19. Mai 2017, 22:05 Uhr

Neuer Job als DFB-Scout

Saskia Bartusiak beendet ihre Karriere

19. Mai 2017, 22:05 Uhr
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Von DPA
Bartusiak

Zum letzten Mal wird Saskia Bartusiak am Sonntag die Fußballschuhe für den Bundesligaclub 1. FFC Frankfurt gegen den SC Sand schnüren. Nach dem Ende ihrer Karriere übernimmt die 34 Jahre alte Abwehrspielerin schnell einen neuen Job: Zusammen mit ihrer ehemaligen Nationalmannschafts- und Vereinsmitspielerin Kim Kulig wird sie für den Deutschen Fußball-Bund bei der Europameisterschaft in den Niederlanden (16. Juli bis 6. August) für die Scouting-Abteilung im Einsatz sein.

»Ich freue mich darauf, dort Erfahrungen in einem für mich völlig neuen Arbeitsfeld sammeln zu können«, sagte Bartusiak, die 101 Länderspiele bestritt und Kapitänin der DFB-Auswahl war. »Es wird ein ähnlich anstrengender Sommer wie all die Jahre zuvor.« Zu ihren Aufgaben werden die Beobachtung der deutschen Gegner bei der EM, die Analyse der Stärken und Schwächen sowie die Weitergabe der gewonnenen Eindrücke an Tim Plöger, den Chefanalysten des DFB-Teams, gehören.

Bereits seit Anfang April absolviert die Sportwissenschaftlerin ein Praktikum in der Scouting-Abteilung des DFB. Eine Karriere nach der Karriere in diesem Aufgabengebiet kann sie sich sehr gut vorstellen. »Es macht mir großen Spaß«, sagte Bartusiak. »Natürlich habe ich die Hoffnung, dass es für mich auch nach dem Turnier in diesem Bereich weitergeht.«

Ihre aktive Laufbahn hätte nicht glanzvoller sein können. Mit dem 1. FFC Frankfurt feierte die vielseitig einsetzbare Defensivspielerin zwei deutsche Meisterschaften, vier Pokalsiege und drei europäische Titel. Mit der Nationalmannschaft wurde sie Weltmeisterin und zweimal Europameisterin. Als Krönung ihrer Karriere führte Bartusiak das DFB-Team als Spielführerin zu Olympia-Gold in Rio de Janeiro (Bild).

»Es ist schön, dass ich mit so vielen Spielerinnen zusammenspielen konnte. Und es ist etwas Besonderes, über einen so langen Zeitraum in der Nationalmannschaft gespielt zu haben«, meinte die gebürtige Frankfurterin. »Das macht mich stolz.«

Vielleicht die größte Enttäuschung erlebte sie bei der Heim-WM 2011, als der deutsche Titelfavorit im eigenen Land bereits im Viertelfinale ausschied. Den schwersten persönlichen Rückschlag musste sie 2014 verkraften, als sie nach einem Kreuzbandriss lange ausfiel.



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