22. Oktober 2021, 22:21 Uhr

Hinze setzt Goldrausch fort

22. Oktober 2021, 22:21 Uhr
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Von SID
Emma Hinze feiert ihr Sprint-Gold, im Hintergrund die unterlegene Lea Sophie Friedrich. FOTO: AFP

Die Sprint-Königin von Berlin ist auch die Sprint-Königin von Roubaix: Emma Hinze hat bei der Bahnrad-WM den deutschen Goldrausch fortgesetzt und ihren Titel im Einzel in beeindruckender Manier verteidigt. Die 24-Jährige bezwang im deutschen Final-Duell ihre Teamkollegin Lea Sophie Friedrich in zwei Läufen und triumphierte nach dem Sieg im Teamsprint zum zweiten Mal in der nordfranzösischen Rad-Hochburg.

Für den Bund Deutscher Radfahrer (BDR) war es nach der Gala des Sprintteams mit Hinze (Cottbus), Friedrich (Dassow) und Pauline Grabosch (Erfurt) am Mittwoch sowie dem Erfolg des Frauen-Vierers um Lisa Brennauer am Donnerstag der dritte goldene Abend in Folge. Und für die 24 Jahre alte Hinze genau 75 Tage nach dem vierten Platz bei Olympia in Tokio eine große Genugtuung.

Einen erneut großen deutschen Radsport-Abend rundete Routinier Joachim Eilers (Köln) mit Bronze über 1000 m ab. Der 31 Jahre Weltmeister von 2016 musste sich in 1:00,008 Minuten nur dem überragenden Europameister Jeffrey Hoogland aus den Niederlanden (58,418 Sekunden) und Nicholas Paul (Trinidad und Tobago/59,791) geschlagen geben.

Im Mittelpunkt auf dem nagelneuen Hallenoval stand allerdings Hinze, die wie Kristina Vogel (2014/15 und 2016/17) ihren Titelgewinn im Sprint wiederholte. Vor anderthalb Jahren hatte Hinze gleich dreimal Gold (Sprint, Teamsprint, Keirin) geholt - in Roubaix ist sie noch unbezwungen. Das Keirin-Finale steht zum Abschluss am Sonntag an.

Am Freitagabend gelang Hinze schon im Halbfinale die große Olympia-Revanche gegen die Kanadierin Kelsey Mitchell, gegen die sie in Tokio ebenfalls in der Vorschlussrunde verloren hatte. Mitchell holte damals Gold, diesmal war sie gegen Hinze zweimal chancenlos. Im zweiten Halbfinal-Duell hatte auch Friedrich zweimal die Nase gegenüber Mitchells Landsfrau Lauriane Genest vorne. Mitchell holte am Freitag Bronze.



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