15. Mai 2017, 22:29 Uhr

Eishockey

Bundestrainer Sturm begrüßt Greiss’ Entschuldigung

15. Mai 2017, 22:29 Uhr
Avatar_neutral
Von DPA

Eishockey-Bundestrainer Marco Sturm begrüßt die Entschuldigung von NHL-Torhüter Thomas Greiss in der Affäre für dessen Zustimmung zu rechtsgerichteten Inhalten im Internet. »Er hat sich öffentlich entschuldigt. Das ist gut so«, sagte der 38-Jährige am Montag bei der Weltmeisterschaft in Köln. »Er weiß es im Nachhinein besser, dass er das nicht hätte machen sollen.«

Über die New York Islanders hatte Greiss für sein Verhalten im US-Präsidentschaftswahlkampf um Verzeihung gebeten. Die New Yorker Zeitung »Newsday« zitierte den Keeper aus einem bereits am Wochenende veröffentlichten Statement seines NHL-Teams: »Ich entschuldige mich dafür, dass ich mit einigen Posts aus meiner Timeline interagiert habe. Diese Posts zu liken, war ein Fehler, und ich entschuldige mich noch einmal in aller Form.«

Bei der Weltmeisterschaft in Köln hatte sich der 31-Jährige, der offiziell eine Oberkörperverletzung hat, nach der Affäre bislang nicht äußern wollen. Vor der Mannschaft müsse sich der Füssener nicht entschuldigen, sagte Bundestrainer Sturm nach dem Training für das entscheidende Vorrundenspiel gegen Lettland. »Das ist seine Entscheidung. Für uns ist das Thema nicht aufgekommen.«

Bei den Islanders droht Greiss nun allerdings auch Ärger. »Die New York Islanders billigen das Social-Media-Verhalten von Thomas Greiss nicht und klären die Angelegenheit intern«, hieß es weiter. Greiss hatte erst im Januar einen mit zehn Millionen US-Dollar dotierten Dreijahresvertrag bei den Islanders unterschrieben.

Greiss hatte im sozialen Netzwerk Instagram unter anderem bei einem Vergleich der früheren Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton mit Adolf Hitler das »Gefällt-mir-Button« gedrückt, seine Zustimmung nach einem Bericht des Deutschlandfunks aber wieder entfernt.



0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos