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Vom Turnier-Aus zum Trainerwechsel

Nach dem frühzeitigen Aus bei einem großen Turnier wechselte der DFB fast immer den Bundestrainer. Eine Übersicht.
29. Juni 2018, 22:06 Uhr
DPA
Die deutschen Nationaltrainer und Teamchefs (von links oben nach rechts unten) Franz Beckenbauer (1984-1990), Berti Vogts (1990-1998), Erich Ribbeck (1998-2000) und Rudi Völler (2000-2004).	(Fotos: dpa)
Die deutschen Nationaltrainer und Teamchefs (von links oben nach rechts unten) Franz Beckenbauer (1984-1990), Berti Vogts (1990-1998), Erich Ribbeck (1998-2000) und Rudi Völler (2000-2004). (Fotos: dpa)

Nach dem frühzeitigen Aus bei einem großen Turnier wechselte der DFB fast immer den Bundestrainer. Eine Übersicht.

WM 1978: Die deutsche Mannschaft verliert mit 2:3 gegen Österreich, der Titelverteidiger scheitert in der Zwischenrunde in Argentinien. Vor der WM war klar, dass Bundestrainer Helmut Schön aufhört und sein Co-Trainer Jupp Derwall übernimmt.

EM 1984: Titelverteidiger Deutschland scheidet in der Vorrunde aus. Derwall gibt am 26. Juni als erster Bundestrainer auf. Franz Beckenbauer übernimmt am selben Tag mit der neuen Funktionsbezeichnung Teamchef, er hat keine Trainerlizenz.

WM 1994: Das Team von Bundestrainer Berti Vogts will in den USA den 1990 in Italien unter Beckenbauer gewonnenen Titel verteidigen. Es scheitert im Viertelfinale an Bulgarien (1:2). Vogts bleibt.

WM 1998: Wieder ist im Viertelfinale Endstation. Gegen Kroatien verliert das Vogts-Team in Frankreich am 4. Juli mit 0:3. Am 7. September tritt der Bundestrainer zurück. Am 9. September wird Erich Ribbeck überraschend Teamchef.

EM 2000: Deutschland übersteht bei der EM in Belgien und den Niederlanden die Vorrunde nicht. Ribbeck tritt am 21. Juni zurück. Rudi Völler ersetzt ihn am 2. Juli als Teamchef. Er soll die Nationalmannschaft aber nur übergangsweise leiten, bis Christoph Daum nach einem Jahr zur Verfügung gestanden hätte. Da Daum Kokain-Konsum nachgewiesen wurde, scheiterte dieser Plan. Völler macht weiter.

EM 2004: Auch in Portugal ist in der Vorrunde Schluss – Völler tritt zurück. Überraschend wird dann Jürgen Klinsmann am 26. Juli als neuer Bundestrainer vorgestellt.

WM 2018: Nach einem 0:2 gegen Südkorea scheidet Deutschland als Gruppenletzter erstmals in der Vorrunde aus. Bundestrainer Löw lässt offen, ob er weitermacht.

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