23. September 2021, 22:04 Uhr

Folgt Rüdiger dem Ruf des FC Bayern?

Der FC Bayern München lockt: Nationalspieler Antonio Rüdiger sieht sich vor der »wichtigsten Entscheidung meiner Profikarriere«.
23. September 2021, 22:04 Uhr
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Von SID

Bayern oder Chelsea, München oder London, Rot oder Blau? Antonio Rüdiger ist ins Grübeln geraten. »Für mich«, sagt der Nationalspieler, »wird das jetzt die wichtigste Entscheidung meiner Profikarriere.« Persönlich, betont er, »habe ich aber mit noch keinem anderen Verein gesprochen als mit Chelsea«.

Das erledigen im Millionen-Business Fußball die Berater, in Rüdigers Fall: sein Halbbruder Sahr Senesie. Und der hatte dem Vernehmen nach schon Kontakt zum deutschen Rekordmeister. Dieser fahndet nach einer Alternative für Niklas Süle, dessen Vertrag wie Rüdigers im Sommer ausläuft.

»Er hat eine super Entwicklung genommen«, sagte Bayern-Coach Julian Nagelsmann am Freitag, vom »Abstellgleis« sei Rüdiger zu »einem der entscheidenden Spieler« bei Chelsea gereift. Er lobte dessen »Aggressivität«, ergänzte aber mit einem Schmunzeln, er habe mit Sportvorstand Hasan Salihamidzic »noch nicht gesprochen. Und wenn, würde ich es nicht verraten.«

Der 28-Jährige passt ins Beuteschema. Rüdiger wäre ablösefrei zu haben, sein Gehalt liegt derzeit bei sechs Millionen Euro. Sportlich ist er über jeden Zweifel erhaben. Die einstige Abwehr-Ikone Rio Ferdinand nannte ihn unlängst den »besten Innenverteidiger« der Premier League - vor Stars wie Virgil van Dijk oder Ruben Dias. Rüdiger, sagte Ferdinand, habe eine »riesige Wirkung« auf seine Mitspieler. Das belegen auch die Zahlen: In 32 Spielen unter Thomas Tuchel stand mit ihm 21-mal die Null, die Fans der Blues verehren Rüdiger als »Mr. clean sheet« und »Fels« in der blauen Abwehrmauer. Er kommt aus einem tiefen Tal. Unter Frank Lampard sei die Situation »sehr frustrierend« gewesen für ihn: Doch der Wechsel zu Tuchel hat alles verändert. »Es ist unglaublich, wie viele Spieler er hier noch mal auf das nächste Level gebracht hat«, schwärmt Rüdiger.

Und Lust auf mehr? Der Triumph in der Champions League mit Kai Havertz und Timo Werner, die Erfolge in Europa League, Supercup und FA Cup haben Rüdigers Gier nur noch mehr angefacht. Sein nächstes Ziel: Der Titel in der »besten Liga der Welt«.

Wenn Chelsea sich die Krone trotzdem aufsetzt - ist dies der Zeitpunkt zum Abschied? Erste Gespräche mit den Blues vor zwei Monaten brachten noch keine Einigung, Tuchel hofft auf eine »Lösung«. Rüdiger aber will »nichts überstürzen«. Auch Real Madrid und Paris St. Germain sollen interessiert sein.

Freistaat-Duell heute in Fürth

Im Grunde geht es indes in der Bundesliga nur um die Frage, wie hoch der FC Bayern um Rekordtorjäger Robert Lewandowski vor dem Freistaat-Duell am Freitag (20.30 Uhr/DAZN) in Fürth gewinnt. Für Nagelsmann spielen solche Gedanken wenige Tage vor der nächsten Champions-League-Partie gegen Dynamo Kiew keine Rolle. »Es gibt in jedem Spiel eine kleine Überschrift über dem taktischen Plan.« Einen Gegner zu unterschätzen, sei »sinnbefreit«, sagte der 34-Jährige. Mit hoher körperlicher Präsenz wolle man die großen Bayern »ärgern, um das Spiel so lange wie möglich offen zu halten«, sagte Fürths Trainer Stefan Leitl vor dem Duell. Bauen kann Nagelsmann wieder auf die zuletzt angeschlagen Serge Gnabry und Jamal Musiala. FOTO: IMAGO



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