12. September 2021, 22:12 Uhr

Rad-EM Motorrad-WM 3. Fußball-Liga

Galaxy im Finale

Ein spektakulärer Unfall beendet in Monza das Rennen der WM-Jäger Max Verstappen und Lewis Hamilton. Davon profitiert vor allem das McLaren-Team, dem mit Daniel Ricciardo und Lando Norris ein Doppel-Erfolg gelingt.
12. September 2021, 22:12 Uhr
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Galaxy-Quarterback Moritz Johannknecht (l.) steht mit seinen Frankfurter Kollegen im ELF-Finale. FOTO: IMAGO

Frankfurt Galaxy und die Hamburg Sea Devils bestreiten das erste Endspiel in der neuen European League of Football (ELF). Hamburg gewann am Sonntag sein Halbfinale gegen die Panthers Breslau aus Polen mit 30:27 und folgte Frankfurt damit ins Spiel um den Titel, das am 26. September in Düsseldorf stattfinden wird.

Erst ein starkes Schlussviertel und ein später Touchdown von Xavier Johnson sicherten Hamburg den Sieg. Breslau bot dem Hauptrunden-Spitzenreiter der Nordgruppe erneut einen harten Kampf, schon in den beiden Saisonduellen im Juli und August war das der Fall gewesen: Hamburg gewann in Polen, Breslau holte den Auswärtssieg in Hamburg.

Frankfurt, bestes Team im Süden, war schon am Samstag souverän ins Finale eingezogen. Gegen die Cologne Centurions gewannen die Hessen mit 36:6 und zeigten sich dabei erneut deutlich überlegen. Schon zum Abschluss der Hauptrunde hatte Frankfurt die Kölner mit 45:7 besiegt.

In die Premierensaison der neu gegründeten ELF waren insgesamt sechs deutsche Mannschaften, Breslau und die Barcelona Dragons aus Spanien gestartet.

Sensationssieger Daniel Ricciardo genoss den italienischen Schaumwein aus seinem verschwitzten Rennschuh und reichte ihn genüsslich seinem Teamkollegen Lando Norris. Als das triumphale McLaren-Duo schon in die rauschende Monza-Party startete, versuchten Max Verstappen und Lewis Hamilton noch immer, die Schuldfrage für den irren und nächsten folgenreichen Crash im giftigen Titelduell um die Formel-1-Krone zu klären.

»Du brauchst immer zwei Leute in einer Kurve, die zusammenarbeiten. Das hat er nicht gemacht«, klagte Verstappen. »Er wusste, was passieren würde, aber er hat nicht zurückgesteckt«, betonte Hamilton, dem der Nacken schmerzte: »Ich weiß nicht, was ich sonst noch sagen soll.«

Die Bilder sprachen für sich nach der neuesten Eskalationsstufe des Titelkampfs, der immer mehr an die Hassduelle früherer Zeiten von Ayrton Senna und Alain Prost erinnert. Hamiltons schwarzer Mercedes steckte im Kiesbett fest, Verstappens Red Bull lag obendrauf, beide Autos ineinander verkeilt. Man müsse aufpassen, dass »taktische Fouls nicht passieren«, betonte Mercedes-Teamchef Toto Wolff vielsagend mit Verweis auf die Entwicklung des WM-Rennens zwischen dem siebenmaligen Weltmeister Hamilton und dessen Herausforderer Verstappen, die beide danach zu den Rennkommissaren mussten. Und die sprachen ein klares Urteil: Verstappen muss in zwei Wochen beim Rennen in Russland in der Startaufstellung drei Positionen nach hinten.

Der Niederländer behauptete durch den unerwarteten Ausgang des Großen Preises von Italien am Sonntag den Fünf-Punkte-Vorsprung auf Hamilton, mit dem er von der Pole Position aus in den 14. Lauf gestartet war. »Dass beide ausscheiden, kann man nicht planen«, betonte Red Bulls Motorsportchef Helmut Marko und meinte: »Max Absicht zu unterstellen, ist Blödsinn.«

Zwei Monate erst liegt die heftige Kollision von Silverstone zurück. Damals hatte Hamilton weiterfahren und noch den Sieg bei seinem Heimrennen feiern können, während Verstappen nach dem heftigen Einschlag in die Streckenbegrenzung ins Krankenhaus musste. Diesmal kam es in Runde 26 wieder zum Crash. Hamilton kehrte nach einem leicht verpatzten Reifenwechsel zurück auf die Strecke auf dem Autodromo Nazionale di Monza. Der führende Ricciardo zog vorbei. Verstappen, dessen Boxenstopp zuvor noch deutlich schlechter ausgefallen war, versuchte, den Briten auch noch zu passieren. In der Schikane kam er auf die Randsteine, zudem berührten sich die Hinterräder, der Red Bull hob spektakulär ab und krachte auf den Mercedes. Der Sicherheitsbügel Halo verhinderte Schlimmeres.

