27. Oktober 2017, 21:04 Uhr

SV Darmstadt 98

Viel Geld, aber zu wenige Punkte

27. Oktober 2017, 21:04 Uhr
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Von DPA

Seit Saisonbeginn mahnt Torsten Frings, dass der SV Darmstadt 98 nicht zu den Favoriten in der 2. Fußball-Bundesliga zählt. Angesichts des guten Starts mit Platz zwei wurde er für dieses vermeintliche Understatement belächelt. Doch nach fünf Spielen ohne Sieg und dem Abrutschen auf Rang zehn ist am Böllenfalltor Ernüchterung eingekehrt. Am Samstag kommt nun Überraschungsaufsteiger Holstein Kiel (13 Uhr/Sky), der sich als Tabellenzweiter auf Bundesligakurs befindet.

»Keiner weiß so gut wie wir in Darmstadt, wie es ist, als Aufsteiger mit einer solchen Euphorie in der 2. Liga zu spielen«, sagt Frings mit Blick auf die Partie. Trotzdem wolle seine Mannschaft am Samstag die Wende schaffen. »Wir spielen nicht schlecht. Aber die Ergebnisse haben zuletzt nicht so gestimmt«, betonte der Coach. Bis auf die Partie beim FC Ingolstadt (0:3) zeigte der Bundesliga-Absteiger ordentliche Leistungen, war mindestens auf Augenhöhe und verlor knapp und oft unglücklich. Frings verweist immer wieder auf den Umbruch nach dem Abstieg. Viele Leistungsträger gingen, 18 Spieler kamen. Trotzdem verfügt Darmstadt über eine der besten Mannschaften der Liga: Aytac Sulu, Hamit Altintop oder Jan Rosenthal sind zum Beispiel klangvolle Namen mit viel Erfahrung.

Auch wenn es derzeit sportlich hakt – was Finanzen und Infrastruktur angeht, macht der Club große Fortschritte. Für das Geschäftsjahr 2016/17 verkündeten die Lilien einen Rekordgewinn von 7,35 Millionen Euro nach Steuern. Auch die Werbeerlöse von rund 9,5 Millionen Euro bedeuten eine Bestmarke. Das Eigenkapital des Vereins beträgt mittlerweile 14,1 Millionen Euro. Mehrere Millionen werden in das marode Stadion am Böllenfalltor fließen. Für die traditionsreiche Spielstätte gibt es endlich konkrete Umbaupläne. Bis 2020 soll die neue Arena fertig sein.



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