12. Juli 2018, 21:53 Uhr

Kein deutsches Finale

Angelique Kerber steht zum zweiten Mal im Endspiel von Wimbledon. Mit einer starken Vorstellung gewann die frühere Weltranglisten-Erste ihr Halbfinale. Wie 2016 trifft die 30-jährige Kielerin auf Serena Williams. Das ersehnte deutsche Finale bleibt aus.
12. Juli 2018, 21:53 Uhr
Während Angelique Kerber die Freude über ihren Sieg gegen die Lettin Ostapenko herausschreit, muss sich Julia Görges der Amerikanerin Serena Williams geschlagen geben. (dpa)

Angelique Kerber will sich mit der Wimbledon-Revanche gegen Serena Williams einen Kindheitstraum erfüllen, für Julia Görges hatte sie Mitgefühl. »Ich habe ihr die Daumen gedrückt, aber es hat nicht gereicht«, sagte Kerber nach dem Aus der 29-jährigen Bad Oldesloerin im Halbfinale am Donnerstag. »Ich hätte mich über einen Sieg von Jule gefreut, weil dann auf jeden Fall eine Deutsche gewonnen hätte.«

Kerber trifft am Samstag (15 Uhr/Sky und ZDF) wie vor zwei Jahren im Endspiel auf die US-Amerikanerin. Mit einem weiteren Meisterstück gegen die 36-Jährige würde Kerber als erste Deutsche seit 1996 auf den Rasenplätzen in London triumphieren und sich mit ihrem dritten Grand-Slam-Titel in der Historie von Wimbledon verewigen.

Die 30-jährige Kielerin setzte sich mit einem souveränen 6:3, 6:3 gegen die French-Open-Siegerin von 2017, Jelena Ostapenko, durch und zog damit 22 Jahre nach dem letzten Titel ihres Idols Steffi Graf zweiten Mal nach 2016 ins Endspiel ein. Mit ihrer überzeugenden Konstanz und Geduld spielte die Linkshänderin ihre Erfahrung gegenüber der neun Jahre jüngeren Haudrauf-Spielerin Ostapenko aus. »Hier wieder im Finale zu stehen, bedeutet mir schon sehr viel«, sagte Kerber. »Es ist ein großartiges Gefühl. Dafür trainieren wir, für die Matches auf der großen Bühne. Es kommt aber noch ein Match.«

Ihr Daumen drücken für die Bad Oldesloerin Görges und für das erste deutsche Damen-Endspiel in Wimbledon seit 1931 half anschließend nicht. Görges verpasste eine Überraschung gegen die siebenmalige Wimbledonsiegerin Serena Williams und verlor ihr Halbfinale mit 2:6, 4:6.

Für die Neuauflage des Finals von 2016 scheint Kerber gerüstet. Damals hatte die zweimalige Grand-Slam-Siegerin einen glänzenden Auftritt gezeigt, war aber dennoch der jahrelangen Branchen-Anführerin aus den USA unterlegen gewesen. Wiederholt sie aber ihren Coup von Melbourne 2016, als sie Serena Williams im Endspiel der Australian Open besiegte, würde sie auch eine Bestmarke von Graf verteidigen. Mit ihrem achten Wimbledon-Titel würde Williams Graf in dieser Statistik abhängen (7).

Williams kann am Samstag zudem bei ihrem erst zweiten Grand-Slam-Auftritt als Mutter ihren 24. Grand-Slam-Titel holen und den Allzeit-Rekord der Australierin Margaret Court einstellen. »Ich liebe es, sie spielen zu sehen. Egal was für mich passiert, es ist eine unglaubliche Motivation für mich«, sagte Williams über die Rivalität mit der Kielerin.

Nach ihrem Zweisatzsieg über Görges fasste sie sich mit der Faust aufs Herz, ganz so, als wollte sie demonstrieren, wie sehr sie sich ihre Leidenschaft fürs Tennis auch als Mutter bewahrt hat.

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