07. Dezember 2017, 23:19 Uhr

Große Ehre für Lahm

07. Dezember 2017, 23:19 Uhr
Avatar_neutral
Von DPA
Lahm

Jetzt steht Philipp Lahm mit erst 34 Jahren auf einer Stufe mit deutschen Fußball-Legenden wie Fritz Walter, Uwe Seeler und Franz Beckenbauer. Ein halbes Jahr nach dem Ende seiner Profikarriere will der Deutsche Fußball-Bund (DFB) den Kapitän der Weltmeistermannschaft von 2014 am Freitag zum insgesamt sechsten Ehrenspielführer der Nationalmannschaft benennen. Lothar Matthäus und Jürgen Klinsmann, das Weltmeister-Duo von 1990, komplettiert diesen illustren Kreis.

Formal fehlt noch die Zustimmung der Delegierten des Außerordentlichen Bundestags. Doch an einer Ernennung per Akklamation gibt es keine Zweifel. »Wir möchten den Delegierten Philipp Lahm vorschlagen, weil er als Fußballer und als Mensch zu den ganz Großen gehört, der immer eine klare Meinung gehabt und diese auch vertreten hat«, sagte DFB-Präsident Reinhard Grindel. Die Auszeichnung geht einher mit einer Rückkehr zum DFB. Denn Lahm soll fortan als Botschafter für die vom deutschen Verband angestrebte Ausrichtung der Europameisterschaft 2024 werben. »Philipp Lahm ist ein herausragender Sportsmann, ein überragender Teamplayer und zudem ein sozial engagierter Mensch. Mit der beabsichtigten Ernennung zum Ehrenspielführer sollen nicht zuletzt seine großartigen Leistungen als Kapitän unserer Weltmeisterelf 2014 gewürdigt werden«, sagte Grindel. Die DFB-Auszeichnung reiht sich ein in eine Vielzahl von Würdigungen in diesem Jahr.

Lahm hat die Ernennung zum Ehrenspielführer verdient. Der gebürtige Münchner war idealer Botschafter für den DFB und den deutschen Fußball. Seit der WM 2010 in Südafrika führte er das Nationalteam als Kapitän an. 113 Länderspiele (5 Tore) bestritt er. Lahm war ein Jahrzehnt lang ein Außenverteidiger der Weltklasse. Seine Krönung war der WM-Triumph 2014 in Rio. Nach dem 1:0 im Endspiel gegen Argentinien durfte er den goldenen WM-Pokal in den Händen halten, ein Jahr nach seinem größten Vereinserfolg, dem Champions-League-Gewinn mit den Bayern. (Foto: dpa)



0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos