05. März 2017, 22:15 Uhr

3. Liga

Wie in der Achterbahn Fürth jubelt im Derby Auslandsfußball FSV stürzt weiter ab Viele Chancen vergeben

05. März 2017, 22:15 Uhr
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Von DPA
Wieder eine gute Leistung sieht Jürgen Klopp von seinem FC Liverpool. (Foto: dpa)

Der FC Arsenal hat vor dem Champions-League-Rückspiel gegen München am Dienstag (Hinspiel: 5:1 für die Bayern) in der Liga eine 1:3-Niederlage bei Jürgen Klopps FC Liverpool kassiert. Ein Blick auf die europäischen Top-Fußball-Ligen:

England: Nationalspieler Leroy Sané hat seine gute Form mit einem weiteren Tor für Manchester City unter Beweis gestellt. Beim 2:0 (1:0) der Citizens bei Schlusslicht AFC Sunderland traf der ehemaliger Schalker zum Endstand. Sanés Sturmpartner Sergio Agüero hatte das Team von Trainer Pep Guardiola in der 42. Minute in Führung gebracht. Manchester City schob sich mit 55 Punkten auf den dritten Platz vor den FC Liverpool (52), der den FC Arsenal mit 3:1 besiegte. Roberto Firmino, Sadio Mané (40.) und Georginio Wijnaldum (90.+1) ließen die Liverpooler Fans und Trainer Jürgen Klopp jubeln. Danny Welbecks zwischenzeitlicher Anschlusstreffer (57.) für Arsenal brachte etwas Spannung, mehr aber auch nicht. Hatten englische Medien die Reds gerade erst abgeschrieben, schrieb die Tageszeitung »Guardian« nun, Liverpool sei »wieder auf die Beine gekommen«. Klopp fühlt sich derzeit mit seinem Team wie in einer Achterbahn.

Spanien: An der Spitze der Primera División geht der Zweikampf zwischen dem FC Barcelona und Real Madrid unvermindert weiter. Beide Spitzenclubs fuhren deutliche Siege ein: Die Königlichen bezwangen den SD Eibar mit 4:1 (3:0), die Katalanen feierten beim 5:0 (2:0) gegen Celta Vigo einen Kantersieg. Barça liegt nun mit 60 Zählern weiterhin einen Punkt vor dem Erzrivalen. Zum ersten Mal ist dem Team von Trainer Zinédine Zidane wieder ein recht müheloser Durchmarsch gelungen, nachdem es zuletzt für den Rekordmeister nicht rund gelaufen war. Erst am Mittwoch hatte Madrid nach dem 3:3 gegen Las Palmas die Tabellenspitze an Barca verloren. Überraschend sei es nun sogar ohne die Superstars wie Ronaldo, Bale, Marcelo und Toni Kroos gelungen, drei Punkte zu holen, schrieb »El País«. Am Dienstag tritt Real in Neapel zum Achtelfinal-Rückspiel in der Champions League an. Das Hinspiel hatte Madrid mit 3:1 für sich entschieden. Anders die Vorzeichen für Barcelona. Die »Blaugrana« steht sie in der Königsklasse vor einer Herkulesaufgabe: Das Hinspiel gegen Paris St.-Germain hatten die Katalanen 0:4 verloren.

Frankreich: Julian Draxler bleibt mit Paris St. Germain im Kampf um die Meisterschaft weiter an Spitzenreiter AS Monaco dran. Beim 1:0 (0:0)-Erfolg gegen AS Nancy tat sich PSG am Samstag allerdings lange schwer. Edinson Cavani traf per Elfmeter (80.) – dür den Uruguayer war es das 27. Saisontor in seinem 26. Ligue-1-Spiel. Draxler wurde in der 64. Minute eingewechselt.

Erzgebirge Aue hat im Abstiegskampf der 2. Fußball-Bundesliga ein kleines Lebenszeichen gesendet. Nach der Trennung von Trainer Pavel Dotchev kam der Tabellenletzte am Sonntag im Keller-Duell mit Arminia Bielefeld zu einem 2:2 (0:2) und machte dabei einen 0:2-Rückstand wett. Nicky Adler erzielte den Ausgleich für die Sachsen. Beide Teams blieben allerdings auf den Abstiegsplätzen, da die Konkurrenten Karlsruhe und St. Pauli gewinnen konnten.

»Das ist Wahnsinn, wir waren eigentlich schon tot. Das zeigt, dass die Mannschaft lebt«, sagte Aues Interimscoach Robin Lenk, der nun wieder eine Chance auf den Klassenverbleib sieht. Im 262. Franken-Derby zwischen der SpVgg Fürth und dem 1. FC Nürnberg setzten sich die Gastgeber durch einen Treffer von Robert Zulj mit 1:0 durch. Für die seit mehr als 300 Minuten torlosen Gäste war es bereits die dritte Niederlage in Serie.

Im Kampf um den Aufstieg hat sich Union Berlin nach dem 2:0-Erfolg gegen die Würzburger Kickers in Position gebracht. Hannover 96 erhielt durch die 0:2-Niederlage in Karlsruhe einen empfindlichen Dämpfer und verlor zunächst Platz zwei. 96-Trainer Daniel Stendel gerät immer mehr in die Kritik. Am Sonntagabend reagierte der Club: Geschäftsführer Martin Bader wurde freigestellt, Horst Heldt als neuer Sportdirektor engagiert. Der 47 Jahre alte Heldt war zuletzt bei Schalke 04 tätig. Auch der bisher als Sportlicher Leiter arbeitende Christian Möckel ist nach 96-Angaben nicht mehr für Hannover tätig. Stendel darf hingegen vorerst weiter machen. Nach zwei sieglosen Spielen gegen Abstiegskandidaten und dem Rückfall auf Platz drei hat Clubchef Martin Kind reagiert. Der starke Mann im Club sieht den avisierten Aufstieg in die 1. Liga gefährdet.

Beim FC St. Pauli (24 Punkte) herrschte nach dem 2:1-Erfolg bei München 1860 Aufbruchstimmung. »Der Sieg ist das Ergebnis wochenlanger Arbeit«, sagte Mittelfeldspieler Bernd Nehrig nach dem zweiten Sieg binnen sechs Tagen. Noch größer war die Freude beim Karlsruher SC (21) nach dem Coup gegen Hannover. »Die Mannschaft hat das heute hervorragend gemacht«, befand Sportdirektor Oliver Kreuzer nach dem 2:0-Sieg.

England: Manchester United – AFC Bournemouth 1:1, Leicester City – Hull City 3:1, Stoke City – FC Middlesbrough 2:0, Swansea – FC Burnley 3:2, FC Watford – FC Southampton 3:4, West Bromwich – Crystal Palace 0:2, FC Liverpool – FC Arsenal 3:1, Tottenham Hotspur – FC Everton 3:2, AFC Sunderland – Manchester City 0:2, West Ham United – FC Chelsea am Montag. – 1. FC Chelsea 26 Spiele/55:19 Tore/63 Punkte; 2. Tottenham Hotspur 27/53:20/56; 3. Manchester City 26/53:29/55; 4. FC Liverpool 27/58:34/52; 5. FC Arsenal 26/55:31/50.

Frankreich: Bordeaux – Lyon 1:1, Paris – Nancy 1:0, Montpellier – Guingamp 1:1, Bastia – St. Étienne 0:0, Dijon – Nizza 0:1, Caen – Angers 2:3, Metz – Rennes 1:1, Lorient – Marseille 1:4, Toulouse – Lille 1:1. – 1. AS Monaco 27/78:25/62, 2. Paris St. Germain 28/56:19/62, 3. Nizza 28/45:21/62.

Italien: AS Rom – SSC Neapel 1:2, Sampdoria Genua – Pescara Calcio 3:1, AC Mailand – Chievo Verona 3:1, Atalanta Bergamo – AC Florenz 0:0, FC Empoli – CFC Genua 0:2, Cagliari Calcio – Inter Mailand 1:5, Udine – Juventus Turin 1:1, FC Turin – Palermo 3:1, Crotone – Sassuolo Calcio 0:0. – 1. Juventus Turin 27/56:18/67; 2. AS Rom 27/58:25/59; 3. SSC Neapel 27/62:30/57; 4. Atalanta Bergamo 27/42:26/52; 5. Mailand 27/46:28/51; 6. Lazio Rom 26/45:29/50.

Niederlande: Heerenveen – Deventer 2:2, Twente Enschede – Tilburg 2:1, Eindhoven – Kerkrade 4:0, Zwolle – Arnheim 3:1, Alkmaar – Excelsior Rotterdam 1:1, Sparta Rotterdam – Feyenoord Rotterdam 1:0, Groningen – Amsterdam 1:1, Utrecht – Den Haag 1:1, Nijmegen – Almelo 3:1. – 1. Feyenoord Rotterdam 25/61:14/63; 2. Ajax Amsterdam 25/52:16/59, 3. PSV Eindhoven 25/48:17/55; 4. FC Utrecht 25/37:31/41.

Spanien: Betis Sevilla – S. San Sebastián 2:3, Leganes – FC Granada 1:0, SD Eibar – Real Madrid 1:4, FC Villarreal – Espanyol Barcelona 2:0, FC Barcelona – Celta Vigo 5:0, Sporting Gijon – Deportivo La Coruña 0:1, Atlético Madrid – FC Valencia 3:0, UD Las Palmas – CA Osasuna 5:2. – 1. FC Barcelona 26/76:21/60, 2. Real Madrid 25/67:26/59, 3. FC Sevilla 25/49:29/55, 4. Atlético Madrid 26/48:22/49.

