29. September 2016, 12:00 Uhr

Hoffnungsanker Europa

(dpa) Europa League als Stimmungsmacher: Sowohl der FC Schalke 04 als auch der FSV Mainz 05 hoffen durch das internationale Geschäft auf neuen Schwung für die Fußball-Bundesliga. Nach dem historischen Fehlstart in der Bundesliga kämpft Schalke am heutigen Donnerstag (19.00 Uhr/live bei Sky und Sport1) mit Österreichs Meister RB Salzburg gegen die miserable Bilanz an. Nach dem unglücklichen 1:1 im Auftaktspiel gegen AS Saint-Étienne will Mainz (17.00 Uhr/live Sky) bei FK Qäbälä in Aserbaidschan den ersten Dreier auf internationalem Parkett.
29. September 2016, 12:00 Uhr

Auf Schalke sind sich Trainer Markus Weinzierl, Sportvorstand Christian Heidel und das Gelsenkirchener Team der mehr als misslichen Situation bewusst: Es braucht jetzt eine restlos überzeugende Leistung und einen Sieg. Weltmeister Benedikt Höwedes sprach die Problemstellung klar an: Hauptsächlich sei es »eine Mentalitätsfrage«, ließ der Schalker Spielführer bei Sport1 wissen. »Jetzt ist die Zeit gekommen, wo wir alle unseren Mann stehen müssen« – diese Aufforderung ist unmissverständlich. Und Höwedes legte bei Instagram kräftig nach: »Mentalität auf dem Platz zeigen, Klappe halten, sich der Mannschaft unterordnen, laufen und fertig.«
Gegner Salzburg hat seine Generalprobe am Sonntag beim 0:0 als Gast von SCR Altach mit einem Teilerfolg beendet. Allerdings belegt der vom Spanier Oscar Garcia trainierte zehnmalige Landesmeister in der Liga mit 18 Punkten nur Rang zwei hinter Sturm Graz (22). Zum Europa-League-Auftakt hatte RB gegen den russischen Club FK Krasnodar mit 0:1 verloren. Die Schalker hatten bei Frankreichs Spitzenreiter OGC Nizza mit Gladbachs früherem Trainer Lucien Favre 1:0 gewonnen.
Beim FSV Mainz ist die Lust auf den ersten Sieg in der Europa League deutlich zu spüren. »Die brennen alle, wir wollen was reißen«, sagte Trainer Martin Schmidt am Mittwoch vor dem Abflug nach Baku.
Das 2:3 am Samstag in der Liga gegen Bayer Leverkusen ist aus den Köpfen, da ist sich der Schweizer sicher. »Klar war die Stimmung nicht so gut. Aber alle richten den Fokus nach vorn«, erklärte der Coach. Zwar sei sichtbar, dass die dritte Englische Woche am Stück die Spieler fordere. »Es sind aber nicht alle müde. Es sind genug frische Leute auf einzelnen Positionen da. Ich mache mir überhaupt keine Sorgen. Wir bringen eine gute Mannschaft an den Start.«
Den Gegner aus Aserbaidschan nahmen die Mainzer bei dessen 1:3 beim RSC Anderlecht in Augenschein. Der vom Ukrainer Roman Grygortschuk trainierte Provinzclub führt die Zehner-Liga des Landes am Kaspischen Meer mit fünf Siegen, einem Remis und 17:0 Toren an. »Die haben zwei Gesichter. Zuhause dominieren sie wie Bayern München bei uns, international setzen sie auf Kompaktheit und gutes Umschaltspiel. Wir stellen uns auf einen sehr robusten Gegner ein«, analysierte Schmidt.
Aufstellungen / Gruppe C, FK Qäbälä – FSV Mainz 05 (Donnerstag, 17.00 Uhr/Sky): Mainz: Lössl – Donati, Bell, Bungert, Bussmann – Rodriguez, Frei – Öztunali, Malli, de Blasis – Cordoba.
Gruppe I, FC Schalke 04 – RB Salzburg (Donnerstag, 19.00 Uhr/Sky/Sport1): Schalke: Fährmann – Höwedes, Naldo, Nastasic, Baba – Stambouli, Bentaleb – Schöpf, Goretzka, Choupo-Moting – Huntelaar.


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