05. März 2017, 22:14 Uhr

Hallen-EM in Belgrad Basketball Rad Tischtennis

Lisa Mayer freut sich über Platz fünf Dreier-Rekord in der NBA Großartige 18-Jährige Demare Auftakt-Sieger Boll holt DM-Titel

Die Niederkleenerin Lisa Mayer überrascht bei der Leichtathletik-EM über 60 m und wird als beste Deutsche Fünfte: »Das ist einfach unglaublich«, so die 20-Jährige vom Sprintteam Wetzlar.
05. März 2017, 22:14 Uhr
Die Niederkleenerin Lisa Mayer freut sich nach 60 m über ihren fünften Platz. (Foto: dpa)

Beim Schaulaufen für die Sommersaison haben sich die deutschen Leichtathletik-Asse ganz gut geschlagen und dank Frauen-Power zwei Hallen-Europameisterinnen gefeiert. Dreispringerin Kristin Gierisch jubelte bei der Winter-EM in Belgrad ebenso über Gold wie Hürdenflitzerin Cindy Roleder. Beim Endspurt sprangen am Sonntag noch einmal drei Bronzemedaillen heraus: Mit 30 Jahren wurde die »gelernte« Siebenkämpferin Claudia Salman-Rath im Weitsprung-Finale ebenso Dritte wie zuvor Dreisprung-Europameister Max Heß und 3000-Meter-Läufer Richard Ringer.

Schon vor den abschließenden 4x400-Meter-Staffeln – nur bei den Frauen stand ein Quartett am Start – hatten die Asse des Deutschen Leichtathletik-Verbandes in 24 Finals insgesamt neun Medaillen erkämpft: Zweimal ertönte in der Kombank Arena die deutsche Hymne, zudem gab es zwei silberne und fünf Bronze-Plaketten.

Erstmals seit 29 Jahren standen drei deutsche Sprinterinnen im 60-Meter-Finale einer Hallen-EM. Im Endlauf sprang aber für den DLV keine Medaille heraus: Beim Sieg der Britin Asha Philip (7,06 Sekunden) landete die Niederkleenerin Lisa Mayer (Sprintteam Wetzlar) als beste Deutsche in 7,19 Sekunden auf Platz fünf: Die 20-Jährige preschte nur um eine Hundertstel am Hausrekord vorbei. Mayer dazu auf der Homepage des DLV: »Ich hätte auf gar keinen Fall gedacht, dass ich hier als beste Deutsche rausgehe. Allein, dass wir zu dritt im Finale standen, war unglaublich. Das kann man mal so machen, das war recht souverän. Dass ein fünfter Platz dabei für mich herausgesprungen ist, das ist einfach unglaublich.« Goldhoffnung Rebekka Haase vom LV 90 Erzgebirge wurde in 7,21 Sekunden Achte – und damit Letzte.

Der deutsche Basketball-Star Dennis Schröder hat in einem spektakulären Match mit den Atlanta Hawks gegen Meister Cleveland Cavaliers 130:135 (60:77) verloren. Der Titelverteidiger der nordamerikanischen Profiliga NBA sorgte mit 25 erfolgreichen Würfen von jenseits der Dreipunkte-Linie für einen NBA-Rekord. »Es ist toll, ein Teil der Rekord-Nacht zu sein«, erklärte Cavs-Superstar LeBron James, der neben Kyrie Irving (43 Punkte) mit 38 Zählern ebenfalls stark aufgespielte. Schröder erzielte für den Tabellenfünften der Eastern Conference 17 Punkte und war hinter Tim Hardaway Jr. (36) und Paul Millsap (27) drittbester Scorer der Hawks. Am Sonntag verloren die Hawks gegen die Indiana Pacers mit 96:97

Die Dallas Mavericks um Superstar Dirk Nowitzki kamen den Playoff-Plätzen wieder näher. Nach dem 104:100 (51:50) über die Memphis Grizzlies am Freitag (Ortszeit) beträgt der Rückstand auf die Denver Nuggets auf Platz acht drei Siege. »Ich denke, es war eine großartige Team-Leistung«, sagte Neuzugang Nerlens Noel. Der neue Center konnte in seinem vierten Auftritt im Mavericks-Trikot erstmals überzeugen. Der 2,11 Meter große Noel erzielte 15 Punkte und schnappte sich 17 Rebounds. Nowitzki blieb dagegen in der Offensive hinter den Erwartungen zurück. Der Würzburger brachte es auf zehn Punkte.

Paul Zipser hat mit den Chicago Bulls eine Heimniederlage hinnehmen müssen. Der ehemalige Bayern-Profi verlor 91:101 gegen die Los Angeles Clippers. In knapp 18 Minuten Einsatzzeit kam Zipser auf zehn Punkte und zwei Rebounds.

Die Überraschungssiegerin von Dortmund konnte es kaum fassen. »Das ist abnormal«, kommentierte Springreiterin Sanne Thijssen Platz eins im Großen Preis der Bundesrepublik. Die erst 18 Jahre alte Niederländerin siegte am Sonntag beim Höhepunkt des traditionsreichen Turniers in der Westfalenhalle völlig unerwartet im Sattel von Con Quidam.

»Das ist großartig«, schwärmte die junge Reiterin. Thijssen war mit ihrem elfjährigen Hengst im Stechen mehr als drei Sekunden schneller als der Ire Denis Lynch mit Van Helsing und erhielt als Siegprämie ein Auto im Wert von 45 000 Euro.

Bester deutscher Starter war Christian Kukuk aus Riesenbeck, der mit Colestus nach einem Abwurf auf Rang drei kam. Der 27 Jahre alte Angestellte von Ludger Beerbaum hatte als einziger einheimischer Reiter das Stechen erreicht. Zweitbester deutscher Starter war Marco Kutscher aus Bad Essen mit Chaccorina auf Platz sieben.

Auch beim zweitwichtigsten Springen des Vier-Sterne-Turniers in Dortmund gab es mit Julien Epaillard einen Gäste-Sieg. Der Profi aus Frankreich setzte sich beim Championat mit Cristallo durch. Bester deutscher Reiter war der fehlerfreie Guido Klatte aus Lastrup, der mit Qinghai auf Rang drei kam.

Mehrere Topreiter waren trotz des kurzen Weges nicht nach Dortmund gefahren und ritten stattdessen beim Fünf-Sterne-Turnier in Doha. Dort belegte Christian Ahlmann bei dem mit einer halben Million Euro dotierten Großen Preis als bester deutscher Starter den vierten Platz. Der Profi aus Marl benötigte im Al Shaqab Equestrian Centre mit Taloubet 44,67 Sekunden und war damit im Stechen schneller als der britische Sieger Scott Brash mit Ursula (45,21). Zweitbester Deutscher in Katar war Daniel Deußer, der nach vier Strafpunkten in der ersten Runde Elfter wurde.

In der Dressur von Doha sicherte sich Isabell Werth aus Rheinberg mit Don Johnson zwei Siege in Grand Prix und Kür. In Dortmund ritt Fabienne Lütkemeier aus Paderborn mit dem erst zehnjährigen Fabregaz im Grand Prix Special auf Platz eins.

Der Franzose Arnaud Demare hat am Sonntag nach 148,9 Kilometern die Auftakt-Etappe der Fernfahrt Paris-Nizza im Spurt vor einem Landsmann Julian Alaphilippe gewonnen. Obwohl sie in der Spitzengruppe fuhren, landeten die deutschen Topsprinter André Greipel und Marcel Kittel nicht unter den ersten Zehn des Tagesklassements. Die Kandidaten für den Gesamtsieg – Alberto Contador und Richie Porte – verloren fast 50 Sekunden auf Demare, der das Gelbe Trikot eroberte.

Emanuel Buchmann kam bei der 75. Ausgabe der Fernfahrt nicht weit. Der Profi aus dem Bora-hansgrohe-Team war in einen Massensturz verwickelt und musste mit einer Knieverletzung aufgeben.

Timo Boll ist zum elften Mal deutscher Tischtennis-Meister. Der frühere Weltranglisten-Erste gewann am Sonntag in Bamberg das Endspiel im Herren-Einzel klar mit 4:0 Sätzen gegen Ruwen Filus. Boll brauchte für diesen Erfolg weniger als eine halbe Stunde Spielzeit, am Ende hieß es 11:4, 11:8, 11:2, 11:5. Am Vormittag hatte sich der 35-Jährige im Halbfinale nach einigen Startschwierigkeiten mit 4:1 gegen Ricardo Walther durchgesetzt.

Bei den Frauen verteidigte Kristin Silbereisen ihren Titel erfolgreich. Die 31-Jährige gewann das Endspiel gegen Shan Xiaona nach einem 0:2-Satzrückstand mit 4:2.

Der deutsche Rekordmeister Boll profitierte in Bamberg auch von der Absage zweier Rivalen. Der Weltranglisten-Sechste Dimitrij Ovtcharov verletzte sich am Freitag. Titelverteidiger Patrick Baum sagte seine Teilnahme aus privaten Gründen ab.

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