Der SV Wehen Wiesbaden kämpft sich aus dem Abstiegssumpf, dafür geht es für den FSV Frankfurt in der 3. Fußball-Liga weiter abwärts. Der Club aus der Landeshauptstadt landete am Samstag mit dem 2:1 (0:1) gegen den VfL Osnabrück den nächsten Big Point im Kampf um den Klassenverbleib. Ganz anders sieht es bei den Bornheimern aus: Der Zweitliga-Absteiger wartet nach dem 1:3 (0:0) bei der SG Sonnenhof Großaspach nun seit sechs Spielen auf einen Sieg. Frankfurt ist auf den 17. Platz abgerutscht. Die Mannschaft von Trainer Roland Vrabec steht nur noch dank des besseren Torverhältnisses nicht auf den Abstiegsrängen. »Wir haben völlig verdient verloren und hatten es nicht verdient, hier etwas mitzunehmen«, sagte Vrabec. Vor 1500 Zuschauern erzielte Yannick Stark das zwischenzeitliche 1:2 nach einem indirekten Freistoß aus fünf Metern (74. ). Zuvor hatten Lucas Röser (49./FE) und Sebastian Schiek (66.) für die Hausherren getroffen. Shqiprim Binakaj (82.) stellte den Endstand her.

In Wiesbaden verbuchte der neue Trainer Rüdiger Rehm den dritten Sieg in seiner dritten Partie. Trotz einer frühen Roten Karte gegen Gästespieler Anthony Syhre (10./Notbremse) war Osnabrück in Führung gegangen. Nach Marc Heiders Treffer (22.) blies der SVWW zum Angriff und drehte die Begegnung in der Schlussphase: Steven Ruprecht (FE/77.) und Manuel Schäffler (90.) machten das 2:1 perfekt.

Zwei Spiele, kein Treffer – die Zwischenbilanz der deutschen Fußball-Frauen beim Vier-Nationen-Turnier in den USA fällt eher mäßig aus. Doch Bundestrainerin Steffi Jones und ihre Spielerinnen gaben sich nach dem 0:0 gegen Frankreich alle Mühe, vor der letzten Partie beim SheBelieves-Cup gegen England am Dienstag (22.00 Uhr MEZ/Sport1) keine schlechte Stimmung aufkommen zu lassen. »Im Endeffekt war es ein richtig attraktives, gutes Spiel«, urteilte Jones. Einzig die Chancenverwertung passte ihr nicht: »Chancen waren en masse da, nur dieses Ding wollte nicht rein.«

Tatsächlich verzeichneten die DFB-Frauen am späten Samstagabend in Harrison allerhand Top-Gelegenheiten gegen die Französinnen, die auch bei der EM in den Niederlanden vom 16. Juli bis zum 6. August als Rivale um den Titel gelten. Selbst einen Foulelfmeter verschoss der Olympiasieger – der Versuch der Frankfurterin Mandy Islacker (24. Minute) geriet zu unplatziert. »Wir sind noch nicht da, wo wir hinwollen, sonst hätten wir gewonnen«, kommentierte Jones.

Als wirklicher Härtest kann die Partie allerdings auch nicht gewertet werden, zumal Jones im Gegensatz zum 0:1 zum Turnierauftakt gegen Gastgeber USA viele Spielerinnen aus der zweiten Reihe in die Startelf beorderte. Eine gute Partie machte die Essenerin Sara Doorsoun, auch wenn die 25-Jährige zwei hochkarätige Chancen vergab. »Wir haben wieder sehr viele positive Erkenntnisse rausziehen können«, befand die Trainerin. Doorsoun war mit ihrem fünfen Länderspiel zufrieden: »Ich kann auf dieser Leistung aufbauen.«

Die deutsche Mannschaft reiste am Sonntag von Harrison in New Jersey weiter nach Washington, wo zum Abschluss des Turniers der Vergleich mit England ansteht. »Wir haben uns vorgenommen, das Spiel genauso zu dominieren, diesmal dann aber auch gut zu Ende zu spielen«, betonte die Wolfsburgerin Babett Peter. Fehlen wird Kathrin Hendrich. Die Verteidigerin des 1. FFC Frankfurt reiste wegen einer wichtigen Prüfung innerhalb ihres Studiums vorzeitig zurück. Dass das Duell mit dem Weltranglistenfünften kein Selbstläufer wird, zeigt das Zwischenranking beim SheBelieves-Cup. Die Britinnen sind nach dem 1:0-Überraschungscoup gegen Weltmeister USA mit drei Punkten Tabellenzweiter hinter Frankreich (4) und noch vor den USA (3) und Deutschland (1).



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