19. Oktober 2017, 23:19 Uhr

Das schnelle Aus rückt näher

19. Oktober 2017, 23:19 Uhr
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Von DPA
Der Kölner Leonardo Bittencourt verzweifelt nach einer vergebenen Chance. BATE-Keeper Denis Scherbitski bleibt ohne Gegentor. (Foto: dpa)

Der 1. FC Köln verliert und verliert und verliert: Das Bundesliga-Schlusslicht hat auch in seinem dritten Europa-League-Spiel eine unglückliche Niederlage kassiert. Die Rheinländer unterlagen am Donnerstagabend 0:1 (0:0) beim weißrussischen Serienmeister BATE Borissow. Trotz einer ansprechenden Leistung mussten sich die Kölner am Ende »Wir haben die Schnauze voll«-Rufe ihrer Fans anhören. »Sie haben es einfach satt zu verlieren, das geht ihnen auch auf den Keks«, sagte Dominic Maroh. In der ersten Europacup-Saison nach 25 Jahren zeichnet sich das Vorrunden-Aus bereits zur Hälfte der Gruppenphase deutlich ab.

Schon vor dem Anpfiff hatten die Kölner den ersten Rückschlag zu verkraften. Kapitän Matthias Lehmann verletzte sich beim Warmmachen und wurde kurzfristig durch Salih Özcan ersetzt. Die Gäste versteckten sich jedoch nicht. Wie von Trainer Peter Stöger angekündigt, spielte der FC nach vorne. Christian Clemens versuchte es aus knapp 30 Metern (14.), Milos Jojoc vergab nach einem Konter (20.). Nach einer halben Stunde hatte Simon Zoller das 1:0 auf dem Kopf, scheiterte aus kurzer Distanz aber an BATE-Keeper Denis Scherbitski (32.).

Wie ein deprimiertes Liga-Schlusslicht traten die Kölner nicht auf, offenbarten allerdings das alte Problem, nicht kreativ und durchschlagskräftig genug zu sein. Vier Positionen hatte Stöger verändert, Neuzugang Claudio Pizarro jedoch fehlte, weil er nach dem Stichtag 1. September transferiert wurde und nicht nachgemeldet werden konnte.

Auch nach dem Wechsel setzte der FC den ersten Akzent durch Clemens, dessen Schuss Scherbitski aber vor keine Probleme stellte (53.). Umso überraschender und für die Kölner ärgerlicher fiel wenig später der Führungstreffer für Borissow. Nach einer unübersichtlichen Situation im Strafraum schloss Aleksej Rios unhaltbar für Timo Horn zum 1:0 ab.

Glück hatte Horn, dass sein Patzer nach einem Schuss von Stanislav Dragun nicht bestraft wurde, weil Michail Gordejtschuk den Abpraller vorbei setzte (76.). »Wir wollen euch kämpfen sehen«, stimmten die mitgereisten Köln-Fans an – wobei es daran nicht lag, dass auch in der dreiminütigen Nachspielzeit der Ausgleich nicht mehr fiel.

BATE Borissow: Schcherbitski – Rios, Gajdutschik, Milunovic, Poljakow – A. Wolodko (74. Baga), Dragun – Stassewitsch, Ivanic (68. Gordejschuk), M. Wolodko – Signewitsch (85. Rodionow)

1. FC Köln: T. Horn – Olkowski, Maroh, Heintz, K. Rausch – Höger, S. Özcan – Clemens (61. Guirassy), Jojic (70. Bittencourt) – Zoller, Osako

Im Stenogramm: Schiedsrichter: Hüseyin Göcek (Türkei) – Zuschauer: 10 000 Tore: 1:0 Rios (55.)



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