10. August 2018, 22:36 Uhr

Entscheidungen am Wochenende

DLV-Asse wollen starkes EM-Finale

10. August 2018, 22:36 Uhr

Cheftrainer Idriss Gonschinska erwartet ein starkes Finale der deutschen Leichtathleten bei der Heim-EM in Berlin. »Wir haben noch einiges vor«, kündigte er am Freitag vor den drei letzten Wettkampftagen im Olympiastadion an. »Der Zeitplan ist so konzipiert, dass wir jeden Tag Chancen haben.« An den ersten vier EM-Tagen gewannen die Gastgeber 13 Medaillen. 16 Edelplaketten wie vor zwei Jahren in Amsterdam könnten es noch werden.

Herausragend waren bisher die beiden Gold-Triumphe von Zehnkampf-König Arthur Abele und Thomas Röhler im Speerwurf sowie das Medaillen-Double im Hürdensprint durch Pamela Dutkiewicz (Silber) und Cindy Roleder (Bronze). »Ich bin überzeugt, dass wir goldene Zeiten erleben können«, prophezeite Speerwurf-Bundestrainer Boris Obergföll nicht allein mit Blick auf seine Weltklassewerfer.

Auf dem Programm des finalen Wochenendes stehen noch 21 Medaillen-Entscheidungen. Rund 50 der insgesamt 125 Asse des Deutschen Leichtathletik-Verbandes gehen dann an den Start. Die besten Chancen sieht Gonschinska bei den Finals auf der blauen Bahn des Olympiastadions. Über 3000 Meter Hindernis ist Titelverteidigerin Gesa Felicitas Krause eine Goldkandidatin. Auch Senkrechtstarterin Konstanze Klosterhalfen kann mit guter Taktik und starken Nerven über 5000 Meter ganz vorne mitlaufen – und auf einen Medaillenplatz? »Ich wünsche es dem Laufbereich sehr. Mehrere Chancen sind da, man muss sie nur realisieren«, sagte Gonschinska. Einen zweiten Versuch startet Richard Ringer über 5000 Meter, nachdem er über die doppelte Distanz als Topfavorit Opfer der Hitze wurde und aufgeben musste.

Hoffnungen setzt der DLV ebenso auf seine zwei Sprint-Staffeln. Über 4x 100 Meter soll vor allem nach EM-Silber Gina Lückenkemper die Spur zum Erfolg legen. »Mein klares Ziel ist, zwei Medaillen bei der EM zu holen«, kündigte sie an. Eine Außenseiterchance hat Christopher Linke über 20 Kilometer Gehen. Nach den fünften Plätzen bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio und der WM 2017 in London will es der Potsdamer wissen und »eine Medaille gewinnen«.

Es gab aber auch große Enttäuschungen, wie das Scheitern von Olympiasieger Christoph Harting und des Olympia-Dritten Daniel Jasinski in der Diskus-Qualifikation. »Christoph ist ein besonderer Charakter, der mit dem Olympiasieg seinen kühnsten Traum erfüllt hat – und das auf seine Art verarbeitet«, sagte Gonschinska. »Manchmal dauert das länger.«

Robert Harting schaffte noch einmal den Sprung in ein Titel-Finale, musste aber seine große Karriere als EM-Sechster beenden. Der frühere Stabhochsprung-Weltmeister Raphael Holzdeppe scheiterte am Freitag in der Qualifikation.

Begeistert ist Röhler von der Option, die European Championships in vier Jahren komplett in Berlin auszutragen. »Ich finde die Idee super. Und ich würde als einer der Ersten die Bewerbungspapiere dafür unterschreiben«, sagte der Olympiasieger und neue Europameister. Bei der Premiere des Multi-Sport-Events ist Glasgow für sechs EM-Titelkämpfe der Schauplatz, Berlin nur für die Leichtathletik-EM.

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