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Königsblaue Euphorie

Die Tabellenführung lockt, und beim FC Schalke 04 ist nach den jüngsten Erfolgen die Zuversicht auf eine gute Saison eingekehrt. »Dass Siege, erst recht deutliche Siege, schöner sind als Niederlagen, ist klar. Wir haben wahnsinnig Lust. Die Freude auf das nächste Spiel wird größer«, beschreibt Schalkes Trainer David Wagner die königsblaue Euphorie nach den gelungenen Auftritten gegen Hertha BSC (3:0) und beim SC Paderborn (5:1) mit Blick auf das Heimspiel heute Abend (20.30 Uhr/DAZN) gegen den FSV Mainz 05.
19. September 2019, 23:11 Uhr
DPA
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Guido Burgstaller und seine Schalker wollen den guten Saisonstart gegen Mainz ausbauen. (Foto: dpa)

Die Tabellenführung lockt, und beim FC Schalke 04 ist nach den jüngsten Erfolgen die Zuversicht auf eine gute Saison eingekehrt. »Dass Siege, erst recht deutliche Siege, schöner sind als Niederlagen, ist klar. Wir haben wahnsinnig Lust. Die Freude auf das nächste Spiel wird größer«, beschreibt Schalkes Trainer David Wagner die königsblaue Euphorie nach den gelungenen Auftritten gegen Hertha BSC (3:0) und beim SC Paderborn (5:1) mit Blick auf das Heimspiel heute Abend (20.30 Uhr/DAZN) gegen den FSV Mainz 05.

Was den 47 Jahre alten Coach besonders freut, ist die Art und Weise, wie sein Team agierte. »Sowohl im Hinblick darauf, wie wir über weite Strecken verteidigt haben, als auch wie wir nach vorne gespielt haben. Es war einfach eine überzeugende Leistung. Nicht komplett, aber gut«, resümierte Wagner. Dass bei einem Sieg zum Auftakt des fünften Spieltags mit mindestens drei Toren Unterschied sogar der zumindest kurzzeitige Sprung an die Tabellenspitze der Fußball-Bundesliga winkt, ist für den Revierclub allenfalls eine Randnotiz.

Wagner sah auch beim klaren Sieg bei Aufsteiger Paderborn noch großes Steigerungspotenzial. »Es war weit weg von optimal. Wir haben in vielen Bereichen Luft nach oben. Im Umschaltspiel haben wir mehrere Momente liegen lassen.« Grund, sein Team gegen den Tabellen-16. aus Rheinhessen umzubauen, hat der Trainer nicht, auch wenn er den Luxus der freien Auswahl genießt. Denn bis auf Neuzugang Benito Raman (Sprunggelenkverletzung) sind alle Spieler fit. Einziges Manko derzeit ist, dass die Stürmer zu wenig treffen. Von den bisher acht Saisontoren ging nur eins auf das Konto eines Angreifers. Der eingewechselte Ahmed Kutucu erzielte es in Paderborn. Doch der Coach bekommt deshalb keine Sorgenfalten.

Guido Burgstaller und Mark Uth laufen und rackern für die Mannschaft. »Guido hat in Paderborn ein gutes Spiel gemacht. Er hat gefährliche Räume erlaufen. Wenn er so weiterspielt, bin ich damit zufrieden. Dann wird er auch Tore schießen«, lobte Wagner den Österreicher. Das Gleiche gilt für Uth. Dem Nationalspieler fehlte nach seiner langen Verletzungspause im ersten Saisoneinsatz im Abschluss noch die Kaltschnäuzigkeit. »Die Leiste hält, das ist das Wichtigste«, meinte Uth, der den Freiraum als umtriebiger Antreiber und hängende Spitze genießt. Vielleicht ist es ein gutes Omen, dass Mainz ein Lieblingsgegner des 28-Jährigen ist. Schon sechsmal traf Uth gegen den FSV, allerdings bisher nur im Hoffenheimer Trikot. Zudem sind die 05er in Gelsenkirchen ein gerngesehener Gast. Nur einmal in 13 Versuchen entführte Mainz drei Bundesliga-Punkte aus der Arena.

Der Gegner brütet noch darüber, wer auf Schalke das Tor hütet. Am Donnerstag ließ FSV-Trainer Sandro Schwarz die Frage noch unbeantwortet. »Ich warte das Training noch ab«, so der 40-Jährige. Er hat die Auswahl zwischen Florian Müller nach auskurierter Handverletzung und Robin Zentner. Dieser war der Garant für den 2:1-Sieg gegen Hertha BSC. Fraglich ist der Einsatz von Jeremiah St. Juste. Der Verteidiger bekam einen Tritt gegen den Knöchel.

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