25. Juni 2017, 21:10 Uhr

Carolin Schäfer trumpft auf

25. Juni 2017, 21:10 Uhr
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Von DPA
Carolin Schäfer jubelt in Ratingen nach ihren 6667 Punkten. (Foto: dpa)

Deutschlands Sieben- und Zehnkämpfer haben glänzende Medaillenaussichten bei den Weltmeisterschaften im August in London. Bei der letzten WM-Qualifikation in Ratingen bewies vor allem Carolin Schäfer bei ihrem Sieg am Sonntag mit 6667 Punkten, dass sie eine Titelkandidaten für die WM an der Themse ist. »Als Favoritin fühle ich mich nicht, aber bei der Medaillenvergabe möchte ich auf jeden Fall zugreifen«, sagte die 25-jährige Athletin von der LG Eintracht Frankfurt. Den bis dato letzten WM-Triumph feierte vor 20 Jahren Sabine Braun.

Die Leverkusenerin Mareike Arndt verfehlte als Dritte mit 6106 Punkten knapp die WM-Norm. Da Schäfers Vereinskollegin Claudia Salman Rath bei der ersten Ausscheidung 6580 Punkte geholt hatte und nicht in Ratingen startete, wird sie mit zur WM fahren.

Auch die Zehnkämpfer weckten die Hoffnung auf WM-Edelmetall. Einen Höhenflug erlebte Rico Freimuth (SV Halle), der bei seinem Sieg mit 8663 Punkten die persönliche Bestleistung um 102 Zähler übertraf und nun als Weltranglistenerster nach London fährt. »Ich bin mega-zufrieden«, sagte der 29-jährige WM-Dritte von 2015, der schon in Götzis 8365 Punkte geholt hatte.

In Ratingen verschob Freimuth seine Leistungsgrenze gleich in vier Disziplinen: Im Weitsprung erreichte er 7,60 Meter, knackte mit 2,01 Metern im Hochsprung erstmals die Zwei-Meter-Marke, katapultierte sich mit dem Stab auf zuvor unerreichte 4,90 Meter und schleuderte den Diskus mit 51,56 Metern gleich 1,26 Meter weiter als je zuvor.

Der Olympia-Vierte Kai Kazmirek zeigte ebenfalls eine starke Gesamtleistung und sicherte sich als Dritter mit 8478 Punkten eine WM-Fahrkarte. »Ich bin sehr zufrieden, da ich vor zehn Tagen noch mit einer Bänderdehnung zu tun hatte«, sagte der 26-Jährige von der LG Rhein-Wied, der vor allem seine Stärken im Hochsprung (2,07 Meter) und Stabhochsprung (5,20 Meter) ausspielte.

Ihren Rücktritt hat die zweimalige WM-Zweite Jennifer Oeser erklärt.



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