18. März 2019, 22:39 Uhr

Hoffen auf das Startelfdebüt

Luka Jovic ist derzeit in aller Munde. Mit seinen starken Leistungen für Eintracht Frankfurt hat er sich in die Notizbücher europäischer Topvereine gespielt. Nun hofft der Serbe auch in der Nationalmannschaft auf den Durchbruch.
18. März 2019, 22:39 Uhr
Wo liegt die Zukunft von Luka Jovic? (Foto: dpa)

Eintracht Frankfurt


Große Töne oder flotte Sprüche sind nicht das Ding von Luka Jovic. Dabei hätte das Sturm-Juwel von Eintracht Frankfurt allen Grund dazu. Mit seinen Toren hat der 21-Jährige erheblichen Anteil am Höhenflug der Hessen in der Bundesliga und der Europa League und damit das Interesse europäischer Topvereine wie dem FC Barcelona geweckt. Nur in der Nationalmannschaft Serbiens waren seine Fähigkeiten bisher kaum gefragt. Das könnte sich im Länderspiel gegen Deutschland am Mittwoch (20.45 Uhr/RTL) in Wolfsburg vielleicht ändern.

Für sein Heimatland hat Jovic bisher erst drei Kurzeinsätze bestritten, in denen er ganze 14 Minuten auf dem Rasen stand. Kein Wunder also, dass Jovic angesichts seiner anhaltenden Topleistungen im Eintracht-Trikot sein Startelfdebüt herbeisehnt. »In Anbetracht der Tatsache, dass ich bisher noch nicht so oft nominiert wurde, hat das Spiel natürlich einen hohen Stellenwert. Ich will mein Land bestmöglich vertreten«, sagte Jovic nach dem 1:0 (1:0)-Sieg des Bundesliga-Fünften gegen den Tabellenletzten 1. FC Nürnberg.

In Frankfurt haben sie die außerordentlichen Fähigkeiten des introvertierten Talents längst schätzen gelernt. »Luka ist ein Goalgetter. Er hat aber so viel Punch, dass er auch nach hinten arbeiten kann«, lobte Eintracht-Trainer Adi Hütter. Das demonstrierte Jovic zuletzt sowohl im Europa-League-Achtelfinale bei Inter Mailand, wo er das Tor zum Viertelfinale schoss, als auch gegen Nürnberg, als er den Siegtreffer durch Martin Hinteregger einleitete, eindrucksvoll. »Ich habe den Raum genutzt, um mich auch mal zurückfallen zu lassen und Bälle in die Tiefe zu spielen«, beschrieb Jovic seine neue Rolle. Seine Offensivkünste sind eh längst bekannt und von den Gegnern gefürchtet. »Wenn Luka Jovic den Ball hat, passiert zu 99 Prozent etwas Exzellentes«, sagte Hinteregger.

Das hat mittlerweile auch Serbiens Auswahltrainer Mladen Krstajic erkannt. Der frühere Bundesligaprofi von Werder Bremen und Schalke 04 vergleicht Jovic bereits mit Barcelonas uruguayischem Top-Stürmer Luis Suárez. »Er ist ein klassischer Torjäger, mit sehr guter Ballbehandlung und großem Spielverständnis. Er ist mutig und zu jedem Zeitpunkt gefährlich, weil er immer auf seine Chance lauert – und schon die kleinste Unachtsamkeit seiner Gegenspieler ausnutzt«, sagte Krstajic dem Internetportal t-online.de über Jovic.

Einen Wechsel zum FC Barcelona, der wie Real Madrid und der FC Chelsea Interesse an Jovic haben soll, traut Krstajic dem derzeit zweitbesten Bundesliga-Torjäger (15 Tore) ohne Weiteres zu. »Ich wünsche mir für ihn nur das Beste und den größtmöglichen Erfolg, und es ist klar, dass er enormes Potenzial hat. Er kann Großes erreichen«, sagte der 45-Jährige.

Jovic selbst lässt der Hype um seine Person ziemlich kalt. Der seit Sommer 2017 von Benfica Lissabon ausgeliehene Überflieger, für den die Eintracht eine Kaufoption in Höhe von rund zehn Millionen Euro besitzt, gilt als ruhiger und bodenständiger Zeitgenosse. Er lässt lieber Taten sprechen – am liebsten schon wieder am Mittwoch gegen Deutschland.

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