13. Oktober 2017, 21:00 Uhr

Wer läuft für die Eintracht auf?

Fast ein Dutzend Spieler sind angeschlagen, verletzt, gesperrt oder erkrankt: Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt tritt am heutigen Samstag mit großen Personalsorgen beim starken Aufsteiger Hannover 96 an.
13. Oktober 2017, 21:00 Uhr
Eintracht-Trainer Niko Kovac auf der Suche nach einsatzfähigen Spielern? (Foto: dpa)

Eintracht Frankfurt hat 36 Spieler in seinem erweiterten Aufgebot. Und bisher fragten sich die meisten Beobachter: Wozu? Vor dem Auswärtsspiel bei Hannover 96 scheint sich dieser üppig besetzte Kader aber nun zum ersten Mal auszuzahlen. Denn die Eintracht geht am heutigen Samstag (15.30 Uhr/Sky) stark ersatzgeschwächt in diese richtungsweisende Partie.

Simon Falette ist gesperrt. »Marc Stendera ist immer noch krank. Slobodan Medojevic hat Wadenprobleme. Und auch Jonathan de Guzman hat nach seiner Zahn-OP nur wenig trainiert«, zählte Trainer Niko Kovac am Freitag auf. Sebastien Haller habe nach einer Erkältung zwar wieder mit leichtem Lauftraining begonnen. Und auch Makoto Hasebe werde nach seinen weitgehend überstandenen Knieproblemen »alles tun, um dabei zu sein«. »Grünes Licht«, so Kovac, könne er bei den beiden aber auch noch nicht geben. Und so drohen neben den sechs ohnehin schon länger verletzten Spielern wie Marco Fabian oder Alexander Meier am Samstag noch bis zu sechs weitere Profis auszufallen.

Niko Kovac hat die Kritik an der Frankfurter Kaderplanung in den vergangenen Wochen natürlich vernommen. Also sagte er vor der Abreise nach Hannover nicht ganz ohne Seitenhieb in diese Richtung: »Es ist nicht schön, so viele kranke oder verletzte Spieler zu haben. Aber gerade aus dem Grund haben wir einen breiten Kader. Stellen Sie sich vor, wir hätten diesen breiten Kader nicht. Dann würden wir heute mit ein paar A-Jugendlichen losfahren.«

Den Ausfall so vieler Spieler erklärte er ausdrücklich zur Chance für ein paar Ersatzleute, sich zu präsentieren. Jetzt können sie die Unzufriedenheit, die sicher bei dem einen oder anderen herrscht, in gute Taten umsetzen«, sagte Kovac. Branimir Hrgota im Angriff oder Marco Russ in der Abwehr dürften sich da angesprochen fühlen. Die größten Lücken tun sich allerdings im defensiven Mittelfeld auf. Da hat die Eintracht kaum noch Alternativen.

Die Frankfurter Personalprobleme kommen allein deshalb zur Unzeit, weil das Spiel in Hannover womöglich die Richtung für die kommenden Wochen vorgibt. Denn die Eintracht ist jeweils nur drei Punkte von einem Champions-League- wie auch dem Relegationsplatz entfernt. Nach oben schauen könne man in dieser Liga nur, »wenn man eine Serie startet, wenn wir mal drei, vier Spiele am Stück punkten«, sagte Kovac bereits zu Beginn dieser Woche. »Wenn man aber mal gewinnt und mal verliert, bleibt immer der Druck. Das ist anstrengend.«

Der Aufsteiger aus Hannover ist für ihn eine Mannschaft mit ähnlichen Stärken und einer ähnlichen Qualität wie die Eintracht. »Hannover 96 macht genau das, was man tun muss in dieser Liga: Sie stehen sehr kompakt, arbeiten unheimlich hart gegen den Ball und versuchen, dem Gegner die Zeit und den Raum zu nehmen«, sagte Kovac. »Wir wissen, wer uns da morgen gegenübersteht. Das ist eine gute Mannschaft.«

Kovac freut sich auf Basler

Unterdessen freut sich Kovac auf ein Wiedersehen mit seinem alten Bekannten Mario Basler. »Ich kenne den Mario noch, da war er sehr jung. Wir sind 1991 gemeinsam zu Hertha BSC gewechselt. Er kam von Rot-Weiss Essen, ich von Hertha Zehlendorf«, erzählte Kovac am Freitag. »Jetzt sind wir ja quasi Nachbarn. Vielleicht treffen wir uns mal auf einen Kaffee oder einen Saft, um über alte Zeiten zu reden.« Der frühere Nationalspieler Basler war am Vortag als neuer Trainer des Hessenligisten Rot-Weiss Frankfurt vorgestellt worden. »Ich werde Rot-Weiss jetzt etwas häufiger beobachten als vorher«, sagte Kovac.

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