20. September 2021, 12:23 Uhr

Handball

45 Minuten aus einem Guss

In der 3. Handball-Liga der Frauen bezwingt die HSG Kleenheim-Langgöns die Bundesliga-Reserve von Bayer Leverkusen mit 22:21 nach klarer 15:10-Führung.
20. September 2021, 12:23 Uhr
Kim Winkes (linlks), beobachtet von ihreer Kleenheimer Bank, landet mit ihrer HSG gegen Marie Teusch (rechts) und TSV Bayer Leverkusen II den ersten Drittliga-Sieg der Saison. HF

Im dritten Spiel der neuen Saison hat die HSG Kleenheim-Langgöns in der 3. Handball-Liga der Frauen den ersten Saisonsieg gefeiert. Gegen die Bundesliga-Reserve des TSV Bayer 04 Leverkusen ließ das Team von Trainer Marc Langenbach den schwachen Auftritt im Mittelhessenderby in der Vorwoche vergessen und behielt in einer umkämpften Partie am Ende mit 22:21 (15:10) die Oberhand. Den Grundstein dafür legten die Kleebachtalerinnen in der heimischen Weidig-Sporthalle in den bärenstarken ersten 45 Minuten.

»Das war ein absolut verdienter Sieg, weil wir eine Dreiviertelstunde lang tollen Handball geboten und auch wieder überragend gedeckt haben. Am Ende wurde es nochmal eng, da hat man doch gemerkt, dass Leverkusen viel, viel öfter trainiert und fitter ist. Aber weil wir fast das ganze Spiel über geführt haben, geht der Erfolg aus meiner Sicht absolut in Ordnung«, freute sich der SGK-Coach im Anschluss auch über die starke Reaktion nach dem schwachen Lumdatal-Spiel.

Nur in der ersten Viertelstunde lagen die »Werkselfen« in Oberkleen in Führung, einzig die starke Junioren-Nationalspielerin Viola Leuchter bereitete der starken Kleenheim-Langgönser Deckung hier und da Kopfzerbrechen. Doch nach dem 6:6 (18.) durch einen Kiethe-Siebenmeter übernahmen die Gastgeberinnen das Kommando, lagen beim 11:8 (25.) erstmals nennenswert in Führung und bauten den Vorsprung bis zur Pause durch Kiethe (2), Weber und Suchantke gar auf 15:10 aus.

Und an die starke Vorstellung in den Minuten vor dem Wechsel knüpfte die SGK auch nach der Pause nahtlos an. Für die Bayer-Spielerinnen gab es kaum mehr ein Durchkommen durch das Abwehrbollwerk, die eigenen Chancen nutzte Kleenheim-Langgöns dagegen konsequent aus und erhöhte nach 44 Minuten durch einen der sieben Treffer von Kreisläuferin Katharina Weber auf 20:13 (!).

Die Entscheidung war dies aber mitnichten, da Kleenheim-Langgöns seinem Tempospiel zuvor nun doch ein wenig Tribut zollen musste und Leverkusen gegen Ende mehr zuzusetzen hatte. Weber unterbrach mit dem 21:17 einen 4:0-Lauf der Gäste, doch nach drei weiteren Treffern in Folge war Bayer beim 20:21 zwei Minuten vor dem Ende auf ein Tor heran gekommen. Doch die Langenbach-Sieben behielt die Nerven und machte mit dem 22:20 von Ann-Sophie vom Hagen 15 Sekunden vor dem Ende den Deckel drauf. »Wir haben uns wirklich belohnt für unseren tollen Auftritt. Vor allem von der mentalen Seite her war der Sieg unheimlich wichtig, weil wir gesehen haben, dass wir in dieser Klasse Spiele gewinnen können«, freute sich Marc Langenbach über den vorab nicht unbedingt eingeplanten Erfolg.

Kleenheim-Langgöns: Hahn, Bork, Buhlmann - Eggers, Lotz, Dietz, Bachenheimer, Schuch (1), Rüspeler (1), Suchantke (2), vom Hagen (2), Kiethe (8/5), Schäfer, Weber (7), Winkes (1).

Leverkusen: Lindner, Vogel - Boulouednine (2), Leuchter (9), Terfloth (3), Hölzer (1), Gehrke (5), Bona, Kaufmann, Teusch, Bätz (1), Wille.

Steno / SR: Kaplan/Scheld (Wiesbaden/Hüttenberg). - Zus.: 120. - Zeitstrafen: 6:8 Minuten. - Siebenmeter: 6/5:1/0.

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