01. Juli 2018, 21:46 Uhr

Fußball

Harit-Tragödie überschattet Trainingsauftakt bei Schalke

01. Juli 2018, 21:46 Uhr
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Von DPA
Amine Harit ist am Samstag in einen Autounfall verwickelt worden, bei dem ein Fußgänger ums Leben kam. Der Schalker saß am Steuer. (Foto: dpa)

50 Tage nach dem Saisonfinale 2017/2018 haben Schalke 04, der VfL Wolfsburg, Borussia Mönchengladbach und der FC Augsburg die Vorbereitung auf die neue Spielzeit der Fußball-Bundesliga aufgenommen. Bei Rekordmeister FC Bayern München legt der neue Trainer Niko Kovac an diesem Montag los – 44 Tage nach seinem DFB-Pokaltriumph mit Eintracht Frankfurt gegen seinen jetzigen Arbeitgeber. Der 46-Jährige wird offiziell vorgestellt und danach seine Stars im Leistungszentrum an der Säbener Straße das erste Mal schwitzen lassen.

Beim Meisterschaftszweiten Schalke dämpfte der schwere Verkehrsunfall, in den Amine Harit verwickelt war, am Sonntag die Stimmung. »Eine solche Tragödie überschattet alles. Es ist schwer, die richtigen Worte zu finden«, sagte Sportvorstand Christian Heidel. Der 21 Jahre alte Harit, der für Marokko bei der WM in Russland spielte, war in der Heimat seiner Eltern in der Nacht zum Samstag in einen Unfall verwickelt, bei dem ein 18-Jähriger getötet worden war.

Harit hatte Heidel am Samstagnachmittag in einem Telefonat mitgeteilt, am Steuer gesessen zu haben. Er habe als Fahrer des Unglückswagens keine Möglichkeit gehabt, den tragischen Unfall zu verhindern, hieß es in einer Mitteilung der Schalker. »Amine steht unter Schock«, berichtete Trainer Domenico Tedesco.

Mit neuen Hoffnungen, vier neuen Spielern und einer lockeren Einheit geht der VfL Wolfsburg die Saison 2018/19 an. Mit Felix Klaus von Hannover 96, Torhüter Pavao Pervan vom Linzer ASK, Wout Weghorst von AZ Alkmaar und Daniel Ginczek vom VfB Stuttgart hoffen der neue Sportchef Jörg Schmadtke und Trainer Bruno Labbadia auf sorgenfreiere Zeiten, nachdem sich die Niedersachsen in den beiden vergangenen Jahren erst in der Relegation vor dem Abstieg retteten.

Mit vier von fünf Neuen und einem 75-minütigen Aufgalopp vor etwa 4000 Zuschauern nahm Borussia Mönchengladbach das Training auf. Kapitän Lars Stindl fehlte wegen der Folgen seiner schweren Kapsel- und Bandverletzung im linken Sprunggelenk ebenso wie die WM-Teilnehmer Michael Lang, der vom FC Basel zur Borussia kommt, sowie dessen Schweizer Nationalmannschafts-Kollegen Yann Sommer, Denis Zakaria, Josip Drmic und Nico Elvedi, Jannik Vestergaard mit Dänemark und Thorgan Hazard mit Belgien. Auch Matthias Ginter war noch nicht dabei.

Mit Bedauern reagierte Trainer Dieter Hecking auf den nicht zustande gekommenen Transfer von Stürmer Niclas Füllkrug, der sich für einen Verbleib bei Hannover 96 entschieden hat. »Schade, dass es nicht geklappt hat«, sagte Hecking. Sein Kollege Manuel Baum unterzog die Profis des FC Augsburg am Sonntag einem Laktattest.



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