27. Januar 2017, 23:06 Uhr

Finale der Routiniers

Nach fast fünf Stunden Tennis-Schwerstarbeit streckte Rafael Nadal erleichtert die Arme in den Nachthimmel, schloss die Augen und ballte die Fäuste. Die ehemalige Nummer eins hat das Wunschfinale gegen Roger Federer bei den Australian Open perfekt gemacht. Die mittlerweile gealterten Rivalen werden sich an diesem Sonntag (9.30 Uhr MEZ/Eurosport) noch einmal in einem großen Endspiel gegenüberstehen, nachdem Nadal den Bulgaren Grigor Dimitrow im zweiten Halbfinale 6:3, 5:7, 7:6 (7:5), 6:7 (4:7), 6:4 schlug. Als er jubelte, war es in Melbourne schon fast ein Uhr morgens.
27. Januar 2017, 23:06 Uhr
Erleichtert sinkt Rafael Nadal nach seinem Finaleinzug beim ersten großen Tennisevent des Jahres zu Boden. Er trifft am Sonntagmorgen (deutscher Zeit) auf Roger Federer. Rechts unten die Schwestern und Finalistinnen Venus und Serena Williams (r.). (Fotos: dpa)

Nach fast fünf Stunden Tennis-Schwerstarbeit streckte Rafael Nadal erleichtert die Arme in den Nachthimmel, schloss die Augen und ballte die Fäuste. Die ehemalige Nummer eins hat das Wunschfinale gegen Roger Federer bei den Australian Open perfekt gemacht. Die mittlerweile gealterten Rivalen werden sich an diesem Sonntag (9.30 Uhr MEZ/Eurosport) noch einmal in einem großen Endspiel gegenüberstehen, nachdem Nadal den Bulgaren Grigor Dimitrow im zweiten Halbfinale 6:3, 5:7, 7:6 (7:5), 6:7 (4:7), 6:4 schlug. Als er jubelte, war es in Melbourne schon fast ein Uhr morgens.

Schon heute (9.30 Uhr MEZ/Eurosport) treffen bei den Damen die Williams-Schwestern Serena und Venus aufeinander. Es sind die Finalspiele der Routiniers.

»Diese beiden Wochen waren unvergesslich. Ich habe nie davon geträumt, noch einmal im Finale von Australien zu sein, das hätte ich im vorigen Jahr nicht erwartet. Hier bin ich, und ich bin glücklich. Ich hoffe, dass ich mich gut erhole«, sagte der von Handgelenkproblemen genesene Nadal.

Für den 30 Jahre alten Spanier, der Federer 2009 an gleicher Stelle die Trophäe wegschnappte, geht es um den 15. Grand-Slam-Titel und den zweiten in Australien. Der 35-jährige Federer würde seine Rekordausbeute bei Grand Slams mit dem fünften Triumph in Melbourne auf 18 Titel ausbauen. »Für mich ist das ein Privileg. Für uns beide ist das etwas ganz Besonderes, in einem Major-Finale zu sein«, betonte der stürmisch bejubelte Sieger. »Diese Rivalität geht über die Tennis-Welt hinaus, das ist gut für unseren Sport.«

Federer lobte vor dem Finale seinen Widersacher Nadal: »Ich denke, er ist ein unglaublicher Spieler. Er hat Schläge, die sonst niemand hat. Außerdem hat er den Kampfgeist. Er ist so wichtig für das Spiel.«

Der von seiner halbjährigen Verletzungspause wegen Knieproblemen sensationell zurückgekehrte Baseler hatte nach dem Match gegen Wawrinka daran erinnert, wie er den damals ebenfalls verletzten Nadal bei der Einweihung von dessen Tennis-Akademie im vorigen Sommer auf Mallorca traf – und beide nicht Tennis spielen konnten: »Ich auf einem Bein, er mit seinem Handgelenk.« Damals habe er den Rivalen darauf angesprochen, wie schön es wäre, noch einmal gegeneinander zu spielen. Nun ist es so weit.

Für Serena Williams ist dagegen heute der Tag gekommen, um die Verhältnisse wieder zurechtzurücken. Schade nur, dass sie ausgerechnet gegen ihre Schwester Venus den Australian-Open-Pokal und die Spitze der Tennis-Weltrangliste von Angelique Kerber zurückerobern will. Doch weil dieses 28. Duell der Williams-Sisters 14 Jahre nach ihrem ersten Melbourne-Finale so unverhofft zustande kam, rückt das kleine Unbehagen in den Hintergrund. Und eine Niederlage wäre angesichts der Vorgeschichte leichter zu verkraften als vor einem Jahr gegen die diesmal früh gescheiterte Angelique Kerber.

»Es ist das eine Mal, bei dem ich wirklich echt denke: Egal, was passiert, ich kann nicht verlieren, sie kann nicht verlieren«, sagte Serena Williams. Die 35-Jährige erinnerte an die Erkrankung der 36-jährigen Venus, die unter chronischer Erschöpfung litt und sich mühsam zurückkämpfen musste.

»Nach allem, was Venus durchgemacht mit ihrer Krankheit und so, kann ich nicht anders, als das als eine Win-win-Situation zu sehen. Ich war die ganze Zeit da. Wir haben zusammengelebt. Ich weiß, was sie durchgemacht hat.« Vor dem Finale bezeichnete Serena ihre Schwester als ihre Welt und ihr Leben: »Sie bedeutet mir alles.« (dpa)

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