03. September 2017, 23:15 Uhr

Aus im Achtelfinale

03. September 2017, 23:15 Uhr
Julia Görges verpasst gegen Sloane Stephens den Einzug ins Viertelfinale bei den US Open. (Foto: dpa)

Ein Jahr nach dem Triumph von Angelique Kerber ist Julia Görges bei den US Open als letzte deutsche Tennisspielerin ausgeschieden. Die 28-Jährige aus Bad Oldesloe verlor am späten Sonntagabend in New York ihr Achtelfinale gegen Sloane Stephens aus den USA 3:6, 6:3, 1:6. Gegen die lange verletzt pausierende 24-Jährige ließ sie eine gute Chance aus und muss damit weiter auf ihr erstes Viertelfinale bei einem Grand-Slam-Turnier warten.

In entscheidenden Momenten zeigte Görges eine zu fehlerhafte Vorstellung und musste am Ende auch gegen das immer lauter werdende Publikum im Louis-Armstrong-Stadion ankommen. Nach 1:41 Stunden stand die Niederlage der Nummer 30 der Setzliste fest – auch nach ihrem fünften Achtelfinale bei einem der vier wichtigsten Tennis-Turniere schritt Görges als Verliererin vom Platz.

Das Damen-Feld des Grand-Slam-Saisonabschlusses geht ohne deutsche Beteiligung weiter, Vorjahressiegerin Kerber war in New York auf enttäuschende Art und Weise schon in der ersten Runde rausgeflogen. Außer Görges war keine andere Spielerin des Deutschen Tennis Bunds über die zweite Runde hinausgekommen.

Bei den Herren sollte Serve-and-Volleyspezialist Mischa Zverev in der Nacht gegen Sam Querrey um den Viertelfinal-Einzug kämpfen. Philipp Kohlschreiber misst sich im Achtelfinale mit Wimbledonsieger Roger Federer.

Nach ihren überzeugenden Auftritten gegen Annika Beck, Saisai Zheng und Aleksandra Krunic hatte sich Görges auch gegen die monatelang verletzte einstige Weltranglisten-Elfte Stephens Chancen ausgerechnet. Als es darum ging, endlich einmal bei einem Grand-Slam-Turnier einen Schritt weiter zu gehen, gelang es ihr nicht, konstant ihr bestes Tennis abzurufen. Mit dem Erreichen des Achtelfinals darf sie sich mit 253 625 Dollar Preisgeld trösten.

»Sie lässt die Gegnerin gar nicht richtig ins Spiel kommen. Sie will das Zepter immer in der Hand halten«, beschrieb der deutsche Herren-Chef Boris Becker ihre Spielweise bei Eurosport. Nachdem der Regen in Flushing Meadows aufgehört hatte und die Plätze getrocknet waren, gelang das Görges zunächst nur ansatzweise.

Als es 2:2 stand, hatte sie drei Breakchancen in Serie, überließ ihrer Gegnerin aber gleich mit fünf verschlagenen Bällen die Führung. Direkt ihr nächstes Aufschlagspiel gab die Weltranglisten-33. an die 1,70 Meter große Athletin aus Florida ab, das amerikanische Publikum jubelte. Eine entscheidende Statistik im ersten Satz: 18 unerzwungene Fehler bei Görges, lediglich drei bei Stephens.

Wieder hatte Görges drei Breakchancen in Serie, wieder schien sie sich die Chancen zu schnell entgehen zu lassen. Doch die letzte nutzte sie mit einem gewaltigen Schmetterball zum 2:0 im zweiten Abschnitt. Die Stuttgart-Siegerin von 2011 war teils mit sich selbst unzufrieden, weil sie nicht richtig zum Ball stand, schaffte aber den Satzausgleich. Im dritten Durchgang verlor Görges ihren Aufschlag zum 1:3, dann glitt ihr das Match aus den Händen.

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