24. September 2017, 21:01 Uhr

Später Jubel in Darmstadt

24. September 2017, 21:01 Uhr
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Von DPA
Riesengroß ist die Freude bei den Darmstädter Zweitliga-Fußballern nach dem 3:3-Ausgleichstreffer durch Tobias Kempe in der Nachspielzeit. (Foto: dpa)

Mit dem ersten Derby-Auswärtssieg seit 20 Jahren hat der 1. FC Nürnberg die »Englische Woche« in der 2. Fußball-Bundesliga perfekt beendet. Die Franken gewannen am Sonntag bei der SpVgg Greuther Fürth mit 3:1 (1:0) und kletterten nach drei Siegen innerhalb von acht Tagen auf den zweiten Tabellenplatz. »Das fühlt sich ganz besonders an«, sagte FCN-Torschütze Cedric Teuchert. An der Spitze thront nach einem 2:1 (2:1)-Erfolg beim FC St. Pauli wieder Fortuna Düsseldorf. Düsseldorf ist damit ein aussichtsreicher Kandidat für den Aufstieg. Die Mannschaft von Trainer Friedhelm Funkel feierte gegen St. Pauli bereits den sechsten Saisonsieg und hat drei Punkte Vorsprung. Doch Fortuna-Kapitän Oliver Fink räumte ein: »Das war ein glücklicher Sieg.«

Das einzige Team der Liga, das in der »Englischen Woche« alle drei Spiele gewinnen konnte, war jedoch Nürnberg. In den drei Partien erzielten der Club zwölf Tore, gegen Fürth trafen Mikael Ishak, Teuchert und Hanno Behrens. Den Sprung in die Aufstiegszone verpasste Arminia Bielefeld. Die Ostwestfalen ließen gegen Heidenheim die Präzision in der Offensive vermissen und mussten sich mit einem 1:1 (0:0) begnügen. »Aufgrund von 11:0-Torschüssen in der Schlussphase hätten wir gewinnen können«, haderte Armina-Coach Jeff Saibene.

Bitter verlief der achte Spieltag für Eintracht Braunschweig: 1:2 (1:0) gegen Aufsteiger Jahn Regensburg verloren und Rote Karten gegen Salim Khelifi und Maximilian Sauer sowie Gelb-Rot gegen Mirko Boland kassiert. »Die Roten Karten gehen alle in Ordnung«, räumte der erzürnte Eintracht-Coach Torsten Lieberknecht ein.

Ein Torspektakel bot die Partie am Sonntag des SV Darmstadt 98 gegen Dynamo Dresden. Mit einem furiosen Schlussspurt hat Darmstadt 98 gegen Dynamo Dresden ein 3:3 (1:2) gerettet. Bis zur 90. Minute lag das Team von Trainer Torsten Frings am Sonntag mit 1:3 zurück. Überragender Spieler der Gäste war vor 17 400 Zuschauern im ausverkauften Böllenfalltor-Stadion Mittelfeldmann Manuel Konrad, der alle Treffer für Dresden erzielte (23., 34. und 80. Minute). Für die Gastgeber trafen Tobias Kempe (30. und 90.+3) sowie Terrence Boyd (90.). Kurz nach der Pause musste die Partie für zwei Minuten unterbrochen werden, weil Dynamo-Anhänger Pyrotechnik zündeten. »Wir waren über 90 Minuten die dominierende Mannschaft, haben viele Torchancen herausgespielt, aber die nicht genutzt«, sagte Trainer Torsten Frings. Insgesamt habe seine Mannschaft ein gutes Spiel gezeigt. Dass man die ersten beiden Treffer durch Standards bekommen habe, ärgere ihn. (dpa)



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