21. Juni 2017, 21:32 Uhr

Spaßrunde und mahnende Worte

21. Juni 2017, 21:32 Uhr

Bei einer Spaßrunde und mehr als 30 Grad im Schatten brachte sich Martin Kaymer für das Münchner Golfturnier auf Betriebstemperatur. Ebenso wie Fußball-Weltmeister Thomas Müller und Alpin-Ass Felix Neureuther spielte der zweifache Majorsieger aus Mettmann bei einer Showveranstaltung am Mittwoch ein paar Bälle auf der Anlage in Moosinning-Eichenried, ehe es zum Turnierstart am Donnerstag (7.30 Uhr) für ihn ernst wird.

Kaymer hofft trotz vieler inkonstanter Leistungen in der jüngeren Vergangenheit auf den zweiten Titel nach 2008 bei den BMW International Open, dem prestigeträchtigsten deutschen Golfturnier, das im jährlichen Wechsel in Moosinning und in Pulheim vor den Toren Kölns stattfindet. »Die Konstanz hat zuletzt immer ein bisschen gefehlt«, räumte er ein und betonte: »Daran wird jetzt gearbeitet.«

14 deutsche Starter sind dieses Jahr bei dem mit zwei Millionen Euro dotierten Europa-Tour-Event in der Nähe des Münchner Flughafens dabei. Kaymer sticht heraus – neben ihm sind Maximilian Kieffer, Marcel Siem, Bernd Ritthammer, Alexander Knappe, Florian Fritsch und Sebastian Heisele halbwegs bekannte deutsche Golf-Gesichter.

Als Mitfavoriten auf den Sieg nach vier Turniertagen von Donnerstag bis Sonntag gelten vor allem der schwedische Titelverteidiger Henrik Stenson und der Spanier Sergio Garcia, der im April mit dem Masters im US-amerikanischen Augusta eines der weltweit wichtigsten Golfevents gewann.

Kaymers Leistungen in diesem Jahr sind weniger stabil. Je einen vierten Platz auf der Europa- sowie der amerikanischen PGA-Tour hat er eingefahren, ansonsten leistete er sich aber auch diverse Ausrutscher.

»Da war ich sehr enttäuscht«, sagte Kaymer, der an den ersten beiden Tagen des Münchner Turniers zusammen mit Garcia und dessen Landsmann Rafael Cabrera-Bello in einer Gruppe auf den Parcours gehen wird. An seine sportlich erfolgreichste Zeit denkt der Deutsche allerdings auch nicht nur mit guten Gefühlen zurück. Den zwischenzeitlichen Sprung auf Platz eins der Weltrangliste im Jahr 2011 habe er kaum genießen können, berichtete der 32-Jährige am Mittwoch.

Die Missgunst anderer habe ihm sehr zugesetzt. »Es kann ein sehr einsames Leben sein, wenn du der Beste der Welt ist. Ich war damals sehr unzufrieden«, sagte Kaymer. »Es kommen ganz viele Einflüsse auf dich zu, du hörst ganz viele Meinungen von Leuten, die du gar nicht hören willst.« Dies zu verarbeiten, sei »sehr komplex« gewesen. Kaymer mahnte, sportliche Erfolge im Alltag nicht überzubewerten: »Diesen Status – Nummer eins der Welt – sollte man nicht ganz so ernst nehmen. Wir spielen nur eine Sportart, nur ein Spiel.«

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