25. Oktober 2017, 23:45 Uhr

Bayern bezwingt Leipzig im Elfmeterschießen

25. Oktober 2017, 23:45 Uhr

Der FC Bayern hat in einer hochdramatischen Pokalnacht bei RB Leipzig den Triple-Traum unter Trainer Jupp Heynckes im Elfmeterschießen am Leben gehalten. Trotz Überzahl ab der 54. Minute standen die Münchner bei aufopferungsvoll kämpfenden Leipziger am Rande der Niederlage und vor dem ersten Pokal-Aus seit 17 Jahren in der zweiten Runde. Im Elfmeterschießen hielt Bayern-Keeper Sven Ulreich dann den entscheidenden letzten Schuss von Leipzigs Nationalspieler Timo Werner und sorgte am Mittwochabend vor 42 558 Zuschauern in der ausverkauften Red Bull Arena für den 5:4-Sieg des Rekordpokalsieger. Nach der Verlängerung hatte es 1:1 (1:1, 0:0) gestanden.

Nach einem in Unterzahl verwandelten Foulelfmeter von Leipzigs Emil Forsberg (68.) sorgte Thiago (73.) im Duell zwischen Meister und Vizemeister für den Ausgleich. In der 54. Minute war Leipzigs Naby Keita (54.) mit Gelb-Rot vom Feld verwiesen worden. Schon am Samstag kommt es im Bundesliga-Duell in München zur Neuauflage des Duells.

Als wäre die Partie von Beginn an nicht brisant, intensiv und packend genug gewesen, sorgte das Schiedsrichtergespann um Felix Zwayer in der 34. Minute für zusätzlichen Zündstoff. Nach einem Foul von Arturo Vidal entschied der Unparteiische zunächst auf Elfmeter, ließ sich dann aber vom zuständigen Assistenten umstimmen.

Doch es kam noch härter für die Leipziger: Sechs Minuten nach der Pause ging Jean-Kevin Augustin im Strafraum im Duell mit Jérôme Boateng zu Boden, diesmal war die Szene nicht ganz so umstritten. Nur drei Minuten später musste einmal mehr Keita mit Gelb-Rot nach einem taktischen Foul gegen Bayern-Kapitän Arjen Robben vom Feld.

In Überzahl wurden die Münchner stärker. Bayern-Trainer Jupp Heynckes, der mit drei Minuten Verspätung aus der Kabine gekommen war, durfte sich eigentlich entspannt auf der Bank zurücklehnen. Doch dann suchte Yussuf Poulsen den Kontakt an der Strafraumgrenze mit Boateng – diesmal ließ sich Zwayer nicht umstimmen und gab den von Forsberg verwandelten Strafstoß, der ebenfalls umstritten war.

Die ohne die verletzten Thomas Müller und Keeper Manuel Neuer spielenden Bayern kamen jedoch zurück. Boateng machte seinen Fehler wieder gut, spielte auf Thiago. Der Spanier ließ mit seinem Kopfball dem guten RB-Keeper Peter Gulacsi keine Chance.

In der 80. Minute kam dann Leipzigs Top-Torjäger und Nationalstürmer Timo Werner für Poulsen, und es ging in die Verlängerung. In der 100. Minute verhinderte einmal mehr Gulacsi mit Glanztaten gegen Lewandowski und den früheren Leipziger Josuha Kimmich den Rückstand. Wenig später kam der 22-Jährige Kwasi Okyere Wriedt für Thiago zu seinem Profi-Debüt. Die Münchner machten weiter Druck, waren aber letztlich ideenlos.

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