02. Juli 2017, 20:40 Uhr

Formel 1

Vettels 30. Geburtstag im Zeichen der FIA

02. Juli 2017, 20:40 Uhr
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Von DPA

Für Niki Lauda ist Sebastian Vettels Verhalten nach seinem Wut-Rempler noch inakzeptabler als seine Rüpelaktion während des Formel-1-Rennens in Baku. Vor einer möglichen nachträglichen Sanktion gegen den viermaligen Formel-1-Weltmeister kritisierte Lauda den Heppenheimer noch einmal. »Ich verstehe nicht, dass Sebastian seinen Fehler trotz der eindeutigen Faktenlage nicht erkennt«, sagte der Teamaufsichtsratschef von Mercedes in einem Interview der »Welt am Sonntag«.

Vettel war beim Rennen in Aserbaidschan mit seinem Ferrari absichtlich in den Mercedes von Lewis Hamilton gefahren. Lauda erklärte, er wolle gar nicht von Einsicht sprechen, sondern nur von Vettels Fähigkeit – und er besitze die Intelligenz dafür -, anhand von klaren Fakten einen eindeutigen Sachverhalt zu identifizieren.

Vettel hatte geglaubt, Hamilton wäre in einer Safety-Car-Phase absichtlich auf die Bremse gegangen. Aus Wut darüber war er in der 19. Runde des Rennens absichtlich ans linke Vorderrad des Silberpfeil-Stars gefahren. Vettel hatte dafür im Rennen eine Zehn-Sekunden-Strafe bekommen.

»Die Strafe stand in keinem Verhältnis zu seiner unfairen, überzogenen emotionalen Reaktion«, meinte Lauda. An diesem Montag, Vettels 30. Geburtstag, will der Internationale Automobilverband (FIA) in Paris prüfen, ob die Strafe zu gering oder doch angemessen war. Die Entscheidung über eine mögliche nachträgliche Sanktion soll noch vor dem Grand Prix am Wochenende in Österreich fallen. Vettel könnte für ein Rennen gesperrt werden. Bisher zeigte sich der Heppenheimer öffentlich uneinsichtig. Vettel hat bereits neun Strafpunkte auf seinem Konto, bei zwölf folgt automatisch eine Rennsperre. Nach dem Rennen in Spielberg verjähren allerdings zwei seiner Strafpunkte aus der Vorsaison.



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