17. Februar 2017, 21:18 Uhr

Schalke in Hochstimmung

In der Bundesliga sind sie Tabellennachbarn, in der Europa League könnten sie sich aus den Augen verlieren. Schalke ist nach dem Sieg in Griechenland klar auf Achtelfinalkurs, Gladbach steht vor dem Aus. Was geht jetzt noch?
17. Februar 2017, 21:18 Uhr
Avatar_neutral
Von DPA

Der FC Schalke 04 in Hochstimmung, wenig Hoffnung bei Borussia Mönchengladbach – die Lage der deutschen Europa-League-Teilnehmer nach den Hinspielen in der Zwischenrunde ist höchst unterschiedlich. Schalke 04 hat den griechischen Vertreter PAOK Saloniki in dessen Stadion mit 3:0 deklassiert und damit höchstwahrscheinlich das Ticket fürs Achtelfinale gebucht. Dagegen müssen die Mönchengladbacher nach den unnötigen 0:1-Heimpleite gegen den AC Florenz das Aus befürchten.

Schalkes Trainer Markus Weinzierl war nach dem souveränen Erfolg stolz. »Wie wir das gemacht haben, fand ich sehr beeindruckend«, sagte der Coach. Der klare Erfolg gelang mit einer coolen Vorstellung in der hitzigen Atmosphäre des Toumba-Stadions. Nur in den ersten 15 Minuten ließ sich der Bundesliga-Elfte von der Kulisse ein wenig beeindrucken. Spätestens nach der Führung von Guido Burgstaller (27. Minute) kontrollierten die Knappen Ball und Gegner. Max Meyer per Kopf (82.) und der eingewechselte Klaas-Jan Huntelaar (90.) mit seinem 50. Europapokaltreffer legten nach. »Das wird ihm gut tun«, sagte Weinzierl über Huntelaar, der lange wegen Verletzung gefehlt hatte. »In der ersten Woche hatte ich noch Muskelprobleme, aber jetzt läuft alles super«, meinte der Niederländer. Das Rückspiel am kommenden Mittwoch (18 Uhr) dürfte nur noch Formsache sein.

Ganz andere Situation beim Bundesliga-Rivalen Borussia Mönchengladbach. Trotz klarer Überlegenheit verlor die Mannschaft die Partie gegen Florenz. Ein sehenswerter Freistoß-Treffer durch Geburtstagskind Federico Bernardeschi besiegelte das ungerechte Resultat. »So ist das im Fußball. Wir haben viele hochkarätige Chancen, und Florenz gewinnt durch einen Sonntagsschuss«, meinte Borussias Flügelspieler Patrick Herrmann. Es war die erste Pflichtspielniederlage von Dieter Hecking als neuer Borussia-Coach. Die Gladbacher laufen Gefahr, nach 2013 und 2015 zum dritten Mal das Achtelfinale zu verpassen. Doch den Gedanken schiebt die Mannschaft weit von sich. »Das Spiel ist noch nicht durch für Florenz«, befand Hecking und scherzte: »Vielleicht sind die Tore in Florenz etwas größer.« Den Frust wollen sich die Borussen am Sonntag in der Bundesliga gegen RB Leipzig von der Seele schießen.



0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos