27. Juni 2019, 22:32 Uhr

Europaspiele

Vier Kanu-Medaillen - Ringerin Hammer mit Bronze

27. Juni 2019, 22:32 Uhr
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Von DPA
Ringerin Nina Hemmer (l.) siegt im kleinen Finale und holt Bronze. (Foto: imago)

Der Präsident nahm‹s mit einem Schulterzucken hin. »Besser hier als nächstes Jahr bei den Olympischen Spielen«, sagte Thomas Konietzko, der erste Mann des Deutschen Kanuverbandes, nachdem der erfolgsverwöhnte Kajak-Vierer bei den Europaspielen zum ersten Mal seit der EM 2018 in Belgrad eine Niederlage hinnehmen musste. »In Deutschland wird von uns immer Gold verlangt, aber mit Silber sind wir happy«, betonte Kanute Max Rendschmidt (Essen), der sich zusammen mit Tom Liebscher (Dresden), Ronny Rauhe (Potsdam) und Max Lemke (Mannheim) am Morgen über 500 Meter knapp Russland geschlagen geben musste.

Am Donnerstag holten die deutschen Rennkanuten dreimal Silber sowie einmal Bronze und schraubten ihre Bilanz als erfolgreichster Teil des deutschen Minsk-Teams zum Abschluss ihrer Wettbewerbe auf sechs Medaillen. Bei Weltuntergangsstimmung mit strömendem Regen und starkem Wind am Nachmittag holten Lisa Jahn (Berlin) im olympischen Einer-Canadier sowie der Zweier-Kajak mit Franziska John (Potsdam) und Tina Dietze (Leipzig) ebenfalls Silber in den 200-Meter-Rennen. Max Hoff (Essen) erkämpfte im Einer-Kajak auf der Langstrecke über 5000 Meter Bronze.

Die fünfte Medaille des Tages für die Mannschaft des Deutschen Olympischen Sportbundes holte Ringerin Nina Hemmer (Dormagen). Die Rheinländerin setzte sich in der Gewichtsklasse bis 53 Kilogramm in einem unspektakulären Kampf um Bronze mit 2:0 gegen die Türkin Zeynep Yetgil durch. Ihre Teamkollegin Francy Rädelt steht am Freitag (19.00 Uhr MESZ) im Finale gegen Wassilissa Marsaljuk aus Weißrussland (bis 76 kg). Im Halbfinale gewann die Athletin aus Frankfurt/Oder mit 11:1 gegen die Aserbaidschanerin Sabira Alijewa.

Die Tischtennis-Teams zogen souverän ins Halbfinale ein. Die Herren um Einzelsieger Timo Boll setzten sich mit 3:0 gegen Rumänien durch. Beim 3:1-Sieg der Damen gegen die Niederlande zog sich Spitzenspielerin Petrissa Solja eine Verletzung im linken Schlagarm zu, ihr Einsatz im Halbfinale gegen Polen (9.00 Uhr MESZ) ist nach Angaben des Deutschen Tischtennis Bundes fraglich.

Die Schützen dagegen setzten die Reihe der Enttäuschungen fort. Die Harzerin Jolyn Beer (Lochtum) ging zwar als Siegerin der Qualifikation ins Finale im Dreistellungskampf der Gewehrschützinnen, konnte ihr Potenzial dort aber bei weitem nicht abrufen. Sie wurde nur Achte und verpasste damit den erhofften Quotenplatz für Tokio 2020.



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