15. September 2017, 22:34 Uhr

Vettel fährt nur hinterher

15. September 2017, 22:34 Uhr
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Von DPA

Ein Auftakt zum Vergessen für den Favoriten: Sebastian Vettel ist im Formel-1-Schwitzkasten von Singapur im Training zur abendlichen Rennzeit nur hinterhergefahren. Eine leichte Berührung mit der Streckenbegrenzung bremste den deutschen Ferrari-Piloten zunächst auf dem Weg zu einer schnellen Runde. Letztlich kam der WM-Verfolger auf dem Marina Bay Street Circuit am Freitag im 2. Freien Training nicht über den elften Platz hinaus mit 2,252 Sekunden Rückstand auf Rang eins. Allerdings war er der einzige Fahrer, der seine Bestzeit auf den langsameren Reifen fuhr. »Das war natürlich nicht ideal«, sagte Vettel: »Ich habe das Auto verloren. Ich bin noch nicht happy, ich vermisse die Balance und das Vertrauen.« Ferrari fehle allgemein noch ein bisschen der Speed.

Dagegen bestätigte Vettels Ex-Team Red Bull eindrucksvoll, dass beim Nachtrennen mit seinen beiden Fahrer zu rechnen ist. Tagesschnellster auf dem 5,065 km langen Kurs wurde Daniel Ricciardo vor seinem Teamkollegen Max Verstappen. WM-Spitzenreiter Lewis Hamilton reihte sich recht unaufgeregt dahinter im Mercedes auf Platz drei ein vor seinem Stallkollegen Valtteri Bottas. Vettels finnischer Mitstreiter Kimi Räikkönen wurde nur Neunter – 1,983 Sekunden hinter der Spitze. Ein Ausgang, der Vettel im Rennen richtig wehtun würde. Im Klassement hat der viermalige Weltmeister drei Punkte Rückstand auf Hamilton.

Noch vor dem 1. Freien Training hatten Formel-1-Chef Chase Carey und die Streckenverantwortlichen bekanntgegeben, dass der Vertrag für das Nachtrennen zum zehnjährigen Jubiläum um vier weitere Jahre bis 2021 verlängert wurde.

Derweil ist die Trennung des Formel-1-Teams McLaren von Motorenlieferant Honda nach dieser Saison beschlossene Sache. Beide Seiten bestätigten das Ende der erfolglosen Zusammenarbeit am Freitag, nachdem Honda zur Saison 2015 als Antriebspartner zu dem britischen Traditionsteam zurückgekehrt war. McLaren bezieht seine Motoren künftig von Renault, wie der Rennstall vor dem Grand Prix in Singapur mitteilte. Dafür beendet der französische Autobauer seine Zusammenarbeit mit Toro Rosso. Das Red-Bull-Schwesterteam wird im nächsten Jahr von Honda mit Triebwerken ausgestattet. Zudem wurde bestätigt, dass im Zuge des Deals der bisherige Toro-Rosso-Pilot Carlos Sainz zum Renault-Werksteam wechselt.



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