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»Richtig heiße Pokalnacht«

Beim K.-o.-Spiel in Leipzig muss sich weisen, ob Jupp Heynckes den FC Bayern in nur zwei Wochen wieder titelfähig machen konnte. Den Rekordpokalsieger schwächen Personalprobleme. Derweil erwartet Leipzigs Trainer Ralph Hasenhüttl eine »richtig heiße Pokalnacht«.
24. Oktober 2017, 21:02 Uhr
DPA
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Seinen Stürmer-Star Timo Werner (Foto) hat Leipzigs Trainer Ralph Hasenhüttl gegen die Bayern für die Startformation im Pokalspiel eingeplant. (Foto: dpa)

Jupp Heynckes ist gerade mal zwei Wochen zurück im Fußball-Business, und schon wartet der erste knifflige Triple-Schritt auf den 72-Jährigen mit dem FC Bayern. »Es wird sicher ein dramatisches, intensives Spiel mit fußballerischen Leckerbissen«, prophezeite der Triple-Trainer von 2013 vor dem Topspiel der 2. Pokalrunde am Mittwochabend (20.45 Uhr/ARD und Sky) beim kolossalen Herausforderer RB Leipzig. Einen Ergebnis-Tipp wagte Heynckes lieber nicht: »Das Ende mag ich nicht vorherzusagen.«

Heynckes hat die Bayern mit drei Siegen und 9:0 Toren in kürzester Zeit stabilisiert. Aber reicht es auch schon wieder für die großen Prüfungen? Der Respekt beim Rekordpokalsieger ist jedenfalls groß. »Man hört aus der Leipziger Mannschaft, »wir sind selbstbewusster geworden«. Wir müssen da schon eine Topleistung bringen«, erklärte Heynckes: »Leipzig hat eine junge, hochtalentierte Mannschaft mit Fußball-Fantasie. Und sie haben die Zuschauer im Rücken.«

Die Bayern beklagen ausgerechnet beim ersten großen Titel-Test der Saison Personalprobleme. Heynckes muss nicht nur den »herben Ausfall« von Thomas Müller in der Offensive kompensieren. Er hat auch Spieler, die nicht topfit auflaufen müssen. Bei Weltmeister Mats Hummels gab er am Dienstag grünes Licht. Die Knöchelblessur des Abwehrspielers sei »nicht so, dass er nicht von Anfang an spielen kann«.

Flügelstürmer Kingsley Coman soll ebenfalls trotz einer Knieprellung auflaufen. Bei Javi Martínez scheint Heynckes jedoch zu zögern, kurz nach einer noch nicht ausgeheilten Schulterblessur womöglich zu viel Risiko einzugehen. »Ich bin ein Trainer, der Spieler schützt«, sagte Heynckes. Zumal er – anders als in der Abwehr oder der Offensive – im Mittelfeld über genug Auswahl verfügt.

Derweil sieht Leipzigs Trainer Ralph Hasenhüttl alles vorbereitet für eine »richtig heiße Pokalnacht«. Es gehe um nichts anderes, »als eine Runde weiter zu kommen, egal ob in der regulären Spielzeit, in der Verlängerung oder im Elfmeterschießen«.

Personell kann er fast seine Bestbesetzung aufbieten. Nur hinter Bruma (Oberschenkel) und Stefan Ilsanker (Zeh) stehen noch Fragezeichen. Der zuletzt angeschlagene Yussuf Poulsen ist wieder einsatzbereit.

Nationalstürmer Timo Werner, der am vergangenen Samstag beim 1:0 gegen den VfB Stuttgart ausgewechselt worden war, ist für die Startelf eingeplant. »Timo hat im letzten Spiel 60 Minuten durchgehalten. Man hat gemerkt, dass ein bisschen was gefehlt hat. Doch er ist eine wichtige Komponente in unserem Spiel mit seinem Speed, auf ihn verzichtet man ungern«, sagte Hasenhüttl.

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