraten, zogen der TuS Ferndorf mit einem überraschenden Sieg in Eisenach sowie der nächste Hüttenberger Gastgeber, die HSG Konstanz, mit einem Heimtriumph im Kellerduell gegen den HC Elbflorenz an den Mittelhessen vorbei. »Ich bin natürlich mächtig enttäuscht. Wieder war die Chance da und wieder haben wir sie nicht genutzt. Jetzt stehen wir noch mehr mit dem Rücken zur Wand«, fasste TVH-Trainer Frederick Griesbach, der nach dem Spiel in seiner Heimat übernachtete, seine Gemütslage zusammen.

Der TVH startete - wie schon am Mittwoch beim anderen Erstliga-Absteiger in Gummersbach - gut und endlich auch einmal mit den in den letzten Wochen so sehr vermissten Rückraumtreffern durch die zuletzt kritisierten Dieudonné Mubenzem und Markus Stegefelt. Die beiden Shooter nutzten die Räume, die sich durch eine sehr offensive Plus-Deckung gegen Björn Zintel ergaben, sodass SG-Trainer Hannes Jón Jónsson schon in der siebten Minute nach dem 5:3 des am Ende elffachen Torschützen Mubenzem in einer Auszeit seinen Plan korrigierte. Dennoch blieben die Gäste zunächst am Drücker und über das 8:5 vom fehlerlos treffenden Linksaußen Robin Hübscher bis zum 11:8, als Björn Zintel einen Siebenmeter verwandelte, in der 18. Minute in Front. Da aber Zintel kurz danach, wie zuvor schon Stegefelt, vom Siebenmeterstrich scheiterte und man zudem nun auch offensiv die eine oder andere falsche Entscheidung traf, kam Bietigheim nicht nur zum 12:12-Ausgleich, sondern nahm nach dem bereits siebten Mubenzem-Treffer eine 18:17-Führung mit in die Pause, die Jan Asmuth mit dem Pausenpfiff erzielte. Die über 2700 Zuschauer in der Ege-Trans-Arena hatten in den ersten 30 Minuten ein Offensivspektakel gesehen, in dem die Torhüter mit jeweils nur drei Paraden kein Faktor waren.

Und auch nach Wiederbeginn setzte sich das Spiel ohne echte Abwehrreihen fort. Abermals Asmuth zum 20:17 brachte sein Team erstmals mit drei Toren in Führung. Doch die Blau-Weiß-Roten ließen sich erst einmal nicht abschütteln. Stegefelt konnte sogar in der 39. Minute wieder zum 24:24 ausgleichen, vergab aber im nächsten Angriff den bereits dritten Hüttenberger Siebenmeter. Da aber weiter das Rückzugsverhalten des TVH nicht stimmte und den Gastgebern so viele einfache Tore ermöglicht wurden, ließ ein 5:0-Lauf diese erstmals deutlicher wegziehen. Erleichtert wurde es der SG zudem durch haarsträubende Fehler des TVH. So machte man es den Bietigheimern, bei denen 2007-Weltmeister Michael Kraus erst in der Endphase traf, zu leicht, ihren Vorsprung ins Ziel zu retten. Denn die letzten drei Tore von Stegefelt und zweimal Zintel, die aus Ballgewinnen aus einer offenen Deckung resultierten, waren nur noch Ergebniskosmetik.

»Auf beiden Seiten war die Torhüterleistung nicht gut. Allerdings hatten die Keeper auch nicht wirklich Unterstützung. Für uns war es das dritte Spiel in einer Woche. Daher erklärt sich auch ein wenig, dass wir in unserer laufintensiven Deckung ab und zu einen Schritt zu spät waren. Aber hauptsächlich brechen uns die technischen Fehler und Fehlpässe das Genick. Offensiv hatten wir mehr das Kollektiv gefordert und dass Verantwortung übernommen wird. Das hat zumindest besser geklappt«, lautete Griesbachs Analyse.

Nach zuletzt zwei Niederlagen, in denen man eine starke Deckung stellte, sowie dem zumindest von der Trefferzahl her guten, aber dennoch abermals sieglosen Auftritt am Samstag, muss der TVH nun beim Jahresabschluss am zweiten Weihnachtsfeiertag bei der HSG Konstanz die Stärken auf beiden Seiten des Spielfeldes bündeln. Denn am Bodensee gilt es, zwei ganz wichtige Punkte zu entführen,

Bietigheim: Maier, Müller; Vlahovic (2), Rentschler, Claus (2), Öhler (1), Kraus (3), Schäfer (12/2), Rønningen, Dalhaus (4), Link (4), Asmuth (3), Trost, Boschen (1), Emanuel, Fischer (2).

Hüttenberg: Böhne, Weber; Fuß, Sklenák (1), Lambrecht, Müller, Rompf (2), Zörb (1), Stegefelt (6/1), Mubenzem (11), Hübscher (4), Hahn (1/1), Zintel (6/1), Klein, Kirschner.

Im Stenogramm: SR: Linker/Schmidt (Herne). - Zuschauer: 2701 - Siebenmeter: 3/2:6/3.

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