01. Juli 2018, 21:46 Uhr

WM-Kompakt

01. Juli 2018, 21:46 Uhr

Maradona: »Angekündigter Tod«

Diego Maradona hat harte Worte über das Aus der argentinischen Fußball-Nationalmannschaft im WM-Achtelfinale gegen Frankreich (3:4) gefunden. Man habe »die Chronik eines angekündigten Todes« gesehen, sagte der Ex-Nationalspieler während seiner Fernsehsendung im venezolanischen Sender Telesur. Der 57-Jährige kritisierte die offensive Aufstellung von Coach Jorge Sampaoli. Argentinien habe im Spiel den Fehler gemacht, Frankreichs zweifachem Torschützen Kylian Mbappé zu viel Platz gelassen zu haben.

Boateng: Rücktritt kein Thema

Abwehrspieler Jérôme Boateng hat nach dem krachenden Scheitern bei der Fußball-WM einen Rücktritt aus der Nationalelf ausgeschlossen. »Das war nie ein Thema für mich. Ich sehe mich auch noch überhaupt nicht am Zenit meiner Leistungsfähigkeit angekommen«, sagte der 29-Jährige der »Welt am Sonntag«. Er wolle trotz der schweren Enttäuschung mit dem erstmaligen Aus der DFB-Auswahl in einer WM-Gruppenphase »unbedingt weiterspielen«, fügte der Verteidiger des FC Bayern hinzu. Boateng sprach sich auch für den Verbleib von Bundestrainer Joachim Löw aus. »Auf jeden Fall«, antwortete der Weltmeister von 2014 auf eine entsprechende Frage. Löw habe dem Team »klare Worte und Anweisungen mitgegeben, die wir nicht umgesetzt bekommen haben«, versicherte Boateng. Mit Unverständnis reagierte der 73-malige Nationalspieler auf die harte Kritik an Spielmacher Mesut Özil. »Das geht nicht. Mesut ist ein Mensch. Man darf die ganze Kritik nicht an einem ablassen, die ganze Mannschaft ist in der Verantwortung«, sagte Boateng.

Rodríguez erlitt Bluterguss

Kolumbiens Superstar James Rodríguez hat einen Bluterguss in der rechten Wade erlitten, als er im letzten Gruppenspiel seiner Mannschaft bei der Fußball-WM verletzt vom Platz musste. Dies gab der kolumbianische Verband nach einer MRT-Untersuchung bekannt. Ein Muskelfaserriss liege nicht vor. Ob der Mittelfeldspieler des FC Bayern München im Achtelfinale am Dienstag (20 Uhr MESZ) in Moskau gegen England spielen kann, darüber machte der Verband keine Angaben. Rodríguez hatte beim 1:0-Sieg gegen Senegal nach rund einer halben Stunde ausgewechselt werden müssen.

6000 deutsche Karten zurück

Die Zahl der deutschen Anhänger bei der K.o.-Phase der Fußball-WM sinkt durch das Vorrunden-Aus der Titelverteidiger von Joachim Löw im Vergleich zu den ursprünglichen Planungen. Aus den Ticket-Paketen für Fans, die dem deutschen Team automatisch durch das Turnier folgen, werden 6051 Karten nicht in Anspruch genommen, weil die deutsche Mannschaft ausgeschieden ist. Bei den internationalen Ticket-Verkäufen liegt Deutschland mit 71 687 hinter Spitzenreiter USA (97 439) und Brasilien (74 803).

Ordentliche TV-Zwischenbilanz

Die Fußball-WM ist für die Fernsehsender auch nach dem Vorrunden-Aus der deutschen Nationalelf ein Zuschauermagnet. Mit der Übertragung der beiden ersten Achtelfinalpartien holte sich die ARD am Samstag klar den Quotensieg. 10,10 Millionen Fans sahen am Abend ab 20 Uhr den 2:1-Erfolg Uruguays über Europameister Portugal. Der Marktanteil der Live-Übertragung im Ersten lag bei 41,3 Prozent. Das erste Spiel des Tages, in dem Frankreich mit 4:3 Vize-Weltmeister Argentinien aus dem Turnier warf, hatte ab 16 Uhr im Schnitt 7,01 Millionen Zuschauer (50,5 Prozent). Bereits vor Beginn des WM-Achtelfinales hatten ARD und ZDF eine positive Zwischenbilanz des bisherigen WM-Turniers gezogen. Im Durchschnitt sahen etwa neun Millionen Zuschauer die Vorrundenspiele in den beiden Hauptsendern. Bei der ARD-Übertragung des DFB-Teams gegen Schweden 27,53 Millionen Zuschauer dabei. Es war das bisher zuschauerstärkste Spiel.

Englands Elfmeter-Trauma

Für englische Fans ist es ein echtes Trauma: Elfmeterschießen. Sieben Mal ist die Entscheidung über das Weiterkommen in K.o.-Spielen der Three Lions im Elfmeterschießen gefallen – sechs Mal verlor England. Zuletzt fünf Mal in Folge! Kein anderes Team hat eine schlechtere Bilanz. Zweimal – 1990 bei der WM und 1996 bei der EM – auch gegen Deutschland. Beide Male im Halbfinale, beide Male holte Deutschland den Titel. Von insgesamt 35 Schüssen vergaben die englischen Spielern in diesen sieben Duellen zwölf.

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