Vettel fährt auf Platz zwölf

Die großen Gewinner des Dramas von Monza hießen Ricciardo und Norris, die vor dem von ganz hinten gestarteten Mercedes-Fahrer Valtteri Bottas im Königlichen Park abgewunken wurden. Für das deutsche Duo gab es an dem Wochenende in der Lombardei, an dem zum zweiten Mal in diesem Jahr am Samstag in einem Sprintrennen die Startformation ausgefahren worden war, nicht viel zu holen. Als Zwölfter blieb Sebastian Vettel im Aston Martin erneut ohne Punkte. Und Mick Schumacher wurde schon wieder von seinem Haas-Kollegen Nikita Masepin in eine Kollision verwickelt. Der 22-Jährige beendete das denkwürdige Rennenauf dem 15. Rang.

Der Italiener Sonny Colbrelli hat bei den Straßenrad-Europameisterschaften den Titel geholt. Der 31-Jährige setzte sich am Sonntag nach 179,2 km bei seinem Heimsieg in Trient vor dem belgischen Jungstar Remco Evenepoel im Sprint durch. Dritter wurde der Franzose Benoit Cosnefroy. Simon Geschke fuhr als bester deutscher Radprofi auf den 16. Platz.

Nach einer Attacke von Evenepoel 21 km vor dem Ziel hatte sich die Gruppe mit den drei Medaillengewinnern gebildet. Der Tempoverschärfung konnte auch Tour-de-France-Sieger Tadej Pogacar nicht mehr folgen. Der Slowene belegte den fünften Platz.

Auch wenn zum Abschluss eine Medaille ausblieb, darf der Bund Deutscher Radfahrer zufrieden sein. Liane Lippert hatte am Samstag Silber im Straßenrennen der Frauen hinter der Niederländerin Ellen van Dijk geholt. Dies war die sechste Medaille bei den Titelkämpfen in Norditalien.

Ein kleiner Fahrfehler hat Motorradpilot Marcel Schrötter beim Grand Prix von Aragon aus den Top Ten katapultiert. Weil der 28 Jahre alte Landsberger am Sonntag in der letzten Runde des Moto2-WM-Rennens eine Streckenmarkierung überfuhr, erhielt er eine Strafe von drei Sekunden. Dadurch fiel er auf Platz elf zurück.

»Die finalen drei Runden waren ein Desaster«, sagte Schrötter, der sich mehrere Duelle mit dem Japaner Ai Ogura lieferte. Den Sieg beim Heimrennen sicherte sich der Spanier Raul Fernandez. Er verringerte den Rückstand auf den führenden Australier Remy Gardner, der Zweiter wurde. In der MotoGP-Klasse feierte Ducati-Pilot Francesco Bagnaia seinen ersten Sieg. Der Italiener setzte sich in einem erbitterten Zweikampf gegen den Spanier Marc Marquez (Honda) durch. Weltmeister Joan Mir (Suzuki) beendete sein Heimrennen auf der dritten Position. Der führende Franzose Fabio Quartararo (Yamaha) kam nicht über den achten Rang hinaus.

Der 1. FC Magdeburg hat das Spitzenspiel in der 3. Fußball-Liga bei Borussia Dortmund II mit 2:0 (0:0) gewonnen und die Tabellenführung gefestigt. Vier Platzverweise gab es im hitzigen Derby zwischen dem 1. FC Kaiserslautern und Waldhof Mannheim. Außer den FCK-Profis Kenny Redondo (24., Rot) und Marvin Senger (41., Ror) flogen bei der Nullnummer auch Mannheims Sportdirektor Jochen Kientz (25.) und FCK-Funktionär Florian Dick (45.+5) vom Platz.

Aufsteiger Viktoria Berlin ist durch das 3:1 (1:1) gegen den SV Wehen Wiesbaden schärfster Verfolger von Magdeburg. 1860 München konnte ohne Trainer Michael Köllner zumindest einen Punkt holen beim 1:1 (0:1) beim Halleschen FC. Eine Sondergenehmigung für den unter Corona-Quarantäne stehende 1860-Chefcoach griff nicht.



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