20. Juni 2017, 22:20 Uhr

Haas verabschiedet sich früh

20. Juni 2017, 22:20 Uhr
Eine Enttäuschung erlebt Tommy Haas bei seinem letzten Auftritt in Halle/Westfalen. (dpa)

Auch die Unterstützung von Tochter Valentina half dieses Mal nichts. Die Sechsjährige gab auf der Tribüne zwar wie schon in Stuttgart in der Woche zuvor alles, doch die Niederlage von Tommy Haas in der ersten Runde konnte die kleine Valentina im westfälischen Halle nicht verhindern. Der 39-Jährige musste sich am Dienstag bereits zum Auftakt dem Australier Bernard Tomic mit 4:6, 4:6 geschlagen geben und erlebte bei seinem letzten Tennis-Auftritt bei den Gerry Weber Open damit eine Enttäuschung.

Einen erfolgreichen Start ins Turnier legten dagegen Alexander und Mischa Zverev sowie Titelverteidiger Florian Mayer hin. Mitfavorit Alexander Zverev hatte beim klaren 6:3, 6:2 gegen Paolo Lorenzi aus Italien ebenso wenig Mühe wie Mischa Zverev beim 6:4, 6:4 gegen den slowakischen Qualifikanten Lukas Lacko. Auch Mayer geriet gegen den Franzosen Benoit Paire beim 6:0, 6:4 nicht in Bedrängnis. Jan-Lennard Struff verlor dagegen gegen den Franzosen Lucas Pouille 6:1, 3:6, 4:6.

Leicht und locker marschierte Topfavorit Roger Federer in die nächste Runde. Der Schweizer, achtmaliger Champion in Halle, siegte gegen den japanische Lucky Loser Yuichi Sugita mit 6:3, 6:1. Für Federer war es der erste Sieg seit seinem Titelgewinn in Miami Anfang April. Bei seinem Comeback nach langer Pause hatte der 35-Jährige in der vergangenen Woche in Stuttgart gegen Haas verloren.

Dieses Mal reichte es für Haas nicht. »Es war schon sehr emotional«, sagte Haas, der angekündigt hat, seine Karriere im Laufe des Jahres zu beenden. »2018 werde ich definitiv nicht mehr spielen«, bestätigte er in Halle noch einmal. »Leider konnte ich heute nicht mein bestes Tennis vor euch abrufen«, sagte Haas nach der Niederlage an das Publikum gerichtet. Nach nur 67 Minuten war der Auftritt des Altmeisters schon wieder vorbei. Dass er danach von Turnierdirektor Ralf Weber mit dem erstmals vergebenen Excellence Award geehrt wurde, war für die ehemalige Nummer zwei der Welt nur ein schwacher Trost.

Besser als der Tennis-Altmeister machten es die Zverev-Brüder. Vor allem Deutschlands große Tennis-Hoffnung Alexander Zverev überzeugte mit druckvollem Tennis. Der 20 Jahre alte Hamburger, im vergangenen Jahr im Finale, trifft jetzt am Mittwoch in einem deutschen Duell auf den Augsburger Philipp Kohlschreiber. Mischa Zverev darf sich nun auf ein Duell mit Federer freuen.

Unterdessen ist Sabine Lisicki mit einem Sieg nach langer Verletzungspause beim Turnier auf Mallorca in das Achtelfinale eingezogen. Die 27 Jahre alte Lisicki profitierte bei ihrem Erstrunden-Match gegen die Niederländerin Kiki Bertens beim Stand von 6:2, 3:6 von der verletzungsbedingten Aufgabe ihrer Gegnerin. Nach 84 Minuten konnte Bertens wegen einer Blessur am Fuß nicht weiterspielen. Die Berlinerin Lisicki hatte seit Ende November wegen Problemen an der Schulter kein Match mehr bestritten. In der Runde der besten 16 trifft sie auf Shelby Rogers aus den USA. Julia Görges gewann zum Auftakt gegen die Spanierin Lara Arruabarrena in 69 Minuten leicht und locker 6:1, 6:2. Im Kampf um den Einzug in das Viertelfinale trifft die 28 Jahre alte Fed-Cup-Spielerin aus Bad Oldesloe auf die an Nummer eins gesetzte Anastasia Pawljutschenkowa aus Russland. Mona Barthel setzte sich gegen die Russin Anna Kalinskaja in 1:40 Stunden mit 7:6 (8:6), 6:4 durch. Die 26-Jährige spielt nun gegen Catherine Bellis aus den USA.

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