03. Juli 2018, 20:57 Uhr

Löw hält an Traumjob fest

Das Warten hat ein Ende: Joachim Löw will als Bundestrainer weitermachen. Der Neustart mit dem alten Chef beginnt am 6. September in München. Kapitän Neuer hat das Vertrauen, »dass wir gemeinsam wieder zu unserer Stärke finden«.
03. Juli 2018, 20:57 Uhr
Hält seine Zeit als Bundestrainer noch nicht für abgelaufen: Joachim Löw, der sich nach einigen Tagen Bedenkzeit fürs Weitermachen entschieden hat. (Foto: dpa)

Joachim Löw will seinen Traumjob weiter ausüben, auch wenn er den Neubeginn nach dem historischen Vorrunden-Aus in Russland mit einem schweren WM-Rucksack angehen muss. Nach einigen Tagen Bedenkzeit im Anschluss an den Tiefpunkt der Nationalmannschaft beim blamablen 0:2 gegen Südkorea übermittelte der Bundestrainer dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) seine Entscheidung zum Weitermachen. »Ich möchte nun auch mit ganzem Einsatz den Neuaufbau gestalten. Ich werde gemeinsam mit meinem Team analysieren, Gespräche führen und zum Start der neuen Saison die richtigen Schlüsse ziehen«, sagte Löw in einer Mitteilung des DFB am Dienstag.

Zunächst hatten »Sport Bild« und »Bild« über den Verbleib im Amt berichtet. »Ich freue mich, dass wir mit Jogi Löw unseren lange Zeit erfolgreichen Weg fortsetzen können. Und ich habe das Vertrauen, dass wir gemeinsam wieder zu unserer Stärke finden«, sagte Kapitän Manuel Neuer.

Löws Vertrag hatte ohnehin noch eine Laufzeit bis zur nächsten WM-Endrunde 2022 in Katar. Der Kontrakt mit Löw war von DFB-Präsident Reinhard Grindel erst Mitte Mai vorzeitig um weitere zwei Jahre verlängert worden.

In der Verbandszentrale in Frankfurt hatte die WM-Delegation um Grindel, DFL-Präsident Reinhard Rauball, den 1. Vizepräsidenten Rainer Koch sowie Teammanager Oliver Bierhoff am Dienstag getagt. Löw hatte »in einem persönlichen Gespräch« der DFB-Spitze bestätigt, dass er sein Amt weiter ausüben möchte.

»Wir hatten einen sehr offenen und vertrauensvollen Austausch, in dem wir viele Punkte angesprochen haben. Wir sind alle der festen Überzeugung, dass wir mit Jogi Löw einen Bundestrainer haben, der sehr genau analysieren, die richtigen Schritte einleiten und unsere Mannschaft zurück in die Erfolgsspur führen wird«, sagte Grindel. »Der Bundestrainer und Oliver Bierhoff sollen sich jetzt die notwendige Zeit nehmen, um das Turnier sportlich aufzuarbeiten und dem Präsidium vor dem Länderspiel am 6. September gegen Frankreich, in dem wir in der Nations League gleich gefordert sind, eine umfangreiche Analyse vorzustellen.«

Löw hatte sich am Tag nach dem 0:2 gegen Südkorea und der Rückkehr aus Russland zunächst nach Freiburg zurückgezogen. Direkt nach dem Vorrunden-Aus schien er innerlich zu schwanken. Er müsse sich zunächst »sammeln«. Bundestrainer ist jedoch sein Traumjob.

Schon bei der Vertragsverlängerung hatte er den Blick weit nach vorne auf einen Neuanfang nach der Endrunde in Russland gerichtet. »Eine Mannschaft in einem Zeitraum von vier Jahren von einer WM zur nächsten mit vielen jungen Spielern vorzubereiten, das macht mir unheimlich Spaß. Deswegen habe ich mit Freude verlängert«, sagte er am 15. Mai in Dortmund.

»Mich freut es sehr, dass es mit Jogi Löw an der Spitze unserer Nationalmannschaft weitergeht. Wir haben gestern lange zusammengesessen, und ich habe bei ihm die volle Energie gespürt, weiterzumachen«, sagte Bierhoff. »Nach 14 Jahren erfolgreicher Arbeit müssen wir nun einen Neuaufbau starten und werden uns jetzt konkret Gedanken darüber sowie über weiterführende strukturelle Veränderungen machen.«

Löw hatte nach dem Aus in Kasan »tief gehende Maßnahmen« angekündigt. Diese muss er nun in Angriff nehmen.

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