07. Oktober 2021, 20:35 Uhr

Immer noch Hagi

07. Oktober 2021, 20:35 Uhr
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Von SID
Ein Hagi im rumänischen Trikot: Allerdings nicht Topstar Gheorghe Hagi, sondern dessen Sohn Ianis, der am heutigen Freitag mit seinem Team die DFB-Auswahl in der WM-Qualifikation ärgern möchte. FOTO: DPA

Hagi und die rumänische Fußball-Nationalmannschaft, irgendwie gehört das immer noch zusammen. Das Problem: Die erfolgreichen Zeiten mit dem Topstar Gheorghe Hagi liegen mehr als zwei Jahrzehnte zurück. Mit dessen Sohn Ianis auf dem Spielfeld ist der Weltranglisten-42. im WM-Qualifikationsspiel am Freitag (20.45 Uhr/RTL) in Hamburg gegen Deutschland nicht mehr als ein krasser Außenseiter.

Der mittlerweile 56 Jahre alte rumänische Rekordtorschütze hingegen, der auch für Real Madrid und den FC Barcelona regelmäßig in der Champions League traf, ist bis heute das Gesicht der erfolgreichsten Phase des rumänischen Fußballs. Zwischen 1990 und 2000 qualifizierten sich Hagi senior und Co. für drei Welt- und zwei Europameisterschaften, 1994 in den USA führte der WM-Weg bis ins Viertelfinale.

Davon ist der aktuelle Kader mit Hagi junior, der bei den Glasgow Rangers unter Vertrag steht, weit entfernt. Dennoch machte Mirel Radoi seiner Mannschaft vor dem Auftritt in der Hansestadt Mut. »Wir fahren nach Deutschland, um einen, wenn nicht sogar drei Punkte zu holen«, sagte der rumänische Nationaltrainer. Wie das geht, weiß er genau: Er stand 2004 beim legendären 5:1 gegen Deutschland selbst auf dem Platz.

Dem 40 Jahre alten Ex-Nationalspieler bleibt nichts anderes übrig, als auf den Neuaufbau mit Nachwuchstalenten zu setzen: »Rumänien verfügt über eine Reihe junger Spieler, die ich weiterentwickeln möchte.« Um sich in diesem Segment fortzubilden, absolvierte Radoi in der vergangenen Woche eine Kurzhospitanz bei seinem Stuttgarter Trainerkollegen Pellegrino Matarazzo.

Einer, der für den VfB, aber auch für den FSV Mainz 05 in der Bundesliga auflief, ist Alexandru Maxim. Der 31 Jahre alte Mittelfeldspieler, der mittlerweile das Trikot von Gaziantep FK trägt, hat seinen Stammplatz bei Radoi allerdings verloren. Aber auch keiner von Maxims Nationalmannschaftskollegen hat noch einen Vertrag bei einem Spitzenklub in einer europäischen Topliga.

Und so wäre man in Rumänien sicherlich froh, wenn es in der Gruppe J hinter Deutschland und vor Armenien und Nordmazedonien zu Rang zwei reichen würde. Dann wäre zumindest über die Playoff-Runde die Qualifikation für die WM-Endrunde 2022 in Katar noch möglich für die rumänische Auswahl. Schlüsselspiel dafür ist die Heimpartie am 11. Oktober (20.45 Uhr) gegen Armenien - da muss ein Sieg her.



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