16. Februar 2017, 23:06 Uhr

Viele Chancen vergeben

So hatten sich die Gladbacher das nicht vorgestellt. Das Achtelfinale der Europa League ist nach der unnötigen 0:1-Niederlage gegen Florenz in weite Ferne gerückt. Nach dem Sonntagsschuss eines Geburtstagskinds wird es in einer Woche in Italien eng für die Borussia.
16. Februar 2017, 23:06 Uhr
Avatar_neutral
Von DPA
Wieder kein Tor: Gladbachs Lars Stindl ärgert sich nach einer vergebenen Chance, Schlussmann Ciprian Tatarusanu hat den Ball sicher. (Foto: dpa)

Borussia Mönchengladbach hat die Chance auf den Einzug ins Achtelfinale der Europa League so gut wie verspielt. Der Zehnte der Fußball-Bundesliga unterlag dem AC Florenz im Zwischenrunden-Hinspiel mit 0:1 (0:1) und steht damit in acht Tagen in Florenz vor einer schwierigen Mission. Vor 41 863 Zuschauern im Borussia-Park erzielte Geburtstagskind Federico Bernardeschi (44.) den glücklichen Siegtreffer für die Gäste. »Wir hätten heute drei, vier Tore machen können, deshalb sind wir für das Rückspiel auch positiv gestimmt«, meinte Keeper Yann Sommer trotz der unglücklichen Niederlage. »Wir sind überzeugt davon, dass wir es noch schaffen«, sagte der Schweizer und lobte sein Team: »Wir haben ein sehr gutes Spiel gemacht und vor allem in der ersten Halbzeit sehr gute Chancen gehabt.«

Die Niederlage war völlig unnötig, denn Gladbach beherrschte den Tabellen-Achten der Serie A über weite Strecken. Das Team von Trainer Dieter Hecking spielte sich vor allem vor der Pause etliche Chancen heraus. Nach einer Klasse-Kombination über Fabian Johnson und Thorgan Hazard war Patrick Herrmann frei, schoss aber direkt in die Arme von AC-Keeper Ciprian Tatarusanu (14. ). Zwei Minuten später war Herrmann erneut zur Stelle, diesmal wurde er elfmeterreif gelegt. Doch der Pfiff blieb aus. Mit schnellen Kombinationen kamen die »Fohlen« oft gefährlich in Tornähe, sie kontrollierten die Partie – nur das erlösende Tor wollte nicht fallen. Gladbach musste erneut auf Raffael (Muskelfaserriss im Oberschenkel) verzichten.

Hecking setzte auf sein bewährtes 4:4:2-System und das agile Sturmduo Hazard/Stindl, der noch vor der Pause die Riesenchance zum 1:0 vergab (40.). Sekunden später traf Johnson nur das Aluminium, Stindl ballerte den Nachschuss am langen Pfosten vorbei. Nach der Pause war die Luft schon ein bisschen raus, gute Chancen wie die von Oscar Wendt (69.) oder Josip Drmic (83.) wurden seltener. Der Bundesligist drängte und drückte, aber auch in der starken Schlussoffensive wollte der verdiente Ausgleich nicht mehr gelingen. So stehen die Gladbacher am 23. Februar also vor einer schweren Aufgabe.

Mönchengladbach: Sommer – Jantschke (65. Drmic), Christensen, Vestergaard, Wendt – Herrmann (77. Hahn), Dahoud, Kramer, Johnson (77. J. Korb) – Stindl, Hazard.

Florenz: Tatarusanu – Sánchez, Rodriguez, Astori – Tello (86. Tomovic), Vecino, Badelj, Olivera – Bernardeschi (64. Cristoforo), Valero – Kalinic (77. Babacar).

Im Stenogramm: Schiedsrichter: Manzano (Spanien). – Zu.: 41 863. – Tor: 0:1 Bernardeschi (44.). – Gelbe Karten: Kramer (1) / Bernardeschi (2), Badelj (1). – Beste Spieler: Kramer, Stindl / Rodriguez, Bernardeschi.



0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos