14. Juli 2017, 22:27 Uhr

Formel 1

Britisch-deutscher Showdown um die Pole

14. Juli 2017, 22:27 Uhr
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Von DPA

Mercedes muss im WM-Kampf mit WM-Spitzenreiter Sebastian Vettel den nächsten Rückschlag hinnehmen. Eine Woche nach einem regelwidrigen Getriebewechsel im Silberpfeil von Lewis Hamilton erwischte es vor dem Großen Preis von Großbritannien dessen Teamkollegen Valtteri Bottas. Wenige Stunde nach der Tagesbestzeit des Finnen gab der deutsche Formel-1-Werksrennstall den Getriebetausch erneut vor Ablauf der Frist von sechs Rennen bekannt.

Damit ist Bottas raus im Kampf um die Pole Position im Home of British Racing und es kommt vermutlich zum deutsch-englischen Showdown. Allerdings muss Vettel noch zulegen, nachdem er beim Training am Freitag in seinem Ferrari klar hinter beiden Mercedes lag. »Ich glaube, wir können uns noch ein bisschen steigern – und wir müssen uns noch ein bisschen steigern«, sagte Vettel nach dem Trainingstag: »Die Balance ist noch nicht ganz da, es rutscht noch ein bisschen viel.«

Bottas hatte die schnellste Runde des Tages auf dem Silverstone Circuit gedreht. Der 29 Jahre alte WM-Dritte verwies Hamilton allerdings nur um die Winzigkeit von 47 Tausendstelsekunden auf den zweiten Platz. Hinter dem Lokalmatadoren und viermaligen Sieger des Rennens auf der Insel schaffte es Kimi Räikkönen im Ferrari auch noch vor Vettel.

Auf die 1:28,496 Minuten von Bottas in der Nachmittagseinheit fehlte Vettel fast eine halbe Sekunde. Dass auch sonst keiner an den Finnen rankam und er schon am Vormittag der Schnellste gewesen war – durch den Getriebewechsel und die sich anschließende Strafe erst recht ein Muster ohne Wert.

Vettels sechster Rang am Morgen dürfte ihn nun auch nicht mehr allzusehr grämen, selbst wenn er damit nicht ganz glücklich war. An dem Schutzschild, das in das Chassis integriert ist und mit dem sein Ferrari zu Beginn zu Testzwecken auf die Strecke geschickt worden war, lag es nicht, selbst wenn der Versuch schnell wieder beendet war. »Mir wurde ein bisschen schwindelig. Es war, als würde man schielend durch die Gegend fahren«, meinte Vettel.

Wie gut der Ferrari mit dem neuen Motor mit angeblich 15 PS mehr auf der Strecke zurecht kommt, wird sich spätestens in der Qualifikation am Samstag (14.00 Uhr/RTL und Sky) und im Rennen am Sonntag (14.00 Uhr/RTL und Sky) zeigen.

Potenzial dürfte bei allen noch sein, bei Hamilton aber besonders. Unbeeindruckt von der Kritik an seinem Fehlen beim Showevent in London inklusive Pfiffen und Buhrufen der Fans, absolvierte der Brite sein Programm. Als einziger drehte er seine schnellste Runde am Nachmittag auf den soften Reifen.



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