19. Oktober 2017, 22:31 Uhr

Fußball

Messis Meilenstein und ein skurriler Trainerzank

19. Oktober 2017, 22:31 Uhr
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Von DPA

Ein weiterer Meilenstein für Lionel Messi und ein skurriler Trainerstreit haben an einem denkwürdigen Fußball-Abend in der Champions League für Aufsehen gesorgt. Der argentinische Ausnahmespieler erzielte mit dem 2:0 per Freistoß in der 61. Minute seinen 100. Treffer im 122. Europapokalspiel. Damit erreichte der 30-Jährige die Marke um 21 Spiele schneller als sein Rivale Cristiano Ronaldo von Real Madrid, der bisher 113-mal in 151 Europapokalspielen traf.

Auch wenn es bei Messis Leistungen schwer zu glauben ist – das Kunststück wurde an diesem Abend vom 3:3-Spektakel zwischen dem FC Chelsea und AS Rom in der Gruppe C in den Schatten gestellt. Der englische Meister führte 2:0, dann drehte Rom das Spiel auf 2:3, das Eden Hazard dann noch ausgleichen konnte. Dem Spielverlauf die Krone auf setzten einige fantastische Tore, so durch Roms Edin Dzeko. Der ehemalige Wolfsburger begeisterte nach einem Steilpass mit einer wuchtigen Direktabnahme zum 2:2.

Mourinho spottet über Conte

Bei den Blues, die in der englischen Premier League als Fünfter bereits neun Punkte hinter Spitzenreiter Manchester City liegen, sorgte dieses Spektakel für Verärgerung – insbesondere bei Trainer Antonio Conte. Der Italiener hatte jüngst mit öffentlichen Statements die Chelsea-Bosse immer wieder mit der aus seiner Sicht dünnen Personaldecke konfrontiert.

Als Conte nach dem Spiel gegen Rom noch das Fehlen von N’Golo Kante, Danny Drinkwater und Victor Moses anführte, musste er sich aus dem 1500 Kilometer entfernten Lissabon Spott von José Mourinho gefallen lassen. »Andere Trainer, die weinen, weinen und weinen, wenn ein Spieler verletzt ist. Wenn ich jammern wollte, dann könnte ich wie die anderen fünf Minuten lang weinen: Ibrahimovic, Fellaini, Pogba, Rojo ...«, sagte der Portugiese nach dem 1:0 von Manchester United bei Sporting.

Mourinho und Conte mögen sich nicht, den Streit gibt es bereits länger. Deshalb schickte Antonio Conte seinem Rivalen postwendend die Replik quer über den europäischen Kontinent: »Ich empfehle ihm, lieber über sein Team nachzudenken und bei sich zu schauen, nicht bei anderen.« Und erinnerte Mourinho an das 4:0 der Blues gegen United in der Vorsaison.



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