14. Dezember 2017, 21:20 Uhr

Bundesliga am Freitag

Ende der Phrasen, Taten sind gefragt

14. Dezember 2017, 21:20 Uhr
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Von DPA

Trainer Markus Gisdol und der Hamburger SV haben kurz vor Weihnachten das fast schon gewohnte Problem: zu wenig Punkte in der Fußball-Bundesliga. Vor dem Spiel bei Borussia Mönchengladbach am Freitag sind es 15, die Hamburger stehen damit auf Relegationsrang 16. Die prekäre Situation ist auch eine Folge der eklatanten Auswärtsschwäche: Magere vier Zähler hat die Elf von Coach Gisdol in der Fremde eingefahren.

Da sind die Forderungen des 48-Jährigen an sein Team verständlich: Es müsse noch intensiver und noch konsequenter zu Werke gehen. »Wir müssen giftig bleiben und auch mal die unschönen Dinge machen«, fordert Gisdol. Ihm ist klar: Kampf muss jetzt Trumpf sein. Denn der HSV-Coach weiß: »Wir befinden uns in einer gefährlichen Situation.« Die Lage ist selbst verschuldet, zumindest in den vergangenen drei sieglosen Partien. Als »extrem zum Kotzen« empfindet Hamburgs Verteidiger Dennis Diekmeier die aktuelle Konstellation.

Was im sportlichen Tief bleibt, sind oft nur Phrasen. Natürlich werde sein Team versuchen, in Mönchengladbach am Freitag (20.30 Uhr/ZDF) zu gewinnen. Dazu brauche es eine gute Mannschaftsleistung. »Gladbach ist ein guter Gegner, aber auch sie haben Schwankungen«, sagt Gisdol

Mit dieser Einschätzung liegt der Trainer richtig: Die Auswahl seines Kollegen Dieter Hecking ist ebenfalls seit drei Spielen ohne Sieg. Warum der »Flow«, wie Hecking die Phase zwischen dem zehnten und 13. Spieltag mit zehn Zählern und dem bemerkenswerten 2:1 gegen Bayern München bezeichnete, beendet ist, kann er sich nicht erklären. Sein Kapitän Lars Stindl versuchte es nach dem 0:1 in Freiburg: Immer wieder habe die Borussia Probleme, bei vermeintlich einfacheren Aufgaben die richtigen Lösungen zu finden. Stindl: »Wir hatten jetzt öfter die Chance, etwas Besonderes zu schaffen.« Tabellenplatz acht mit 25 Zählern entspricht diesem Anspruch definitiv nicht. Deshalb analysierte Hecking die letzten Leistungen besonders kritisch: Nun sei die Mannschaft gefordert, die Ergebnisse der Analyse auf dem Platz umzusetzen.



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