05. August 2018, 21:38 Uhr

Wahl »Fußballer des Jahres«

Kroos macht das Rennen

05. August 2018, 21:38 Uhr
Toni Kroos

Der WM-Pokal wäre Toni Kroos zwar lieber gewesen, doch über die erstmalige Wahl zum »Fußballer des Jahres« konnte sich der Mittelfeldspieler von Real Madrid trotz der WM-Enttäuschung mit der DFB-Auswahl richtig freuen. »Es ist und bleibt eine schöne Auszeichnung. Fußballer des Jahres – das ist ein Preis, den man nicht so einfach bekommt – und vor allem auch nicht jeder«, sagte Kroos zu seinem Sieg in der traditionellen Umfrage des Fachmagazins »Kicker«.

Das Ergebnis kam nicht überraschend, durfte Kroos doch als einziger deutscher Balltreter in der vergangenen Saison einen internationalen Erfolg feiern. Mit den »Königlichen« aus Madrid triumphierte er im Mai durch ein 3:1 im Finale gegen den FC Liverpool zum dritten Mal in Serie in der europäischen Königsklasse. »Dreimal nacheinander den Henkelpott zu gewinnen, das ist bis heute kaum zu realisieren, zumal vor einem Jahr noch die Verteidigung des Titels als Ding der Unmöglichkeit galt«, sagte Kroos dem »Kicker«.

Der verheißungsvoll begonnene Sommer endete für Kroos allerdings in Tristesse. Das blamable Vorrunden-Aus mit Titelverteidiger Deutschland bei der Weltmeisterschaft stellte für den 28 Jahre alten Familienvater die größte Enttäuschung in seiner Bilderbuchkarriere dar.

Zwar hatte Kroos mit seinem genialen Freistoßtor zum 2:1 gegen Schweden für den einzigen deutschen Sieg in Russland gesorgt, das historische Scheitern nach den Niederlagen gegen Mexiko (0:1) und Südkorea (0:2) konnte aber auch er nicht verhindern. »Da ist das eine oder andere aufzubereiten, bevor man sich detailliert dazu äußert«, erklärte Kroos.

Es war die erste große Delle in seiner Laufbahn, die 1997 in seiner Heimatstadt Greifswald begann. Über die Station Hansa Rostock kam Kroos 2006 zu den Bayern, bei denen er in der darauffolgenden Saison als 17-Jähriger in der Bundesliga und im Europapokal debütierte. Obwohl er schon damals als größtes Talent des deutschen Fußballs galt, musste Kroos 2009 einen Umweg über Bayer Leverkusen nehmen, ehe er 2010 zum Nationalspieler und zur Bayern-Stammkraft wurde. Weil er sich nicht auf eine Vertragsverlängerung einigen konnte, wechselte Kroos nach dem WM-Triumph 2014 nach Spanien zu Real. Mit 185 Stimmen setzte sich Kroos vor Freiburgs Torjäger Nils Petersen (39) und Schalkes Abwehrchef Naldo (38) durch.

Der 73-jährige Jupp Heynckes wurde nach seiner wohl letzten Saison im Profi-Fußball wie 2013 zum »Trainer des Jahres« gekürt. Heynckes setzte sich in einem Kopf-an-Kopf-Rennen mit 91 Stimmen knapp vor dem erst 32 Jahre alten Schalke-Coach Domenico Tedesco (89) durch. Dritter wurde sein Bayern-Nachfolger Niko Kovac (77), der Eintracht Frankfurt sensationell zum ersten Pokalsieg seit 30 Jahren geführt hatte. »Fußballerin des Jahres« wurde wie in der Vorsaison Nationalspielerin Dzsenifer Marozsan. Die 26-Jährige gewann mit Olympique Lyon die Champions League und die französische Meisterschaft. (Foto: dpa)

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